Blu-ray-Player Kinoqualität im Wohnzimmer
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Hervorragende Bilddarstellung
- Unterstützung von hochauflösenden Tonformaten (HD-Audio)
- Wiedergabe von Video-DVDs sowie Audio-CDs möglich
- Abspielen von Fotos, Videos und Musik über USB-Anschluss
- Häufig, wenn auch nicht immer, mit Netzwerkfunktionen ausgerüstet
- Teilweise Skalierung bis UHD
Blu-ray-Player überzeugen mit erstklassiger Bild- und Tonqualität, während Streaming-Anbieter häufig mit stärkerer Komprimierung bei Filmen und Serien Einbußen haben. Was genau leisten Blu-ray-, 3D-Blu-ray- und UHD-Blu-ray-Player im Detail?
Optimale Bildqualität über HDMI
Sie spielen neben 2D- und teilweise 3D-Blu-ray-Discs auch DVDs ab. Dabei skaliert der Player die Standardauflösung einer Video-DVD, nämlich 576i oder 576p, auf 720p oder 1080i/p hoch. Hierbei empfiehlt sich der HDMI-Ausgang, da der analoge Komponentenausgang – sofern vorhanden – das Signal maximal in Halbbildauflösung (1080i) ausgibt. Die höchste Bildqualität erzielen Sie also über HDMI. Zudem geben Blu-ray-Player das Bild nicht nur mit 1080p bei 60 Frames pro Sekunde wieder, sondern bieten alternativ auch die kinoübliche Bildrate von 24 Vollbildern pro Sekunde (1080/24p). Für eine flüssige Wiedergabe des 24p-Signals benötigen Sie einen Flachbildfernseher, der dies unterstützt. Moderne Geräte schaffen Skalierungen bis zu 3840 x 2160 Pixel (UHD bzw. 4K) oder geben UHD-Blu-ray-Discs wieder – ideal, wenn Sie einen Ultra-HD-Fernseher ab 48 Zoll besitzen, die inzwischen weit verbreitet sind. Zusätzlich werden verschiedene HDR-Formate wie HDR, HDR10+ und Dolby Vision unterstützt.
Verlusterfreien HD-Ton gibt es nur von der Blu-ray-Disc
Im Unterschied zur DVD unterstützen Blu-ray-Discs moderne HD-Tonformate. Dazu zählen verlustbehaftete Varianten wie Dolby Digital Plus und DTS-HD High Resolution. Zudem stehen zwei verlustfrei komprimierende Surround-Formate zur Verfügung: Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Auch die 3D-Surround-Formate Dolby Atmos und DTS:X sind mittlerweile verbreitet. Früher wurden diese Surround-Signale vom Blu-ray-Player analog über sechs bis acht Cinch-Anschlüsse an den Verstärker ausgegeben. Dank HDMI können Sie die HD-Tonformate nun als unveränderten Bitstream über ein einziges Kabel übertragen, wenn Ihr AV-Receiver die passenden Decoder besitzt. Dekodierung und Digital-Analog-Wandlung übernimmt so das leistungsfähigere Gerät. Haben Sie aber einen Player ohne analogen Mehrkanalausgang und einen AV-Receiver ohne entsprechende Decoder, erfolgt die Ausgabe als komprimierter PCM-Mehrkanalton per HDMI. Über den optischen oder koaxialen Digitalausgang sind PCM-Tonspuren nur noch in Stereo möglich.
Was bietet mein Blu-ray-Player darüber hinaus?
Moderne Blu-ray-Player punkten nicht nur mit exzellenter Bild- und Tonqualität, sondern auch durch zahlreiche Zusatzfeatures: Bild-in-Bild oder Bonus View steht für eine Funktion, die Videokommentare oder andere Video-Extras parallel zum Film abspielt – wirklich weit verbreitet hat sich das allerdings nicht. Fast alle Modelle unterstützen zudem BD-Live, mit dem Sie zusätzliche Inhalte wie Dokus, Trailer oder Spiele über das Internet zur Blu-ray laden können. Die meisten Player unterstützen außerdem selbst gebrannte BD-Rohlinge von Blu-ray-Brennern. Einen weiteren Standard stellt die Wiedergabe von komprimierten Multimedia-Dateien über USB-Speichermedien dar, etwa einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Viele Geräte ermöglichen auch die Anbindung per LAN oder WLAN ins Heimnetzwerk, um Medien von lokalen Servern zu streamen, wie beispielsweise von einer NAS-Festplatte. Außerdem kann man bei einigen Modellen auf Online-Dienste wie YouTube, Netflix oder Maxdome zugreifen. Einen smarten Fernseher ersetzen Blu-ray-Player mit ihren Funktionen allerdings nicht.




































