Das Wichtigste auf einen Blick:
- Effektive Kontrolle des tatsächlichen Stromverbrauchs
- Über Fernsteuerung oder Zeitsteuerung Stromzufuhr an Endgeräte lenken
- Bei offenen Smart-Home-Lösungen: auf Matter-Unterstützung achten
- Kann auch zur Überwachung von Balkonkraftwerken eingesetzt werden
- Nur hochwertige (und teurere) Modelle messen auch Energieverbrauch im Stand-by-Modus
- Für erfahrene Anwender: Modelle mit Funktionen wie Jahresverbrauch oder Speicherfunktion
Stromkostenmessgeräte mit Statusanzeige garantieren den besten Komfort. (Bildquelle: amazon.de)
Steigen Ihre Stromkosten trotz aller Sparmaßnahmen weiter an? Könnte sich ein versteckter Verbraucher im Haushalt verstecken? Dann ist ein Stromkostenmessgerät genau das Richtige: Dieses praktische Gerät wird einfach zwischen Steckdose und Verbraucher gesteckt und ermittelt den tatsächlichen Stromverbrauch – auch im Stand-by-Modus. So lässt sich beispielsweise überprüfen, ob der neue Kühlschrank wirklich so energiesparend ist, wie versprochen, oder ob der PC-Monitor im Standby-Modus zum Stromfresser wird.
Erweiterte Funktionen von Stromkostenmessgeräten
Intelligente Schaltsteckdosen sind aktuell sehr gefragt. Mit ihnen lässt sich dank Fernsteuerung oder Zeitsteuerung die Stromzufuhr effizient steuern, wodurch erhebliche Einsparungen möglich sind. So können nachts beispielsweise Fernseher und andere Geräte automatisch vom Stromnetz getrennt werden. Viele smarte Steckdosen bieten zudem die Möglichkeit, den Stromverbrauch zu messen oder zu protokollieren und stellen die Daten in einer App dar. Da smarte Steckdosen meist nicht viel teurer sind als einfache Stromkostenmessgeräte, sind sie für clevere Verbraucher oftmals die attraktivere Alternative. Wer sein Smart Home mit einer offenen Plattform wie Home Assistant oder einer einheitlichen Gerätesteuerung betreibt, sollte auf Modelle mit Matter-Unterstützung achten: Seit Version 1.3 des Matter-Standards können kompatible Steckdosen Energiedaten wie Watt-Leistung und kWh-Verbrauch in Echtzeit an das Smart-Home-System übertragen und ermöglichen so ein vollständiges Energie-Dashboard im Haushalt.Neues Einsatzgebiet: Balkonkraftwerke überwachen
Ein inzwischen weit verbreitetes Anwendungsgebiet für Strommessgeräte ist die Überwachung von Balkonkraftwerken (Mini-Photovoltaikanlagen). Wer sein Balkonkraftwerk per Schuko-Stecker einspeist, kann ein Strommessgerät einfach zwischenschalten und so den erzeugten Strom direkt ablesen. Das hilft nicht nur bei der Kontrolle der Anlage und der Früherkennung von Leistungseinbußen, sondern ermöglicht auch eine genaue Berechnung der tatsächlichen Ersparnis. Achten Sie in diesem Fall auf Modelle, die auch eingespeisten Strom (negative Leistungsrichtung) korrekt erfassen können – nicht alle Standardmessgeräte sind dafür ausgelegt. WLAN-Steckdosen mit Energiemessung bieten hier den Vorteil einer kontinuierlichen App-Auswertung, ohne das Gerät regelmäßig ablesen zu müssen. Für den Außeneinsatz sollte das Gerät mindestens die Schutzklasse IP44 aufweisen.Günstige Modelle haben Schwächen bei der Erfassung von Standby-Verbrauch
Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Strommessgeräte für jede Anwendung geeignet sind. Preiswerte Geräte erfassen vor allem den aktiven Verbrauch von Stromverbrauchern, während der Energieverbrauch im Stand-by-Modus oft ungenau oder gar nicht gemessen wird. In Tests mit Monitoren betrugen die Abweichungen zwischen günstigen und hochwertigen Messgeräten teils über 15 Watt. So zeigte ein günstiges Gerät beispielsweise einen Verbrauch von 20 Watt an, während ein hochwertiges nur 4 Watt gemessen hat. Solche erheblichen Unterschiede können selbst bei der Erfassung des aktiven Verbrauchs zu falschen Ergebnissen führen, die dann kaum nutzbar sind. Beachten Sie außerdem den Eigenverbrauch des Messgeräts selbst: Laut einem Test des c't-Magazins verbrauchten handelsübliche Strommessgeräte zwischen 0,3 und 1,1 Watt – dauerhaft angeschlossen summiert sich das auf bis zu 9 kWh im Jahr, was die tatsächliche Ersparnis schmälert.Mehr Funktionen erleichtern die Beurteilung
Smarte Steckdosenadapter wie der FRITZ!DECT 200 messen ebenfalls den Energieverbrauch. (Bildquelle: amazon.de)
Hochwertigere Strommessgeräte gehen über die reine Verbrauchserfassung hinaus und projizieren zum Beispiel den Jahresverbrauch oder zeigen Parameter wie Stromstärke, Spannung und Frequenz an. Diese Messwerte ermöglichen es erfahrenen Anwendern, die Zuverlässigkeit der Messergebnisse besser einzuschätzen – gerade bei der Beurteilung von Netzteilen sehr hilfreich. Außerdem verfügen viele Modelle über eine Speicherfunktion, sodass die Werte erhalten bleiben, auch wenn das Gerät vom Netz getrennt wird.


























