Das Wichtigste auf einen Blick:
- Typ 1: Wasserkocher mit Temperatureinstellung und Filtersieb
- Typ 2: nach dem Vorbild einer Kaffeemaschine
- Typ 2: Kapselmaschinen mit Teefunktion
Tee lässt sich auf unterschiedlichste Weise zubereiten. Neben den traditionellen Methoden wie dem manuellen Aufguss in der Teekanne oder der Nutzung eines Samowars hat das digitale Zeitalter auch Teemaschinen hervorgebracht. Diese Geräte sollen den Aufbrühvorgang erleichtern oder beschleunigen und gleichzeitig die optimale Temperatur einstellen – beispielsweise 60 bis 75 Grad Celsius für weiße und grüne Tees oder 95 Grad für schwarzen Tee. Grundsätzlich unterscheidet man drei grundlegende Typen von Teeautomaten für den Hausgebrauch.
Mehr als ein smarter Wasserkocher
Teemaschinen bieten mehr als ein herkömmlicher Wasserkocher, indem sie voreingestellte Ziehzeiten von unter einer Minute bis zu zehn Minuten gewährleisten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Rommelsbacher TA 1400, der zu den bewährten Klassikern in dieser Kategorie zählt.
Rommelsbacher TA 1400
Optimalerweise zieht der Automat nach Ablauf der Ziehzeit das Teesieb automatisch aus der Kanne – so etwa beim Gastroback Gourmet Tea Advanced Automatic. Alternativ bieten einige Wasserkocher mit Teefunktion Signaltöne, die an das Erreichen der richtigen Temperatur sowie das Ende der Ziehzeit erinnern und so das Herausnehmen des Teesiebs erleichtern. Moderne Geräte sind oft mit einer Warmhaltefunktion ausgestattet, die sich nach einiger Zeit selbst abschaltet. Zunehmend verbreitet sind darüber hinaus Modelle mit App-Anbindung: Per Smartphone lassen sich Temperatur und Ziehzeit vorab einstellen, sodass der Tee fertig ist, sobald man ihn braucht.
Inspiriert von der Kaffeemaschine
Andere Teeautomaten arbeiten ähnlich wie Kaffeemaschinen. Das Wasser wird separat auf die passende Temperatur erwärmt, anschließend in regelmäßigen Intervallen durch ein integriertes Teesieb gepumpt und der aufgebrühte Tee nach Ablauf der Ziehzeit in die Kanne gefüllt. Eine Heizplatte sorgt dabei dafür, dass der Tee länger warm bleibt.
Teemaschine im Kaffeemaschinen-Stil
Hochwertige Modelle ermöglichen zudem, bevorzugte Kombinationen von Wassertemperatur und Ziehzeit zu speichern, sodass sie mit nur einem Knopfdruck abrufbar sind – das spart Zeit und erhöht den Komfort. Manche Geräte verfügen auch über eine Zeitvorwahlfunktion. Die bisher genannten Maschinen sind vor allem für Vieltrinker geeignet, die größere Mengen von bis zu etwa 1,5 Litern zubereiten möchten. Doch es gibt auch kompaktere Alternativen.
Kapselmaschine – schnell, aber mit Abstrichen
Eine weitere Art von Teeautomaten umfasst Kapselmaschinen, die das Prinzip der schnellen Kaffeezubereitung adaptieren. Dabei wird analog zu Kapselkaffeemaschinen eine Kapsel in das Gerät gelegt, das Wasser auf Knopfdruck aufheizt. Die Maschine passt die Temperatur und Ziehzeit automatisch an die jeweilige Teeart in der Kapsel an und befördert den fertigen Tee direkt in die Tasse. Diese Methode ist zwar die schnellste, bietet jedoch nur begrenzten aromatischen Genuss. Abgesehen vom Verpackungsmüll, den jede Tasse produziert, sind die Folgekosten im Vergleich zur einfachen und ebenso schnellen Teebeutelzubereitung relativ hoch. Der Kapselmarkt für Tee hat sich in den letzten Jahren zudem deutlich ausgedünnt: Einige Anbieter haben ihr Tee-Kapselsortiment eingestellt oder stark reduziert, weshalb die Verfügbarkeit von Kapseln je nach Modell vor dem Kauf geprüft werden sollte. Wer dennoch auf Kapselkomfort setzt, findet bei Anbietern wie Teekanne mit der Tealounge ein bewährtes System – und sollte darauf achten, ob der Hersteller auch kompostierbare oder nachfüllbare Kapseln anbietet, um den Müll zu reduzieren.
Teekanne Tealounge
Form folgt Funktion
Viele Hersteller setzen bei ihren Teeautomaten auf Glas und Edelstahl – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern weil diese Materialien den ursprünglichen Geschmack des Tees besser bewahren. Kunststoffkannen können speziell bei hohen Temperaturen Fremdaromen abgeben, was die Teequalität beeinträchtigt. Beim Kauf lohnt sich daher ein Blick auf die verwendeten Materialien, besonders bei den Teilen, die direkt mit dem heißen Wasser in Berührung kommen.Zeit ist Geld – und Nachhaltigkeit zählt
Wer seine Tea Time kurz halten möchte, sollte beim Kauf auf eine hohe Wattleistung achten, damit das Wasser schneller erhitzt wird – die Leistungsspektren bewegen sich hier zwischen etwa 600 und 2.200 Watt. Energiebewusste Nutzer schätzen hingegen eine gute Isolierung von Wasserbehälter und Kanne, da so weniger Energie verloren geht und Strom gespart wird – ein Aspekt, der angesichts gestiegener Energiepreise zunehmend an Bedeutung gewinnt. Nicht zuletzt achten Nutzer beim Kauf einer Teemaschine auch darauf, wie einfach die Reinigung ausfällt: Modelle, bei denen Teeportionierer, Deckel und Kanne spülmaschinenfest sind, erleichtern die Pflege erheblich.Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte zudem auf Geräte achten, die mit losem Tee statt Kapseln oder Einwegbeuteln arbeiten. Losen Tee zu verwenden ist nicht nur umweltschonender, sondern ermöglicht auch ein deutlich breiteres Geschmackserlebnis. Einige Hersteller bieten inzwischen auch Ersatzteile wie Teesiebe oder Kannendeckel separat an – ein Zeichen für Langlebigkeit und Reparierbarkeit, das beim Kauf positiv zu werten ist.
























