Einschätzung unserer Autoren
Sony Alpha 290Y
Einsteiger-Spiegelreflexkamera mit zwei Kit-Objektiven
Der Buchstabe „Y“ im Produktnamen der Sony Alpha 290Y bedeutet, dass die Spiegelreflexkamera mit gleich zwei Kit-Objektiven angeboten wird. Es handelt sich dabei um das Standardzoom Sony DT 18-55mm F3.5-5.6 SAM und das bewährte Telezoom Sony DT 55-200mm F4-5,6. Im Zusammenspiel mit den zwei Linsen sollte die Kamera für die meisten Aufnahmesituationen ausreichend ausgerüstet sein und sich daher sehr gut für den alltäglichen Einsatz eignen. Das Highlight ist dabei zweifelsohne der äußerst moderate Kit-Preis von etwa 545 Euro (Amazon) - viele andere renommierte Fotohersteller verlangen diese Summe allein für das Gehäuse.Die Spiegelreflexkamera Sony Alpha 290 gilt als Nachfolgerin der von DSLR-Einsteigern sehr beliebten Sony Alpha 230 und ist seit Mitte 2010 auf dem deutschen Markt präsent. Die Vorzüge der Kamera liegen in einer hohen Auflösung des APS-C-Sensors von 14,2 Megapixeln sowie einem schnellen Autofokus, der selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen eine gute Figur macht. Leider bietet das Modell keine Möglichkeit zur Videoaufnahme. Umsteiger, die früher gerne mit einer Kompaktkamera fotografiert haben, müssen außerdem auf die Live-View-Bildkontrolle verzichten, was für aktuelle Einsteiger-DSLR-Modelle allerdings eher untypisch ist.
Das mitgelieferte Telezoom DT 55-200mm F4-5,6 weist zwar eine relativ niedrige Lichtstärke auf. Dies lässt sich jedoch auf seine Riesenbrennweite von 83 bis 300 Millimetern im Kleinbildformat zurückführen, die sich sehr gut für Aufnahmen weit entfernter Motive eignet. Darüber hinaus punktet das Objektiv mit gummierten, griffigen Fokus- und Zoomringen und sollte daher Benutzer mit einer angenehmen Handhabung überzeugen. Anspruchsvolle Makrofotografen wissen außerdem sicherlich die schöne Hintergrundunschärfe zu schätzen, die das Objektiv bei der Arbeit im Nahbereich ermöglicht.
Das Standardzoom Sony 18-55mm hingegen ist auf dem Markt nicht neu und hat schon viele gute Kundenrezensionen bekommen. Es lässt sich beispielsweise sowohl im automatischen als auch im manuellen Modus schnell und sauber fokussieren und punktet dank der Kunststoff-Verarbeitung zudem mit einem niedrigen Gewicht. Für Anwender, die gerne im Weitwinkelbereich arbeiten und große Personengruppen oder Architekturwerke fotografieren, wäre außerdem das Pancake-Objektiv Sony SAL-28F28 eine empfehlenswerte Ergänzung. Die Linse schlägt jedoch mit einem Preis von rund 300 Euro zu Buche (Amazon), der gerade für Einsteiger relativ hoch ist.
Sony DSLR-A290
Preisgünstige Einsteiger-Kamera mit guter Ausstattung
Ambitionierte Foto-Amateure, die zum Beispiel Weihnachten als Anlass für einen Umstieg in die Spiegelreflex-Klasse nutzen wollen, sollten sich die DSLR-Kamera Sony Alpha 290 unbedingt einmal näher ansehen. Der japanische Elektronikhersteller hat das Modell hierzulande zwar erst im Juli 2010 auf den Markt gebracht. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Kamera jedoch im Einsteiger-Segment bereits fest etabliert. Viele zufriedene Benutzer berichten über ihre positiven Erfahrungen mit der Kamera in verschiedenen Foren. Tester der Fachzeitschriften „Foto Digital“ und „Spiegelreflex Digital“ wiederum waren von den hervorragenden Abbildungsleistungen der Kamera im Testlabor begeistert und haben sie im Oktober und November 2010 mit der Endnote „Sehr gut“ bewertet.
Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass die Sony Alpha 290 im Unterschied zu den meisten aktuellen Einsteiger-Spiegelreflexkameras über keinen Videomodus verfügt. Zum Vergleich: Die auf der Photokina 2010 vorgestellte Nikon D3100 beispielsweise zeichnet Full-HD-Videofilme mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Punkten auf und kann diese unter anderem auf SDXC-Karten ablegen, die momentan bis zu 64 Gigabyte Speicherplatz bieten. Das Sony-Pendant arbeitet dagegen mit den für Sony typischen Memory Sticks und unterstützt nur die herkömmlichen SDHC-Karten.
Bei der Kamera kommt ferner ein 23,5 x 15,7 mm großer Bildsensor im APS-C-Format zum Einsatz, der eine hohe Auflösung von 14,2 Megapixeln bietet und eine maximale ISO-Empfindlichkeit von 3.200 aufweist. Mit ihm sollten rauscharme Fotoaufnahmen selbst in Situationen mit wenig Licht gelingen. Von Vorteil ist ebenfalls ein optischer Pentaprismasucher mit fester Position der Austrittspupille, der mit einem 95-prozentigen Bildfeld eine gute Bildkontrolle ermöglicht. Auf den im Trend liegenden Live-View-Modus hat Sony dabei überraschenderweise verzichtet.
Die neue Sony Alpha 290 soll laut Hersteller die Vorgängerin Alpha 230 ersetzten. Mit einem Preis von etwa 545 Euro in der Ausführung Sony Alpha 290Y (Amazon) für das große Kit mit zwei Objektiven, dem Standard-Zoom Sony DT 18-55mm F3.5-5.6 SAM und dem Telezoom Sony DT 55-200mm F4-5,6 ist sie außerdem zurzeit die günstigste Einsteiger-DSLR-Kamera in der Alpha-Produktreihe von Sony.
Sony Alpha 290L
Bescheidener als die Alpha 390L
Im Gegensatz zur großen Schwester verfügt die Sony Alpha 290 zum Beispiel nicht über die Quick-AF-LiveView-Funktion und hat kein neigbares Display. Dafür punktet sie dank des leistungsstarken Bionz-Prozessors mit einem vorbildlichen Rauschverhalten und bietet einen HDMI-Mini-Ausgang zur Verbindung der Kamera mit Sony Bravia HD-Fernsehern.
Die Sony Alpha 290 ist zwar mit einem lichtempfindlichen 14,2 Megapixel-Bildsensor im APS-C-Format ausgestattet, kann aber keine Videos drehen, sondern nur im Fotomodus eingesetzt werden. Der Autofokus der Alpha 290L besitzt neun Messfelder und bietet eine EyeStart-Option zur schnellen und präzisen Scharfstellung. Direkt am Sucher der Kamera sitzt ein Infrarotsensor, der den AF automatisch aktivieren soll, sobald das Auge des Fotografen sich dem Sucher nähert. Eine Verwacklungswarnung im Sucher soll außerdem in Verbindung mit dem bildstabilisierenden Kit-Objektiv DT 18-55mm F 3,5-5,6 SAM scharfe Bilder auch ohne Stativ ermöglichen.
Wer eine gute Einsteiger-DSLR sucht, die möglichst einfach zu bedienen ist und den Fotografen nicht mit komplizierten manuellen Einstellmöglichkeiten verwirrt, der liegt bei der neuen Sony Alpha 290 genau richtig. 450 Euro (Amazon) sind für die Kamera mit dem Kit-Objektiv SAL-1855 ein fairer Preis.











