Motorradjacken: Mobile Warmhalteöfen - Sechs Heizwesten und Heizjacken für die kalten Tage

mfDie Zeitschrift „Motorradfahrer“ hat sechs Heizwesten und Heizjacken für Biker auf ihre Wärmesabstrahlung und den Tragekomfort getestet. Zwei Modelle stachen dabei den Testern besonders positiv ins Auge und erhielten deswegen die Auszeichnung „Empfehlung der Redaktion: Zum einen die Exo² StormRider Heated Vest, zum anderen die Gerbings heated jacket Liner.

Heizjacken oder -westen sind eine praktische Alternative zum sogenannten Zwiebelprinzip aus mehreren Schichten Funktionskleidung, auf das viele Biker gegen die Kälte zurückgreifen. Die Heizleistung der Jacken wurde nicht nur nach dem subjektiven Wärmeeindruck bewertet. Zusätzliche Thermographieaufnahmen haben die Intensität der Heizleistung und die jeweilige Wärmeverteilung gemessen.

Denn ob sich die von den eingearbeiteten Heizelementen abgegebene Wärme auch flächendeckend gut verteilt, ist ein entscheidendes Qualitätkriterium – was würde auch eine punktuelle Wärmequelle nutzen, wenn andere Körperpartien kalt bleiben? Mit einer neuartigen Technik trumpft dabei die Exo² StormRider Heated Vest auf. Anstelle der üblichen eingehängten oder einlamierten Heizkabel wird die Wärme über leitfähiges Gewebe abgegeben. Der große Vorteil liegt darin, dass die Wärme flächiger abgestrahlt wird. Das Prinzip klappte bei der Weste von Exo² bestens, weswegen sie auch von der Redaktion eine Empfehlung ausgesprochen bekam.

Auf die „traditionelle“ Technik mit Heizkabel setzt dagegen die Gerbings heated jacket Liner. Die Heizkabel sind bei ihr großflächig verlegt, was insbesondere am Rücken zu einer vollflächigen Heizleistung führt. Dank der insgesamt sehr gleichmäßig verteilten Wärme, auch im Arm- und Halsbereich, sowie der sehr guten Verarbeitung erhielt auch sie die Auszeichnung „Empfehlung“ der Redaktion.

Heizwesten/-jacken werden meistens entweder über die Bordelektronik oder über Akkus mit Strom versorgt. Nachteil der Akku-Variante ist natürlich die begrenzte Speicherkapazität der Akkus. Auf der anderen Seite können akkubetriebene Heizjacken/-westen auch bei anderen Aktivitäten im "Außendienst" getragen werden. Am Test nahm die rein akkubetriebene Polo Motorrad Heizweste teil. In puncto Wärmeabstrahlung, die sich vom Rücken her über die anderen Körperpartien nach und nach ausbreitet, gab es an ihr nichts auszusetzen. Der Akku selbst aber sei recht sperrig, und auch die Ladezustandsanzeige unterwegs nicht einsehbar. So muss man beim Tragen der Jacke immer genau auf die Uhr schauen – denn nach vier Stunden hört die Weste auf zu heizen.

Autor: Wolfgang