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Ratgeber

Ratgeber zu 24-Zoll-Monitore

Jeder Dritte Kunde will einen

Ratgeber Monitore mit einer Bilddiagonalen von 24 ZollUmfragen haben ergeben, dass Monitore im 24-Zoll-Format zu den beliebtesten Geräten am Markt gehören – jeder Dritte Kunde wählt am Ende ein Modell aus diesem Segment. Die üppige Bilddiagonale von umgerechnet 61 Zentimeter kann sich zudem fast jeder leisten. Einsteigergeräte mit einer guten Qualität sind schon für unter 150 EUR zu haben. Doch bevor das Scheckheft gezückt wird, sollten ein paar Grundsatzfragen geklärt werden.

Seitenverhältnis 16:9
Kaufberatung Monitore mit einer Bilddiagonalen von 24 Zoll und dem Seitenverhältnis 16:9Die überwiegende Mehrheit aller 24-Zoll-Monitore weist ein Seitenverhältnis von 16:9 auf. Das Format wurde anfangs von den Herstellern als besonders „videofreundlich“ vermarktet, da sich im Gegensatz zu einem 16:10-Modell die Größe der schwarzen Balken am Rand bei der Wiedergabe von Filmen in Grenzen hält. Mittlerweile wurden auch die Produktionsstraßen der Display-Hersteller fast komplett auf dieses Format umgestellt mit der Folge, dass die Geräte durch die effiziente Massenproduktion immer erschwinglicher wurden. Modelle mit 16:9 dominieren nahezu alle Bildschirmgrößen ab 19 Zoll Bilddiagonale. Ähnliches ist in Bezug auf die Auflösung festzustellen. Noch vor nicht allzu langer Zeit war die aus dem TV-Bereich bekannte Full-HD-Auflösung (1.080p) nur den 24-Zoll-Monitoren vorenthalten, aktuell ist sie vom 22- bis zum 27-Zoll-Bereich zum Standard geworden. Ein 24-Zöller mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten ist dabei der beste Kompromiss bei den Bildschirmen über 22 Zoll. Denn Full-HD auf einem 22-Zöller führt dazu, dass Symbole und Schriften sehr klein ausfallen und die Displays daher für die Augen manchmal auf Dauer anstrengend werden – für Office-Anwendungen sind 22-Zöller mit der ehemals für sie typischen Auflösung 1.680 x 1.050 (16:10) daher die bessere Wahl. Im Multimediabetrieb dagegen profitiert man von der höheren Auflösung (1.080p) eines 24-Zöllers, da die Bilder detaillierter sind und mehr Bildinhalte dargestellt werden. Bei einem 27-Zoll-Monitor mit FullHD (16:9, also 1.080p) wiederum wird das Bild nur auf die größere Bilddiagonale gestreckt, Schriften und Symbole fallen daher größer aus.

Seitenverhältnis 16:10
Kaufberatung Monitore mit einer Bilddiagonalen von 24 Zoll und dem Seitenverhältnis 16:10Der letzte Aspekt leitet unmittelbar zu einem weiteren wichtigen Punkt über: Denn wer glaubt, auf einem noch größeren Bildschirm automatisch mehr Bildinhalte erkennen zu können, irrt sich, sofern es sich etwa um eine 27 Zöller mit lediglich Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080) handelt. Eine feinere Bildwiedergabe wird nämlich erst bei einer höheren Auflösung erzielt, die bei den 27-Zöllern bei 2.560 x 1.600 (16:10) beziehungsweise 2.560 x 1.440 (16:9) Bildpunkten liegt. Im 24-Zoll-Segment wiederum liefern diesen Mehrwert die Geräten mit einem Seitenverhältnis von 16:10. Denn dieses Format bietet nicht nur etwa drei Zentimeter mehr Bildfläche in der Höhe, sondern zugleich eine höhere Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Ein 24-Zöller mit dem Seitenformat von 16:10 ist daher die bessere Wahl, wenn bei der Nutzung des Bildschirms mindestens einer der beiden Aspekte im Mittelpunkt steht:

1. Der Bildschirm soll hauptsächlich für Office-Anwendungen, also etwa für Textdokumente oder Tabelle, verwendet werden. In diesem Fall stehen drei Zentimeter mehr Bild- und Arbeitsfläche in der Höhe zur Verfügung als bei einem 16:9-Modell mit dem Effekt, dass zum Beispiel A4-Dokumente im Originalformat dargestellt werden – was bei 16:9 nicht so ist. In Texten oder Tabellen sowie auf Internetseiten muss also weniger gescrollt werden. PDFs wiederum lassen sich ebenfalls 1:1 wiedergeben, so dass in ihnen nach Belieben bei voller Seitenansicht geblättert werden kann. Viele Hersteller versehen aufgrund der besseren Eignung des 16:10-Formats für den Büroeinsatz die Monitore zusätzlich mit einem flexiblen Standfuß, der eine Höhenverstellbarkeit des Displays erlaubt. Dies hat ergonomische Vorteile, da der Bildschirm mit einem Handgriff jederzeit auf die Sitzposition beziehungsweise den Blickwinkel des Betrachters ausgerichtet werden kann.

2. Der Monitor wird für Bildberarbeitung genutzt, wichtig ist hier eine möglichst detaillierte Wiedergabe der Bildinhalte. In diesem Fall kommt dem Benutzer die gegenüber 16:9 größere Auflösung zugute (1.200 statt 1.080 Pixel). Zudem sollte auf eine hochwertige Display-Technik gesetzt werden. Im Kommen sind zum Beispiel Monitore mit einem IPS-Panel, das eine bessere Farbwiedergabe und höhere Einblickwinkel garantiert als ein Modell mit einem TN-Panel (siehe Ratgeber „Paneltechnologie“). Aber Vorsicht: Einige 16:10-Modelle haben Schwierigkeiten, andere/kleinere Format 1:1 wiederzugeben, ein Aspekt, der etwa bei Videos eine große Rolle spielt. Stattdessen wird das Format auf 16:10 hochskaliert, was zu Verfälschungen führt, etwa zu in die Höhe gestreckten Körpern.

Wer daher für den Multimedia-Betrieb, vorrangig natürlich für Videos und Co, auf Nummer sicher gehen will, greift zu einem 16:9-Modell oder sollte sich vor einer endgültigen Entscheidung mit Hilfe von Testergebnisse darüber informieren, ob das Objekt seiner Wahl die 1:1-Wiedergabe anderer Format klaglos beherrscht.