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Ratgeber

Ratgeber zu Tablets ab 12''

Tablets ab 12''

Eigenschaften von extragroßen Tablets auf einen Blick:

Plus:

  • Bildschirmgröße ideal für das Streaming von Filmen
  • Gute Übersichtlichkeit bei Office-Anwendungen
  • Meist starke Bildqualität
Minus:
  • Recht schwer und bei einhändigem Halten unbequem
  • Preiswerte Modelle bieten kein LTE fürs Internet unterwegs
  • Mäßige Ausdauer

Das Display im Vergleich: Unterschiede vor allem bei der Ablesbarkeit

Apple iPad Pro Produktwelt Mit Bluetooth-Tastatur und Bildschirmstift eröffnet ein großes Tablet wie das iPad Pro jede Menge kreative Optionen. (Quelle: Apple.com)

Im Grunde gibt es in der Klasse mit mindestens 12 Zoll Bildschirmgröße kaum noch Auswahl. Der Trend geht allgemein klar zum mobilen 8-Zoll-Tablet, weshalb aktuell vor allem noch Apple diese Produktkategorie bedient – mit gewohnt hochwertiger Hardware und mindestens ebenso hohen Preisen. Daneben gibt es nur noch ganz wenige kleine Hersteller, die an die Zukunft der Riesen-Tablets glauben. Das Display steht bei allen diesen Unternehmen im Fokus – was bei der prominenten Größe wenig verwunderlich ist.

Entsprechend kann sich die Bildqualität fast durchweg sehen lassen. Mit ganz wenigen Ausnahmen bewegen sich die Noten dafür im guten oder sogar hervorragenden Bereich. In der Regel wird mindestens die Full-HD-Auflösung geboten, alles darunter Gerät zum Pixelmatsch – den wir dann auch entsprechend abwerten. Wichtig ist aber nicht nur eine Mindestschärfe, wir bewerten auch die Farbdarstellung und die Kontrasttiefe und damit zusammenhängend, ob Schwarz auch wirklich als Schwarz dargestellt wird. Interessant ist, dass sich mittlerweile in dieser Klasse eine besonders lebendige Farbdarstellung durchgesetzt hat.

Das ist ein Zugeständnis an die häufigste Nutzungsform dieser Tablet-Riesen: den Filmgenuss. Hier bevorzugen die meisten Nutzer eher kräftige Farben als eine realistisch-blasse Farbdarstellung. Etwas weniger eindeutig sind die Ergebnisse bei der Betrachtung der Noten für die Lesbarkeit im Sonnenlicht. Hier erkennen wir einen doch deutlichen Qualitätssprung zwischen den Displays der Tophersteller wie Apple und Samsung oder den kleinen, billigeren Anbietern. Bei Letzteren ist die Blickwinkelstabilität nicht gegeben, zudem sind die Displays nicht entspiegelt und die Helligkeit der Anzeige ist ungleich verteilt. Nur die Topgeräte sind wirklich gut in der Sonne nutzbar.

Die Leistung: Klare Verhältnisse bei der Leistung, nicht so sehr beim Speicher

Bei der Schnelligkeit müssen sich alle Konkurrenten ganz klar den neueren iPads der Pro-Reihe geschlagen geben. Nur sie erreichen die Höchstnote, was an der perfekten Verschmelzung aus Hardware und Benutzeroberfläche bei Apple liegt. Die Benutzung ist trotz der im Vergleich zu kleineren iPads viel größeren Auflösung jederzeit butterweich und kann sogar jeweils aktuellen MacBook-Pro-Modellen Konkurrenz machen. Selbst starke Konkurrenten wie Samsung schaffen es da nicht ran und müssen sich Miniruckler vorwerfen lassen. Von den Geräten der 200-Euro-Klasse ist wenig zu erwarten. Hier ruckelt es, die Bedienung wirkt zäh.

Bunter wirkt die Gerätelandschaft hinsichtlich des Speicherplatzes. Das liegt zum einen daran, dass selbst die preiswerten Tablets heute recht viel internen Speicher bieten, zum anderen berücksichtigen wir in der Notenvergabe auch die Möglichkeit zur Nutzung von Speicherkarten und die Verteilung der einzelnen Speichervarianten. Und so kann selbst ein überlegenes Tablet wie das erste iPad Pro 12.9 in dieser Kategorie straucheln, wenn es nur in zwei Varianten mit sehr wenig oder sehr viel Speicher vorliegt und keine Speichererweiterung möglich ist. Dann wird der Besitzer nämlich gezwungen, für eine ordentliche Nutzerfahrung unnötig tief in die Tasche zu greifen.

Die Mobilität: Selbst die Besten der Großen schwächeln hier

Apple iPad Pro 12.9 (2015) Sehr groß und mit eher niedriger Ausdauer behaftet: die erste Version des iPad Pro 12.9 von 2015. (Quelle: Amazon.de)

Dass unsere Note für das Gewicht eines Tablets der Übergröße durchweg eher mäßig ausfällt, überrascht nicht? Sollte es aber! Denn wir bewerten nicht einfach stur das Gewicht, sondern setzen dieses auch in Relation zur Größe des Tablets. Konkret bedeutet dies, dass die Geräte dieser Größenklasse selbst für ihre Bauform immer noch ordentlich Gewicht mit sich herumschleppen – echte Leichtgewichte sind hier nicht zu finden, eine Zweihandbedienung ist Pflicht. Immerhin haben einige Anbieter wie Apple es geschafft, durch eine schlanke Bauweise trotzdem ein angenehmes Handling zu erzeugen.

Doch zur Mobilität gehört noch viel stärker die Internetfähigkeit des Gerätes. Wer ein Tablet kauft, will damit auch online gehen können – und sei es nur, um Filme auf den riesigen Bildschirm streamen zu können. Zu Hause reicht solides WLAN aus, der moderne Standard AC sollte aber mit an Bord sein, was wir neben der Empfangsqualität entsprechend in die Note einrechnen. Für unterwegs ist zudem ein Mobilfunkmodul mit LTE ratsam – das erlaubt den Internetzugang wirklich an jedem Ort, an dem man auch Handy-Empfang hat. Leider wird LTE bei den preiswerten Modellen stets als erstes eingespart, auch hier haben Platzhirsche wie Samsung und Apple wieder die Nase vorn.

Bei der Auswertung der großen Tablets mit mehr als 12 Zoll Bildschirmdiagonale fällt uns zudem auf, dass die Akkus selten mit denen der kleineren Modelle mithalten können – wirklich berauschende Nutzungszeiten gibt es hier nicht zu finden. Das liegt natürlich daran, dass die großen Displays viel Strom fressen und selbst größere Akkus diesen exponentiellen Anstieg schlecht kompensieren können. Leider gilt das sogar für Modelle mit schlechterem Display. Hier sparen die Hersteller dann ganz einfach auch beim Akku.