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Ratgeber

Ratgeber zu Tablets ab 12''

Wo die Grenzen zum Ultrabook zerfließen

Acer W700Tablets erhält man derzeit primär in den drei Größenklassen mit 7, 8 und 10 Zoll Bilddiagonale. Die beiden ersten Größen gelten hierbei als die perfekten Wegbegleiter für unterwegs, während die 10-Zoll-Modelle eher für die heimische Couch-Nutzung oder als Arbeitsgeräte gedacht sind. Noch größere Tablets haben es dagegen bislang sehr schwer gehabt, da ihr Bauformat schlicht dem Mobilitätsgedanken zuwider läuft – insbesondere, da sie kaum noch bequem mit einer Hand gehalten werden können.

Renaissance dank (ansteckbarer) Hardware-Tastatur
Doch in jüngster Zeit erleben zumindest die Tablets der 12-Zoll-Klasse eine gewisse Renaissance. Das hängt mit dem Aufkommen von vollwertigen Hardware-Tastaturen für Tablets zusammen, die schlicht ans Gerät angesteckt werden können und dieses somit in eine Art kleines Notebook verwandeln. Plötzlich kann man mit einem Tablet auch ernsthaft arbeiten – etwa aufwendige Tabellen oder lange Texte entwerfen. Je nach Ausführung handelt es sich um ein Pad mit angesteckter Tastatur oder ein sogenanntes Convertible, bei dem die Tastatur fest mit dem Tablet verbunden ist (sie kann dann bei Nichtgebrauch auf den Rücken des Tablets umgeklappt werden).

Die Grenzen zum Ultrabook sind fließend
Von der Konzeption her ähneln diese Tablets sehr den Ultrabooks, wobei bei Letzteren die Tastatur allerdings stets fest mit dem Gerät verbunden ist. Während bei einem Ultrabook die Technik im Tastaturkorpus steckt, ist sie beim Tablet dagegen häufig im Bildschirm untergebracht, wenngleich es auch hier Ausnahmen gibt. Bei Modellen mit der Hardware im Bildschirm gibt es manchmal ein gewisses Schwerpunktproblem beim Balancieren auf den Knien – Tablets sollen halt eigentlich in der Hand gehalten werden. Es gibt aber auch Tablets, die genauso wie Ultrabooks aufgebaut sind und lediglich aufgrund schwächerer Hardware nicht diese Auszeichnung tragen dürfen.

Weniger leistungsstark, aber dafür leichter und somit mobiler
De facto könnte man viele 12-Zoll-Tablets in der Tat als etwas leichtere und weniger leistungsstarke Verwandte der Ultrabooks bezeichnen. Aufgrund der beschränkten Hardware kam hier auch häufig das abgespeckte Windows RT zum Einsatz, doch es gibt zunehmend Geräte mit vollwertigem Windows. Bei Letzteren ergeben sich aber häufig Probleme mit der Kühlung, der Prozessorleistung und beim Speicherplatz. Ultrabooks sind nicht zufällig fast durchweg doppelt bis dreimal so teuer – die engen Hardware-Vorgaben von Intel zahlen sich da aus.

Ungewöhnlich: Hier dominiert Windows, nicht Android
Trotzdem ist das 12-Zoll-Segment fast ausschließlich dem Microsoft-Betriebssystem vorbehalten. Android-Tablets finden sich hier vergleichsweise selten. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass Anwender, die bei einem schweren Tablet mit Tastatur zugreifen, primär das professionelle Arbeiten unterwegs im Auge haben – und nicht einfach nur das Surfen und Rumspielen mit Apps. Und hier bieten die Windows-Versionen mit Office und weiterer Software einfach die überlegenen Programme. Android-Tablets dieser Größenklasse werden daher auch in der Regel als Multimedia-Tablets für die gemeinsame Familien-Videoshow beworben und nicht als Arbeitsgeräte.