Stärken
Schwächen
Gehörschutz empfohlen: Leistungsstarke Laubsauger arbeiten effektiv, sind jedoch oft ziemlich laut. (Bildquelle: stihl.de)
Der Herbst steht wieder vor der Tür – und jedes Jahr fällt erneut eine große Menge Laub an. Ein Laubsauger ist dabei eine praktische Hilfe, um das Laub schnell zu entfernen. Besonders benzinbetriebene Varianten überzeugen durch eine hohe Leistung und bewältigen auch nasses, schweres Laub mühelos. Diese Sauger sind ideal für große Flächen oder weitläufige Grundstücke, denn im Vergleich zu elektrischen oder akkubetriebenen Geräten ermöglichen sie längere Einsatzzeiten ohne Pause. Doch welche Merkmale sollten Sie beim Kauf beachten?
Benzin, Elektro oder Akku?
Bevor Sie sich für ein konkretes Modell entscheiden, lohnt ein Blick auf die Antriebsart. Benzin-Laubsauger bieten die höchste Leistung und sind kabellos – ideal für große Grundstücke und schweres oder nasses Laub. Ihr Nachteil: Sie sind lauter, schwerer, erzeugen Abgase und erfordern mehr Wartungsaufwand. Elektro-Laubsauger mit Kabel eignen sich für kleinere bis mittlere Flächen in Steckdosennähe und überzeugen durch konstante Leistung ohne Ladepausen. Akku-Laubsauger haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert: Sie sind kabellos, emissionsfrei und leiser als Benzingeräte – wenngleich auch Akku-Modelle meist noch 85 bis 100 Dezibel erreichen. 18-Volt-Geräte reichen für normale Garteneinsätze; 36-Volt-Modelle liefern spürbar mehr Leistung bei feuchtem Laub. Viele Hersteller bieten systemkompatible Akkus an, die sich auch in anderen Gartengeräten der gleichen Serie verwenden lassen – ein praktischer und wirtschaftlicher Vorteil.Kompakt erklärt: Von Handgeräten bis zu fahrbaren Modellen
Reine Benzin-Laubsauger sind eher selten. Meist begegnen Ihnen kraftvolle Gartengeräte als Kombigeräte, die auch blasen können, oder als 3-in-1-Geräte mit integriertem Häcksler. Ein Umschalter erlaubt den bequemen Wechsel zwischen Gebläse und Saugfunktion; meist lässt sich der Wechsel der Düsen oder Blasrohre mit wenigen Handgriffen bewerkstelligen. Viele Modelle verfügen über ein Rohr mit unterschiedlichen Öffnungen.Benzin-Laubsauger können grob in drei Typen eingeteilt werden:
- Die fahrbaren Benzin-Laubsauger sind echte Kraftprotze. Sie bestechen durch besonders starke Motoren und große Fangbehälter. Die Handhabung ist komfortabel, da sie leicht geführt werden können, allerdings verursachen sie auch eine deutliche Lautstärke. Diese Geräte sind vor allem für den professionellen Einsatz geeignet und bieten sich auch für Anwender mit eingeschränkter Mobilität an.
- Rückentragbare Modelle tragen Sie auf dem Rücken – ähnlich einem Rucksack. Sie bedienen sowohl den semi-professionellen Markt als auch Besitzer größerer Gärten und bieten einen hohen Komfort sowie Bewegungsfreiheit. Die Auspuffgase gelangen dabei hinter den Anwender, was das Arbeiten angenehmer macht.
- Handgeräte sind, wie der Name verrät, kleine, handliche Laubsauger, die entweder ein- oder beidhändig bedient werden können. Einige Modelle sind am Saugrohr mit kleinen Rollen ausgestattet, die das Führen erleichtern. Auf diese kompakten Varianten konzentrieren wir uns in diesem Artikel.
Laubsauger im Vergleich: Welches Modell überzeugt am meisten?
