Das Wichtigste auf einen Blick:
- Per WLAN mit smartem Lautsprecher koppelbar
- Ermöglichen Fernsteuerung älterer Geräte ohne Smart-Funktion
- Ideal zum Stromsparen
- Einige Modelle mit Strom-Messfunktion
Smarte Steckdosen mit integriertem Stromzähler sind besonders hilfreich, um den tatsächlichen Energieverbrauch zu erfassen und gezielt zu reduzieren. (Bildquelle: amazon.de)
Mit einer intelligenten Steckdose lässt sich nahezu jedes Gerät aus der Ferne ein- und ausschalten. Hochwertige Modelle bieten zudem Funktionen zur Analyse von Stromverbrauch und Nutzungszeiten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie solche Produkte in Tests bewertet werden, welche Funkstandards es gibt und welche Geräte sich besonders gut steuern lassen.
Worauf achten Fachmagazine bei Tests smarter Steckdosen?
Smarte Steckdosen fungieren als Zwischenstecker, die zwischen das zu steuernde Gerät und die normale Steckdose gesteckt werden. Bei Testberichten liegt der Schwerpunkt meist auf der Zuverlässigkeit der Funkverbindung zur Steuerzentrale. Da solche Zwischenstecker idealerweise im gesamten Haus verteilt sein sollen, nutzen sie meist das 2,4-GHz-WLAN-Band, das zwar störanfälliger, aber deutlich reichweitenstärker ist als das 5-GHz-Band. Für smarte Steckdosen ist die Reichweite und Verbindungsstabilität entscheidender als die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Fehlfunktionen werden häufig durch mangelhafte WLAN-Abdeckung verursacht.Auch die einfache Einrichtung spielt eine wichtige Rolle für gute Testergebnisse. In der Regel bauen smarte Steckdosen zunächst ein eigenes WLAN-Netzwerk (Access Point) auf, über das man per App das gewünschte WLAN-Passwort eingibt, damit sich die Geräte verbinden. Besonders unkompliziert geht dies über WPS: Durch Betätigen der WPS-Taste am Zwischenstecker und Router wird die Verbindung automatisch eingerichtet. Matter-zertifizierte Modelle lassen sich oft noch einfacher einrichten – per QR-Code-Scan direkt in eine kompatible Smart-Home-App. Ein positiver Eindruck entsteht zudem, wenn die dazugehörige App benutzerfreundlich und übersichtlich gestaltet ist.
Hin und wieder legen Tests erhebliche Sicherheitslücken offen: So stellte die c't in ihrem Vergleich fest, dass ein Produkt nicht nur das heimische WLAN offenlegt, sondern auch ohne ersichtlichen Grund mehrere Server, unter anderem in China, ansteuert. Solche Mängel beeinflussen die Bewertung deutlich. Auch bei günstigen No-Name-Produkten, die auf Cloud-Diensten asiatischer Anbieter basieren, empfiehlt sich ein kritischer Blick auf Datenschutz und Datensicherheit.
Welche Funkstandards gibt es?
Das Angebot smarter Steckdosen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ausdifferenziert. Neben klassischen WLAN-Modellen sind heute folgende Funkstandards verbreitet, zwischen denen Käufer bewusst wählen sollten:WLAN (2,4 GHz) ist der am weitesten verbreitete Standard. Diese Modelle benötigen keinen separaten Hub und lassen sich direkt ins Heimnetzwerk einbinden. Der Nachteil: Bei vielen gleichzeitig verbundenen Geräten kann das WLAN-Netz belastet werden, und die Reaktionszeiten auf Befehle sind etwas länger als bei spezialisierten Smart-Home-Protokollen.
Zigbee ist ein stromsparendes Mesh-Protokoll, das speziell für Smart-Home-Anwendungen entwickelt wurde. Zigbee-Steckdosen benötigen eine kompatible Bridge (z. B. die Philips Hue Bridge oder einen Amazon Echo der neueren Generation als Hub). Dafür sind sie effizienter und belasten das WLAN-Netz nicht.
Matter ist der seit 2022 etablierte, herstellerübergreifende Smart-Home-Standard, der von Apple, Google, Amazon und Samsung gemeinsam getragen wird. Matter-zertifizierte Steckdosen funktionieren mit allen großen Plattformen – egal ob Apple Home (Siri), Google Home, Amazon Alexa oder Samsung SmartThings. Viele Matter-Geräte nutzen zusätzlich das Thread-Protokoll für besonders stabile und energieeffiziente Verbindungen; Thread ersetzt dabei als Mesh-Netzwerk das WLAN. Matter gilt als richtungsweisender Standard für neue smarte Steckdosen und wird von immer mehr Herstellern unterstützt, darunter Shelly, TP-Link (Tapo), Meross und Eve.
DECT ULE (bei AVM FRITZ!DECT-Modellen) nutzt das Funkprotokoll moderner Schnurlostelefone und ist besonders zuverlässig und abhörsicher, setzt jedoch eine kompatible FRITZ!Box voraus.


























