Einschätzung unserer Autoren
Samsung Galaxy Note
Langatmige Handschrifterkennung
Doch die Stiftbedienung erlaubt noch etwas ganz anderes, was seit den Zeiten eines Sony Ericsson G900 leider fast völlig vom Markt verschwunden ist: die Handschrifterkennung. Hierbei kann der Nutzer viel Zeit einsparen, indem er zum Beispiel eine SMS nicht über die virtuelle Tastatur eingibt sondern einfach schnell die Buchstaben aufs Display kritzelt. Diese Funktionalität wurde dankenswerterweise auch beim Galaxy Note integriert, so dass der Anwender mit ein paar abgekürzten Zeichenfolgen den Empfänger der SMS auswählen und anschließend auch die Nachricht selbst verfassen kann. Zu diesem Zweck wird jeder Buchstabe schnell in Druckschrift auf den Bildschirm geschrieben.
Leider wirkt das Ganze beim Samsung Galaxy Note noch nicht wirklich ausgereift. Lässt man sich viel Zeit, kann man zwar tatsächlich zuverlässig Buchstaben zeichnen. Gleichwohl dauert die Erkennung – so gut sie funktioniert – einfach viel zu lange. Gefühlte zwei Sekunden vergehen, ehe man den nächsten Buchstaben ansetzen darf. Schreibt man wie einst beim G900 einfach einen Buchstaben nach dem anderen, vermengt die Software die einzelnen Zeichen und erzeugt absoluten Unsinn. Das ist schade, denn so wird der Zusatznutzen dieser Funktion wieder in Frage gestellt: Was nützt mir eine elegante Handschrifterkennung, wenn sie länger dauert als das Eintippen der Buchstaben über eine Tastatur?
Da bleibt zu hoffen, dass es sich bei dem Gerät vielleicht um ein Vorserienmodell gehandelt hat und die Performance beim Serienmodell besser ausfällt. Denn dann wäre die Handschrifterkennung sicherlich einer der großen Pluspunkte dieses „neuen Smartphone-Typs“.
Samsung Galaxy Note
Ein Smartphone, das ein Tablet sein will
Wie das Unternehmen selbstbewusst verkündet, handle es sich beim Samsung Galaxy Note um „einen neuen Typ von Smartphone“ - und wahrlich: Dieses Gerät wird sich wohl niemand mehr ans Ohr halten, um zu telefonieren. Es sei denn, er möchte sehr, sehr lächerlich aussehen. Auch eine Unterbringung in der Hosentasche dürfte damit ausscheiden, denn das neue Gerät besitzt mit 146 x 83 x 10 Millimetern geradezu enorme Abmessungen, über das Gewicht schweigt sich Samsung klugerweise aus.
Dafür bietet das Riesen-Handy aber auch jede Menge Platz für die allerbeste Ausrüstung. Denn nicht nur der Touchscreen kann beeindrucken. Im Inneren arbeitet zum Beispiel ein 1,4 GHz schneller Dual-Core-Prozessor, der Bildschirm arbeitet selbstverständlich mit der Super-AMOLED-Technologie und Datenverbindungen können dank HSPA+ mit geradezu rasend schnellen 21 MBit/s erfolgen. Ferner gibt es WLAN 802.11n, WiFi Direct, eine 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitzlicht und 1080p-HD-Videofähigkeit, eine 2-Megapixel-Frontkamera für die Videotelefonie, GPS und natürlich einen ausgereiften MP3-Player zu Bestaunen. Als Speicherplatz stehen dem Anwender je nach Ausführung satte 16 oder 32 Gigabyte zur Verfügung, die noch einmal via microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte ergänzt werden können.
Kein Wunder, das bei so „viel Smartphone“ auch ein angemessen großer Akku her muss. Mit seinen 2.500 mAh Nennladung sprengt derjenige des Samsung Galaxy Note aber alles bisher bei Handys gesehene. Es wird ausgesprochen interessant zu sehen sein, welche Nutzungszeiten sich daraus ergeben. Und noch etwas soll am Galaxy Note neu sein: Das Gerät kann mit einem speziell für kapazitive Displays entwickelten Stift bedient werden und soll dadurch ähnlich wie HTCs Scribe-Technologie eine neue Bedienlogik erlauben. Ob dies auch eine Handschrifterkennung umfasst, ist noch unbekannt. Ebenfalls unbekannt ist, wann der Riese auf den Markt kommen wird – und zu welchem (sicherlich enormen) Preis.












