Das Wichtigste auf einen Blick:
- Steckverbindung, die mit einem Koaxialkabel ein Cinch-Kabel ergibt
- Farbcodierung: Rot = rechter Kanal, Weiß/Schwarz = linker Kanal
- Vergoldete Stecker bieten keine bessere Klangübertragung
- Mono- und Y-Cinch-Stecker für Subwoofer geeignet
- Adapter erweitern die Anschlussmöglichkeiten
Im Steck-Test: So schneiden Cinch-Verbindungen ab
Vergoldete Cinch-Stecker, wie beim ViaBlue NF-A7 Cinch-Kabel, sehen schick aus – der Klang ist aber ebenso gut wie bei unvergoldeten Steckern. Vergoldung schützt in erster Linie vor Korrosion und sorgt für langlebige Kontakte.
(Bildquelle: viablue.de)
Wer Subwoofer, Lautsprecherboxen oder Konsolen mit Audio- oder Audio-Bildquellen verbinden will, der kommt um Audiostecker und -Kabel nicht herum. Zu den bekanntesten zählen HDMI, optische Kabel (Toslink), Koaxialkabel sowie der Klinken- und Cinch-Stecker (bzw. der RCA connector, kurz RCA). Cinch-Kabel übertragen Audiosignale sowohl analog als auch digital (SPDIF-Koax). In Tests achtet man bei RCA-Kabeln daher besonders auf saubere Signalübertragung, gute Abschirmung und stabile Stecker. Erfreulich: Nicht nur hochpreisige Kabel schneiden gut ab – auch günstige Cinch-Kabel können in der Praxis eine sehr gute Signalübertragung liefern.
Trotz guter Leistungen auch in den unteren Preisbereichen sollte dennoch nicht bei jedem Kabel bedenkenlos zugegriffen werden. Unterschiede finden Sie bei den Kabeln vor allem in der Kabellänge, Abschirmung, Steckerqualität und Zugentlastung. Kunden sollten vor dem Kauf abmessen, wie lang das Kabel sein sollte, um Geräte optimal verbinden zu können. Ob Sie zu einem vergoldeten Stecker oder einem „normalen“ greifen, ist hingegen dem eigenen Geschmack überlassen. Auf die Klangqualität der Signalleitung hat die Wahl keine Auswirkung. Einziger Vorteil bei vergoldeten Steckern: Sie sind auf lange Sicht weniger anfällig gegenüber Feuchtigkeit und Korrosion.
Neuere Praxistests zeigen außerdem: Besonders bei längeren Kabelwegen lohnt sich eine doppelte oder dreifache Abschirmung, um Brummen und Störungen durch WLAN, Netzteile oder Mehrfachsteckdosen zu vermeiden. Bei analogem Cinch sind Kabellängen bis etwa 5 bis 10 Meter meist problemlos möglich. Für digitales Koax (SPDIF) sollte ein echtes 75-Ohm-Koaxialkabel verwendet werden, dann sind oft auch längere Strecken stabil möglich.
Es dreht sich alles ums Kabel
Die Bezeichnung des „Cinch“ als ein Kabel ist genau genommen nicht ganz richtig. Vielmehr handelt es sich um eine Steckverbindung, die erst im Zusammenhang mit einem Koaxial-Kabel das allgemein bekannte Cinch-Kabel bildet. „Koaxial“ beschreibt dabei einen bestimmten Kabelaufbau, bei dem der Innen- und Außenleiter konzentrisch aufgebaut und voneinander abgeschirmt sind. Diese Bauweise reduziert Störungen und Signalverluste. Benötigt werden Cinch-Kabel etwa bei der Verbindung von Subwoofern, CD-Playern, Plattenspielern (mit Phono-Vorverstärker), AV-Receivern oder älteren Geräten ohne HDMI-Anschluss. Um die Verkabelung zu erleichtern, sind die Cinch-Stecker meist farbcodiert. Die roten Stecker gehören in den rechten, der oft in Weiß oder Schwarz gehaltene Stecker in den linken Kanal. Für digitales Koaxialkabel wird häufig Orange verwendet. Aufgepasst: Wer ein digitales Koaxial-Kabel nutzen will, benötigt für den Anschluss eine sogenannte SPDIF-Schnittstelle.Mono- oder Y-Cinch: Welches Kabel für den Subwoofer?
Cinch-Anschlüsse zieren die Rückseiten von AV-Receivern. Ohne Cinch kein Surroundsystem, wie hier eindrucksvoll am Denon AVC-X3800H zu sehen. (Bildquelle: amazon.de)
Dem Subwoofer-Ausgang am AV-Receiver stehen in der Regel zwei Cinch-Anschlüsse am Subwoofer gegenüber. Die Möglichkeit, das Audio-Signal aufzusplitten und beide Geräte per Y-Cinch zu verbinden, steht Ihnen also durchaus offen. Einen besonderen Vorteil bringt diese Verkabelung allerdings nicht: Das Signal wird nur marginal lauter (ca. 3 dB) an den Subwoofer weitergegeben. Ein Unterschied, der auch über das Volumen erzeugt werden kann. Im Allgemeinen kann für den Anschluss also sowohl ein normales Mono- als auch ein Y-Cinch-Kabel genutzt werden. Ein Y-Kabel kann sinnvoll sein, wenn der Subwoofer über zwei Eingänge verfügt und eine etwas höhere Eingangsempfindlichkeit benötigt.
Ausnahmefall Receiver:
In einigen Fällen sind auch bei Receivern, wie dem Denon AVC-A110, zwei Subwoofer-Anschlüsse verbaut. Diese dienen als Verbindung für zwei separate Subwoofer und können unterschiedliche Signale oder getrennte Einmessungen ausgeben. Verbinden Sie nur einen Subwoofer mit beiden Anschlüssen per Cinch-Kabel, kann es zu Pegel- oder Phasenproblemen kommen.
Auch wenn Cinch weiterhin weit verbreitet ist, werden viele Geräte heute über HDMI ARC bzw. eARC oder optische Kabel verbunden. Cinch bleibt jedoch weiterhin Standard für Subwoofer, Stereo-Verbindungen und viele HiFi-Komponenten, da analoge Verbindungen in diesem Bereich nach wie vor üblich sind und zuverlässig funktionieren.







