Wasserkocher mit Temperatureinstellung Die besten Kocher für Tee-Fans und Babynahrung
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Für Grün-, Weiß- und Schwarztee ideal, da perfekte Temperatur einstellbar
- Temperaturwahl spart Strom und Zeit
- Einstellung von 40 °C bei der Zubereitung von Babynahrung nur bei einigen Milchpulvern zu empfehlen
Nicht alle Lebensmittel vertragen es, mit kochend heißem Wasser übergossen zu werden. So reagieren gewisse Teesorten wie grüner oder weißer Tee äußerst empfindlich, wenn sie mit sprudelndem Wasser in Kontakt kommen. Das Ergebnis: Sie setzen Bitterstoffe frei, die den Tee unter Umständen ungenießbar machen. Auch Kaffeepulver zählt dazu. Wird es mit 100 °C aufgebrüht, wird der Kaffee unnötig bitter. Für die manuelle Zubereitung oder die French Press empfehlen Kaffeekenner Temperaturen um 93-94 °C. Hier kommen Wasserkocher mit Temperaturvorwahl ins Spiel. Diese Geräte, die mittlerweile breit vertreten sind, ermöglichen es, das Wasser exakt auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen.
Thermometer überflüssig: Die besten Wasserkocher mit Temperaturregler erleichtern den Alltag
Tee- und Kaffeeliebhaber kennen das Prozedere: Mit Thermometer bewaffnet warten sie neben dem Wasserkocher, schalten ihn aus, bevor das Wasser kocht, und messen dann umständlich die Temperatur – oft heißt es länger warten, bis die perfekte Zieltemperatur erreicht ist.
Hersteller haben früh erkannt, dass eine Funktion großen Nutzen bringt: die Temperaturvorwahl. Die Technik dahinter ist simpel. Ein Temperaturfühler vergleicht die aktuelle Wassertemperatur mit der eingestellten Zieltemperatur und stoppt das Erhitzen automatisch, sobald beide Werte übereinstimmen.
Doch oft sind die Herstellerangaben zu optimistisch. Fachmagazine stellten in Praxistests durch genaue Messungen fest, dass die Temperaturgenauigkeit nicht immer einwandfrei ist. Abweichungen nach oben oder unten kommen häufig vor. Im ungünstigsten Fall erreicht die Differenz bis zu 10 %. Ein Wasserkocher mit Temperaturvorwahl hat bislang keine hundertprozentig exakte Zieltemperatur im Test erzielen können.
Nach Vergleichen zahlreicher Geräte mit Temperaturvorwahl gilt bei Experten die Faustregel, dass Sie eine Temperaturgenauigkeit von rund 95 % erwarten können. Diese Angabe ist aber statistisch zu verstehen. Wer ganz genau auf die voreingestellte Temperatur angewiesen ist, sollte mit einem Thermometer nachmessen.
Trotz dieser fast üblichen Abweichungen spart ein Temperaturregler Zeit, insbesondere bei Temperaturen deutlich unter 100 °C. Wie soll man bei etwa 80 °C erkennen, wann der Kochvorgang gestoppt werden muss? Einfacher ist es, den Wasserkocher auf diese Temperatur einzustellen und die Einheit nur kurz zur Kontrolle zu messen – das schont Zeit und Nerven.
Komfort pur: Wasserkocher, die die Temperatur halten können
Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Temperaturregler um eine weitere praktische Funktion ergänzt wurde – die Warmhaltefunktion. Je nach Modell hält der Wasserkocher die eingestellte Wassertemperatur bis zu 30 Minuten, manche Premiumgeräte sogar bis zu zwei Stunden.
Welche Temperatureinstellungen bieten Wasserkocher mit Vorwahl und wie funktionieren sie?
Es haben sich zwei Arten der Temperatureinstellung etabliert. Die Voreinstellung erfolgt entweder an der Basisstation des Wasserkochers. Nachteil: Solche Geräte brauchen mehr Platz auf der Küchenarbeitsplatte. Ist der Platz begrenzt, empfiehlt sich ein Modell mit Temperaturregler direkt im Griff.