In Testberichten finden sich kaum reine Sauger, vielmehr treten oft Kombigeräte mit Blas- und Saugeigenschaften gegeneinander an. Werfen Sie dafür auch gern einen Blick auf unsere Bestenliste aller Gerätetypen. Dabei wird die Saugleistung stets separat bewertet. Prüfpunkte sind, ob das Gerät große Mengen an trockenem und feuchtem Laub zuverlässig aufnehmen kann, ohne dass das Saugrohr verstopft. Zudem spielt die Gestaltung des Saugrohrs eine Rolle: Ein zu kleines Rohr macht punktgenaues Arbeiten nötig, was auf ausgedehnten Flächen schnell zeitraubend wird. Auch der Arbeitsfortschritt wird von den Testern genau unter die Lupe genommen.Modelle mit einer eingebauten Häckselfunktion erzielen meist Pluspunkte, sofern diese gut arbeitet. Ebenso punkten Geräte mit geringem Gewicht und moderater Lautstärke. Bei der Handhabung ist entscheidend, wie leicht sich das Blasrohr montieren lässt, ob Schalter auch mit Handschuhen gut erreichbar sind und wie stark die Vibrationen während des Betriebs ausfallen.
Warum ein Benziner? Die Vorteile in puncto Saugleistung
Die Vorteile benzinbetriebener Modelle liegen, ähnlich wie bei Rasenmähern oder Heckenscheren, auf der Hand: Sie bieten deutlich mehr Leistung als Elektro- oder Akkugeräte. Das ist besonders wichtig, wenn das Laub durch Regen feucht und schwer geworden ist. Außerdem fallen im Herbst oft neben Blättern auch kleine Äste und Rindenstücke an, die von einem Benzinsauger besser bewältigt werden als von seinen strombetriebenen Pendants. Die Saugleistung wird meist in Kubikmetern pro Stunde (m3/h), manchmal auch pro Minute (m3/min) angegeben. Durchschnittlich liegt sie bei Benzinmodellen bei etwa zehn Kubikmetern pro Stunde. Ab zwölf Kubikmeter pro Stunde sprechen Sie von einem leistungsstarken Gerät.Laub entsorgen: Häckseln und Fangsackgröße
Ganz einfach: Je ordentlicher Ihre Fläche erscheint, desto mehr Laub sammeln Sie in Ihrem Fangsack. Um den Sack seltener entleeren zu müssen und die Beförderung beziehungsweise Kompostierung zu erleichtern, besitzen viele Laubsauger eine integrierte Häckselfunktion. Diese sorgt für eine deutliche Volumenreduzierung, meist im Verhältnis 10:1. Manche Geräte erreichen sogar Häckselraten von 16:1 oder mehr. Geringere Werte sind selten. Somit wird das aufgesaugte Laub komprimiert im Fangsack gesammelt, der meist eine praktische Größe von rund 40 Litern hat – ideal für den Garten. 60-Liter-Säcke sind größer, erfordern aber auch mehr Kraft beim Entleeren. Zum Größenvergleich: Viele Gartenhäcksler verwenden ähnliche Boxen, siehe hier.Gewicht beachten: Wie schwer darf ein Laubsauger sein?
Ein sehr wichtiger Faktor ist das Gewicht des Geräts, denn die Arbeit mit einem Laubsauger kann den Rücken stark belasten. Je nach Hersteller und Modell bestehen große Unterschiede. Überlegen Sie genau, wer in Ihrem Haushalt mit dem Gerät umgehen wird. Es gibt dünne Leichtgewichte mit etwa drei Kilogramm sowie deutlich schwerere Exemplare ab acht Kilogramm – das aufgesaugte Laub ist dabei noch nicht einberechnet. Tragegurte helfen, die Last besser zu verteilen und die Rückenmuskulatur zu entlasten.So gehen Sie mit der Lautstärke um
Laubsauger sind grundsätzlich laut – manche mehr, andere weniger. Mit etwa 90 Dezibel gehören sie zu den lautesten Geräten im Gartenbereich. Das entspricht in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw. Spitzenwerte von bis zu 100 Dezibel erreichen sogar die Lautstärke eines Presslufthammers. Diese Geräuschkulisse lässt sich bei Benzinern kaum vermeiden. Neuere Modelle sind tendenziell leiser als ältere, bleiben aber weiterhin laut genug, dass ein Gehörschutz beim Betrieb obligatorisch ist. Doch Sie können einige einfache Tipps befolgen, um sich selbst zu schützen und die Belastung für Familie und Nachbarn möglichst gering zu halten.- Beachten Sie die gesetzlichen Betriebszeiten: Laut der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung dürfen Laubsauger in Wohngebieten werktags nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr eingesetzt werden. An Sonn- und Feiertagen gilt ein generelles Betriebsverbot. Viele Kommunen haben darüber hinaus noch strengere Regelungen – informieren Sie sich über die in Ihrer Gemeinde geltenden Vorschriften.
- Tragen Sie während des Betriebs immer einen Ohrenschutz.





