Die Stichsäge
Mit einer Stichsäge können unterschiedliche Materialien bearbeitet werden, neben Holz können auch dünne Metalle und Kunststoffe zugeschnitten werden. Zudem ist auch der Schnitt von Rundungen oder Freiformen möglich. Für sehr harte Materialien eignet sich eine Stichsäge aufgrund ihres filigranen Sägeblatts nicht.
Durch die feinen Sägeblätter einer Stichsäge können auch filigrane Sägearbeiten ausgeführt werden. Da die Blätter flexibel sind, passen sie sich dem Material und den Schnittformen sehr gut an. Allerdings vibrieren die Sägeblätter recht stark und brechen schnell. Um das zu verhindern beziehungsweise zu minimieren, verfügen viele Modelle über eine Rolle, die sich hinter dem Bereich des Sägeblatts befindet. Diese Rolle stützt das Sägeblatt, gibt ihm Stabilität und ermöglicht dadurch einen sauberen Schnitt.
Stichsägen gibt es mit verschiedenen Schnitttiefen und Leistungen. Je größer die Tiefe ist, desto stärkere Materialien können mit der Säge bearbeitet werden. Generell sollten mit einer Stichsäge nur Materialien bis zu 4 bis 5 Zentimetern gesägt werden. Die Leistung sollte für den Heimwerkerbereich um die 500 Watt betragen und sich möglichst stufenlos regulieren lassen.
Die Ausstattung
Für eine komfortable Bedienung sollte sich das Sägeblatt leicht auswechseln lassen. Während bei vielen Geräten der Sägeblattwechsel ohne Werkzeug vonstattengeht, muss man bei einfachen Modellen oft einen Imbusschlüssel bemühen. Das ist umständlich und kostet Zeit. Auch die Fußplatte sollte sich leicht verstellen lassen. Sie sollte horizontal verschoben werden können und sich auch in der Neigung verstellen lassen können. So ist es möglich, winklige Schnitte zu sägen. Modelle mit einer Auslaufbremse stoppen das Sägeblatt schneller, es läuft nicht so stark nach. Das erhöht die Sicherheit und verlängert zudem die Lebenszeit des Sägeblatts. Einige moderne Geräte verfügen zudem über einen Laser, der die Schnittlinie markiert und ein Anzeichen der Linie überflüssig macht. Geräte mit Gebläse pusten außerdem die Späne von der Linie.
Wer die Stichsäge nur selten benutzt, kann zu einem herkömmlichen Modell greifen. Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich jedoch der Kauf einer Pendelhub-Stichsäge. Sie bewegt sich nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts. So ermöglicht sie ein angenehmeres Arbeiten, da die anfallenden Späne sich nicht vor dem Sägeblatt sammeln und die Sicht auf den Schnitt nicht behindert wird. Zusätzlich ermöglicht eine Pendelhub-Stichsäge das Sägen von Tauchschnitten. Bei einer herkömmlichen Stichsäge muss dazu vorher ein Loch in das Material gebohrt werden.