Die Auswahl der Temperatur erfolgt bei aktuellen Geräten meist per Tastendruck, mechanische Schieberegler sind selten. Dabei gibt es zwei Varianten: Vorgefertigte Temperaturtasten sind praktisch, wenn es in der Küche schnell und unkompliziert gehen soll. Alternativ müssen Sie die Temperatur mit Plus- und Minustasten anpassen, was bei niedrigeren Temperaturen unter 100 °C umständlicher wird. Diese Lösung bietet aber oft eine feinere Abstufung der Temperaturen, z.B. in 5-°C-Schritten.
Rechnen Sie außerdem mit unterschiedlichen Temperaturbereichen. Manche Wasserkocher bieten Einstellungen von 25 bis 100 °C, andere lediglich von 75 bis 100 °C. Achten Sie auch auf die Zwischenstufen: Manche Geräte überspringen einzelne Temperaturstufen ohne ersichtlichen Grund. Überlegen Sie vor dem Kauf gut, welche Temperaturspanne Sie hauptsächlich benötigen, das erleichtert die Auswahl.
Hilfreiche, aber manchmal auch überflüssige Zusatzfunktionen bei Wasserkochern mit Temperaturregler – speziell für Familien mit Babys
Manche Hersteller scheinen großen Spaß an Spielereien zu haben: So gibt es immer mehr Wasserkocher mit Temperaturvorwahl, die eine Anzeige der aktuellen Wassertemperatur im Innenraum bieten – ein nettes Feature für alle, die das Aufheizen beobachten wollen.
Viel nützlicher sind jedoch Sondertasten, zum Beispiel für die ideale Kaffeetemperatur (93 bis 94 °C) oder die Babynahrung-Funktion. Letztere schaltet den Wasserkocher bei ca. 40 °C ab. Das liegt nah am idealen Wert von 37 °C für Babymilch. Allerdings gibt es Einschränkungen: Viele Milchpulversorten lösen sich nur bei Temperaturen von 50 bis 60 °C gut auf. Bei zu niedrigen oder höheren Temperaturen können Klümpchen entstehen. Wasserkocher mit 40-°C-Voreinstellung eignen sich daher vor allem für leicht verrührbares Milchpulver.
Außerdem sollte Wasser für Babynahrung immer zuvor abgekocht werden, um Keime und Schadstoffe zu eliminieren. Optimal ist hier die Abkochfunktion. Sie erhitzt das Wasser auf 100 °C und lässt es dann auf etwa 40 °C abkühlen.
Diese Abkochfunktion ist allerdings selten eingebaut. Als Alternative können Sie mit zwei Gefäßen arbeiten: einer Thermoskanne mit heißem, bereits abgekochtem Wasser zum Anrühren, und einer Flasche mit kaltem, abgekochtem Wasser zum Verdünnen.
Aus welchem Material sollten Wasserkocher bestehen?
Um den Kontakt des Wassers mit Schadstoffen und Weichmachern zu minimieren, sind Wasserkocher aus Glas oder Edelstahl empfehlenswert. Zwar enthalten auch sie zum Teil Kunststoffanteile, reduzieren jedoch den direkten Kontakt mit dem Wasser deutlich. Kunststoffmodelle sind dennoch einen Blick wert: Die Stiftung Warentest konnte keine gesundheitlich bedenklichen Schadstoffe nachweisen.
Wie sicher sind Wasserkocher in Haushalten mit Kindern?
Für Familien mit kleinen Kindern ist Produktsicherheit besonders wichtig. Wasserkocher sollten gut isoliert sein, vor allem am Griff und am Behälter. Modelle mit doppelwandigen Behältern bieten den besten Hitzeschutz: Die Innenseite ist meist aus Kunststoff, außen liegt eine Schicht Stahlblech. Geräte mit reinem Glas- oder Edelstahltank werden außen schnell heiß und bergen somit ein höheres Verbrennungsrisiko. Wer niedrigere Temperaturen verwendet, beispielsweise für grünen oder weißen Tee, vermindert diese Gefahr zusätzlich.



































