Das Wichtigste auf einen Blick:
- Maßgebliche Schutzklassifizierung nach CE-Norm EN 13634 - Begriff „Motorradstiefel“ geschützt
- Motorradstiefel werden in CE-Level 1 und CE-Level 2 eingeteilt
- Leder-Modelle und Textilstiefen (bliebt bei Tourenfahrerinnen und -fahrern)
- Verschiedene Typen für die unterschiedlichen Motorrad-Typen
Motorradstiefel sorgen für mehr Sicherheit beim Fahren (Bildquelle: held.de)
Was gilt es beim Kauf von Motorradstiefeln zu beachten?
Warum sind stabile Motorradstiefel für Motorradfahrer so wichtig? Ganz einfach: Laut ADAC-Statistiken sind bei Motorradunfällen häufig die Füße, Schienbeine und Knöchel am stärksten betroffen, ebenso andere Bereiche der unteren Gliedmaßen. Um die Sicherheit beim Fahren zu erhöhen, sollten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer daher unbedingt passende Motorradstiefel tragen, die sie vor Verletzungen bei Unfällen schützen. Es reicht nicht, einfach nur robuste Lederschuhe mit niedrigem Schaft zu tragen. Entscheidend ist, dass Knöchel und Schienbeine gut bedeckt und geschützt sind. Hersteller bieten verschiedene Modelle für Damen und Herren an, da sich die Fuß- und Wadenanatomie beider Geschlechter deutlich unterscheidet. Beispielsweise setzen die Waden bei Frauen in der Regel weiter unten an als bei Männern.
ADAC-Statistiken zeigen, dass bei Motorradunfällen vor allem die unteren Gliedmaßen der Fahrerinnen und Fahrer verletzt werden.
CE-Norm EN 13634: Das Schutzklassensystem erklärt
Motorradstiefel gelten als persönliche Schutzausrüstung (PSA) und unterliegen der europäischen Norm EN 13634 – Hersteller dürfen Stiefel nicht als „Motorradstiefel" vermarkten, wenn diese Norm nicht erfüllt ist. Erkennbar sind zertifizierte Modelle an einem fest eingenähten Label mit einem Motorradfahrer-Piktogramm. Darunter finden sich vier Zahlenwerte, die jeweils Level 1 oder 2 erreichen können – höher ist besser:
- Schafthöhe (a): Wie weit der Stiefel das Bein bedeckt
- Abriebwiderstand (b): Schutz bei Rutschen über die Fahrbahn
- Schnittfestigkeit (c): Widerstand gegen scharfe Kanten
- Quersteifigkeit (d): Schutz vor seitlichen Kräften beim Sturz
Worauf kommt es bei Motorradstiefeln besonders an?
Motorradstiefel müssen an beanspruchten Stellen großen Belastungen standhalten und sollten deshalb besonders robust sein. Als bewährtes und hochwertiges Material hat sich Leder bei vielen Arten von Motorradschuhen durchgesetzt. Zunehmend werden jedoch auch hochwertige Textilobermaterialien eingesetzt – insbesondere bei Tourenstiefeln, wo wasserabweisende Membranen wie Gore-Tex oder ähnliche Technologien eine direkte Wasserdichtigkeit ohne zusätzliche Schicht bieten und dabei oft leichter und atmungsaktiver sind als reine Lederkonstruktionen. Insbesondere im Bereich der Zehen, der Ferse und des Knöchels sind Verstärkungen wichtig, damit die Stiefel gelegentliche Bodenkontakte auf dem Asphalt gut überstehen. Einige Modelle bieten sogar wechselbare Teile, wie zum Beispiel Zehenschleifer für sportlich orientierte Fahrerinnen und Fahrer. Außerdem ist eine Verstärkung im Vorfußbereich des linken Stiefels, die sogenannte Schaltverstärkung, ein wichtiges Detail.
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Schnallen, Klettverschlüsse und Ratschen sorgen für optimalen und sicheren Sitz (Bildquelle: dainese.com)
Welche Arten von Motorradstiefeln sind verfügbar?
