Stärken
Schwächen
HiBys R6 III punktet mit Android-basiertem DAP und Class-A/AB-Verstärker, LDAC, Qobuz- und Tidal-Streaming sowie 4,4-mm-Balanced-Ausgang – ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im mittleren Segment. (Bildquelle: amazon.de)
High-Res-Player im Vergleich: Was schätzen die Tester besonders?
Testberichte legen besonderen Wert auf die Klangqualität. Spitzenbewertungen werden vergeben, wenn die Wiedergabe sehr neutral und detailliert erfolgt und das Audiosignal ohne Verzerrungen an die Kopfhörer weitergegeben wird. Die besten High-Res-Player zeichnen sich dadurch aus, dass sie hochauflösende und verlustfreie Audiodateien originalgetreu wiedergeben, sodass keine Klangnuancen verloren gehen. Idealerweise fühlt es sich so an, als ob man die Musik direkt im Studio hört. Günstigere High-Res-Audio-Player müssen häufig die abgespielten Dateien herunterrechnen, was potenziell zu Klangverlusten führt.Was die Ausstattung betrifft, steht die Flexibilität im Vordergrund. Ein leistungsstarker Akku mit Schnellladefunktion gehört inzwischen zum Standard, wobei etwa 15 Stunden durchgehender Musikgenuss bereits als solide gilt. Ebenso wichtig ist ein Verstärker mit ausreichender Leistung, um verschiedene Kopfhörermodelle optimal antreiben zu können. Für ein Gerät mit einer starken Ausgangsstufe, die für einen kräftigeren Klang sorgt, ist meist eine höhere Investition notwendig. Player aus niedrigeren Preisklassen bieten oft weniger Leistung und sind nicht immer für hochohmige Kopfhörer geeignet. Wer bei seinem mobilen Player spart, muss eventuell auf einen externen Verstärker zurückgreifen.
Hochwertige Geräte verfügen immer öfter neben der klassischen 3,5-mm-Klinkenbuchse auch über eine 4,4-mm-Balanced-Buchse (symmetrischer Ausgang). Der symmetrische Anschluss verringert Störgeräusche und erlaubt eine höhere Ausgangsleistung – ein entscheidendes Kriterium für anspruchsvolle Nutzer.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Speicherplatz. Fast kein High-Res-Player bietet ab Werk ausreichend Speicher für eine umfangreiche Musiksammlung. Entscheidend ist, wie viel Erweiterung durch eine SD-Karte möglich ist. Mit mehreren austauschbaren Speicherkarten steht Ihrem Platzbedarf kaum etwas im Weg.
Im Bereich Konnektivität setzen viele Geräte auf Streaming via WLAN und Bluetooth. Neben aptX und aptX HD haben sich besonders die Codecs LDAC und aptX Lossless als qualitativ hochwertige Standards etabliert. LDAC ermöglicht die Übertragung von Audiodaten mit bis zu 990 kbps, was in etwa einer verlustfreien Qualität über Kabel entspricht – deutlich besser als das ältere aptX, das nur CD-Qualität lieferte.
Kompakter Hi-Res-Player der Oberklasse mit ausgewogenem Klangbild, symmetrischem Ausgang und Unterstützung aller gängigen Lossless-Formate: der Astell & Kern SR35. (Bildquelle: amazon.de)
Wer nicht nur lokale Musiktitel abspielen, sondern auch streamen möchte, sollte auf WLAN-Kompatibilität und unterstützte Streaming-Apps achten. Aktuelle High-End-Player bieten direkten Zugriff auf Dienste wie Tidal, Qobuz, Apple Music und seit Herbst 2025 auch Spotify Lossless – alle mit verlustfreien oder hochauflösenden Formaten bis zu 24 bit/192 kHz.
Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer sowie Line-Ausgänge für den Anschluss an HiFi-Anlagen gehören zu den Standardmerkmalen. Die 2,5-mm-Klinkenbuchse, früher noch gelegentlich für spezielle Kopfhörer genutzt, wird mittlerweile zunehmend vom robusteren 4,4-mm-Standard ersetzt.
Die Bedienung sollte es ermöglichen, den Klang individuell anzupassen, ohne zu kompliziert zu sein. Komplizierte Menüs und ein nur rudimentärer Equalizer werden von Testern negativ bewertet. Wichtige Aspekte sind: Wie flüssig und stabil läuft die Software? Wie gut ist die Display-Ablesbarkeit? Wie komfortabel ist die Musikverwaltung und Wiedergabe? Grundsätzlich gibt es bei der Bedienung keine großen Unterschiede in der Qualität. Ausschlaggebend ist die Anzahl der Klangprofile, Filter und weiteren Funktionen, die dabei helfen, das Optimum aus jeder Aufnahme herauszuholen.
Haben High-Res-Dateien klanglich einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Audiodateien?
Verlustfreie Formate wie WAV, FLAC oder DSD – auch als High-Res bekannt – bieten im Vergleich zu komprimierten Dateien wie MP3 oder OGG einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglichen eine höhere Abtastrate und größere Bittiefe. Die Abtastrate gibt an, wie oft pro Sekunde ein analoges Signal digital gewandelt wird. Je höher dieser Wert in Kilohertz, desto feiner sind die Klangdetails. CDs arbeiten mit 44,1 Kilohertz, während High-Res-PCM-Dateien bis zu 192 Kilohertz erreichen. DSD nutzt eine andere Technik mit 1-Bit-Sigma-Delta-Modulation bei sehr hohen Abtastraten – typisch sind 2,8 MHz (DSD64) bis 11,2 MHz (DSD256). Letztlich entscheidet das persönliche Gehör, doch technisch bietet High-Res-Audio eine genauere Klangabbildung und ein authentischeres Hörerlebnis.Worauf sollte ich bei der Wahl des passenden Kopfhörers achten?
Bei der Kopfhörerauswahl spielt die Impedanz, also der Widerstand in Ohm, eine zentrale Rolle. Dieser Wert gibt an, wie einfach der Kopfhörer von einem Verstärker angetrieben werden kann. Kopfhörer mit etwa 16 bis 80 Ohm lassen sich unkompliziert von Smartphones und High-Res-Playern betreiben. Darüber spricht man von hochohmigen Kopfhörern, die meistens zur teuren Oberklasse gehören. In der Regel bedeutet ein höherer Ohmwert eine bessere Klangauflösung. Wer hochohmige Kopfhörer mit einem High-Res-Player nutzen möchte, sollte auf ausreichende Verstärkerleistung achten. Manche Player besitzen bereits leistungsstarke Verstärker, in deren Datenblatt die kompatiblen Ohmwerte angegeben sind. Verfügt der Player über weniger Leistung, empfiehlt sich ein separater Kopfhörer-Verstärker.
FiiOs M11 Plus gilt als bewährter Allrounder im mittleren Preissegment und bietet die wichtigsten Features, 4,4-mm-Balanced-Ausgang inklusive. (Bildquelle: amazon.de)

