Das Wichtigste auf einen Blick:
- Praktisch für Podcaster, Interviewer und Video-Blogger unterwegs
- Anschluss per TRRS-Klinke, Lightning oder USB-C – Letzteres heute Standard
- TRS-Klinkenstecker nur mit TRRS-Adapter am Smartphone nutzbar
- Richtmikrofone fokussieren auf die frontale Tonquelle, blenden Umgebung aus
- Lavaliermikrofone am Kragen – flexibler, aber mehr Umgebungsgeräusche
- Windschutz, Halterungen und Clips oft bereits im Lieferumfang enthalten
Smartphones liefern heute Foto- und Videoaufnahmen, die in puncto Qualität längst mit professionellen Kameras mithalten können. Doch beim Ton gibt es weiterhin Schwächen. Wer mit dem Smartphone schnell und unkompliziert Videos erstellen möchte und dabei nicht auf guten Klang verzichten will, sollte den Einsatz eines externen Handy-Mikrofons in Betracht ziehen. Solche Mikrofone verbessern den Sound erheblich und lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Typen und deren Vor- und Nachteile.
Shure bietet mit dem Motiv MV88+ Video Kit ein Komplettset mit allem nötigen Zubehör an. Das Mikrofon lässt sich zudem mit zwei Richtcharakteristiken betreiben – Niere und Acht. (Bildquelle: amazon.de)
Wie und wo wird ein Handy-Mikrofon angeschlossen?
Viele externe Handy-Mikrofone verfügen über einen Klinkenstecker, der entweder direkt in die entsprechende Buchse des Smartphones gesteckt oder mittels Adapter verbunden wird. Zudem gibt es zahlreiche Modelle, die sich per USB-C anschließen lassen – dies ist heute der gängigste Anschluss, da USB-C sowohl bei aktuellen Android-Smartphones als auch bei iPhones ab Generation 15 üblich ist. Ältere iPhones bis zur 14. Generation hingegen nutzen den Lightning-Anschluss. Entsprechende Mikrofone oder Adapter sind dafür erhältlich. Kabellose Systeme wie das DJI Mic oder das Røde Wireless GO arbeiten mit eigenen Empfängern (USB-C oder Lightning), die einfach in das Handy gesteckt werden, sodass keine zusätzliche Buchse am Gerät nötig ist.Wichtig: Klinkenstecker an Mikrofonen funktionieren mit Handys nur, wenn sie die TRRS-Bauform besitzen. Solche Stecker haben vier Kontaktbereiche, getrennt durch drei schwarze Ringe. Klinkenstecker mit nur drei Segmenten und zwei Trennlinien sind TRS-Stecker, deren Signal vom Smartphone nicht verarbeitet wird. Einfach zu beheben ist das mit einem TRS-zu-TRRS-Adapter, der das Signal korrekt weiterleitet. In der untenstehenden Abbildung sind beide Steckerformen zu sehen.
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Welche Mikrofontypen gibt es?
Richtmikrofone fokussieren auf den Ton von vorne. Tests zeigen immer wieder, dass sowohl Verarbeitung als auch Klangqualität sehr hochwertig sind. Separate Batterien sind bei diesen Mikrofonen meist nicht nötig. Ein kleiner Nachteil ist der gerichtete Fokus (Nieren- oder Supernierencharakteristik): Sie müssen direkt in das Mikrofon sprechen. Wenn Sie sich zu weit wegbewegen oder den Kopf vom Mikrofon abdrehen, kann das Signal ganz oder teilweise verloren gehen. Hintergrundgeräusche werden hingegen fast vollständig ausgeblendet – je nach Anwendung kann das ein Vor- oder Nachteil sein.Lavaliermikrofone sind winzige Ansteckmikrofone, die sich schnell per Clip am Hemdkragen befestigen lassen und sehr flexibel sind. Sie nehmen Töne aus allen Richtungen auf und bleiben auch beim Bewegen am Träger haften. Allerdings sollten Sie auf das Kabel achten, da es sich bei starken Bewegungen vom Handy lösen kann. Lavaliermikrofone arbeiten mit der Kugel- oder omnidirektionalen Charakteristik und erfassen somit die gesamte Umgebung um das Mikrofon. Je nach Einsatz ist das erwünscht oder eher störend. Wer die Umgebungsgeräusche lieber vermeiden möchte, greift besser zum Richtmikrofon.
Die meisten Handy-Mikrofone werden über einen Klinkenstecker angeschlossen, der in TRRS-Bauweise vorliegen muss. Das erkennt man an den drei schwarzen Trennlinien, wie links dargestellt. TRS-Klinkenstecker (rechts) lassen sich aber per Adapter in TRRS umwandeln. (Bildquelle: amazon.de)
Aufsteckmikrofone sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, von Stereo-Modellen wie dem Zoom iQ7 bis hin zu Richtmikrofonen mit Nierencharakteristik wie dem Rode VideoMic Me, der mittlerweile in Klinken-, Lightning- und USB-C-Versionen angeboten wird. Beim Kauf sollten Sie beachten, dass Lightning-Modelle nur mit Apple-Geräten bis iPhone 14 kompatibel sind, während USB-C-Varianten sowohl mit aktuellen Android-Handys als auch iPhones ab Generation 15 funktionieren. Aufsteckmikrofone sitzen meist sicher, nicht zuletzt dank oft beiliegender Zusatzhalterungen.
Kabellose Mikrofone haben sich zuletzt stark weiterentwickelt und sind für viele Content Creator heute das Mittel der Wahl. Systeme wie das DJI Mic 2 oder Røde Wireless GO bestehen aus einem am Körper getragenen Sender und einem kompakten Empfänger, der direkt per USB-C oder Lightning ins Smartphone gesteckt wird. Das ermöglicht maximale Bewegungsfreiheit ohne lästige Kabel, teils mit Reichweiten von über 200 Metern. Viele moderne Geräte verfügen zudem über integrierte Speicher sowie automatische Pegelregelung. Reine Bluetooth-Mikrofone ohne eigenen Empfänger sind nach wie vor eine Randerscheinung, da Audioqualität und Latenz für professionelle Zwecke oft nicht ausreichen.