Da es viele unterschiedliche Motorräder gibt, haben Hersteller ihre Motorradstiefel im Laufe der Zeit an die verschiedenen Bedürfnisse angepasst. Man unterscheidet im Wesentlichen vier Typen: Touren-Motorradstiefel, Sport-Motorradstiefel, City-Motorradstiefel und Offroad-Motorradstiefel.
Touren-Motorradstiefel – bequem für lange Strecken
Touren-Motorradstiefel gelten als Allrounder unter den Stiefeln. Sie sind meist aus schlichtem schwarz gefärbtem Leder oder hochwertigen Textilmaterialien gefertigt und verfügen über Reflektoren, die bei Dunkelheit die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit verbessern. Diese Stiefel lassen sich häufig unkompliziert per Klettverschluss oder Reißverschluss öffnen und an die Fußform anpassen. Sie sind ideal für lange Touren, eignen sich aber auch für den Alltag und bieten auch abseits des Bikes einen hohen Tragekomfort.Sport-Motorradstiefel – mit umfassendem Schutz
Sportstiefel sind im Vergleich zu Tourenmodellen häufig farbenfroher gestaltet und mit zahlreichen Verstärkungen versehen. Fahrerinnen und Fahrer von Supersportlern neigen dazu, mit dem Stiefel Bodenkontakt zu haben, weshalb sie verstärkten Schutz benötigen. Ein Sport-Motorradstiefel sollte vor allem Fersenschleifer und Schalthebelverstärkungen bieten. Belüftungsöffnungen sorgen für ein angenehmes Klima innerhalb des Schuhs. Das An- und Ausziehen sowie das Einstellen der Passform erfolgt hier meist durch Schnallen und Ratschen.
City-Motorradstiefel – trendige Boots für die Stadt
Wer im Stadtverkehr unterwegs ist und einen Stiefel sucht, der sowohl am Motorrad als auch im Alltag überzeugt, kann City-Motorradstiefel in Betracht ziehen. Diese Modelle sind oft an Choppern zu sehen und werden daher auch als Chopper Boots bezeichnet. Sie bestehen meist aus schwarzem oder braunem Leder und besitzen gegenüber anderen Varianten einen etwas niedrigeren Schaft. Während die Knöchel gut geschützt sind, bleibt der Schutz der Schienbeine begrenzt.
Offroad-Motorradstiefel – robust für Enduro- und Motocross-Einsätze
Für Motocross-Fahrer und Enduro-Enthusiasten sind Offroad-Motorradstiefel ideal geeignet. Diese Stiefel müssen sehr hohen Belastungen standhalten und punkten mit einem sehr hohen Schaft, der beste Stabilität bietet. Zahlreiche Protektoren schützen Knöchel, Ferse und Schienbein. Häufig sorgt eine Stahlkappe an den Zehen für zusätzlichen Schutz. Bei den Materialien kommt meist eine Kombination aus Leder und Kunststoff zum Einsatz.
City-Motorradstiefel verbinden Stil und Sicherheit optimal (Bildquelle: ixs.com)
Wie bewerten Tests und Erfahrungen Motorradstiefel?
Motorradstiefel werden regelmäßig in Fachmagazinen wie MOTORRAD, Motorrad News, Motorradfahrer oder Tourenfahrer geprüft. Besonders renommierte Hersteller wie Alpinestars und Daytona werden oft mehrfach von den Testerinnen und Testern unter die Lupe genommen. Dabei bewerten die Experten unter anderem den Tragekomfort sowie das Material der Boots. Die Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität sind in der Regel ebenfalls wichtige Kriterien. Kundenmeinungen bieten darüber hinaus wertvolle Einblicke, etwa ob die Stiefel bequem sind. Langzeiterfahrungen der Käuferinnen und Käufer geben oft Aufschluss über die Strapazierfähigkeit des Materials und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Motorradstiefel. Beim Kauf lohnt sich zudem ein Blick auf das eingenähte CE-Label: Level-2-Stiefel nach EN 13634 bieten nachweislich besseren Schutz als Level-1-Modelle.




























