Stärken
Schwächen
Rennradhelme müssen leicht sein – aber Gewicht allein reicht nicht. Wer einen guten Rennradhelm kaufen möchte, sollte vier Aspekte im Blick haben: Dämpfungseigenschaften, Rotationsschutz, Ausstattung und Tragekomfort.
Gewicht und Dämpfung
Für den Rennradsport gilt: Unter 300 Gramm ist gut, unter 250 Gramm sind viele aktuelle Topmodelle. Die Sicherheitsnorm EN 1078 ist gesetzlich vorgeschrieben, bildet aber nur die Mindestanforderung. Fachmagazine entdecken in Vergleichstests regelmäßig deutliche Unterschiede bei den Dämpfungseigenschaften zwischen Helmen, die formal alle die Norm erfüllen. Ein Blick auf Testergebnisse lohnt sich daher immer.Besonders wichtig ist inzwischen der sogenannte Rotationsschutz. Systeme wie MIPS (Multi-directional Impact Protection System), Kask's Wavecel oder POC's SPIN sollen die auf das Gehirn wirkenden Rotationskräfte bei schrägen Stürzen reduzieren. Aktuelle Rennradhelme der Mittel- und Oberklasse sind heute meist mit einer solchen Technologie ausgestattet. Stiftung Warentest hat in ihrem Rennradhelm-Test (6/2025) auf genau diese Eigenschaften geprüft.
Ausstattung und Extras
Verglichen mit MTB-Helmen sind Rennradhelme länglicher und aerodynamischer. Beim Kauf sollten Sie auf ein gut durchdachtes Belüftungssystem achten – stimmig angeordnete Schlitze verhindern den Hitzestau auf langen Sommertagen. Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit in der Dämmerung.Manche Hersteller statten Topmodelle mit einer breiten, meist einteiligen und abnehmbaren Sonnenbrille aus, die das gesamte Sichtfeld vor Wind und Regen schützt – bei hohem Tempo ein echter Vorteil. Wichtig beim Kauf außerdem: Achten Sie auf eine Crash-Replacement-Garantie. Damit rücken Hersteller nach einem Sturz ein neues Modell heraus, häufig für 50 % des Listenpreises.


























