Gardena Motorsensen & Rasentrimmer Bewähren sich auf der Fläche, zeigen Defizite in Engstellen
Stärken
Schwächen
Im Test zuverlässig gut: Warum schafft Gardena es aber nicht an die Spitze?
Gardena-Rasentrimmer schneiden in Tests fast immer mit der Note „Gut" ab, zum Beispiel der Accu-Trimmer ComfortCut Li-18/23R und der Turbotrimmer AccuCut 450Li. Dass es beide nicht auf ein „Sehr gut" bringen, ist, wie auch bei anderen Modellen des Herstellers, zumeist auf den unsauberen Ecken- und Kantenschnitt zurückzuführen – trotz drehbarem Kopf und Rasenkantenschneidfunktion. Dabei liegt gerade in dieser Disziplin der große Vorteil von handlichen und mobilen Rasentrimmern gegenüber den Mähern, die über den Rasen geschoben werden müssen.
Auf der Rasenfläche bringen die Geräte von Gardena ein gutes Mähergebnis, wobei den Typen mit Kunststoffmessern im Testbericht häufiger ein unsauberer Schnitt attestiert wird als den Werkzeugen mit Nylonfäden. Beide Schneidsysteme wiederum lassen sich weder von längerem Gras oder Pflanzen mit dickeren Stängeln, etwa Sauerampfer, bremsen. An verdichteten Stellen, die eine kraftvolle Bearbeitung erfordern, erhöht sich die Drehzahl zusätzlich. Durchweg positiv bewerten Prüfer die Ergonomie und die komfortable Handhabung der Geräte. Verstellmöglichkeiten in der Höhe sorgen für eine bequeme Arbeitsposition und beugen Ermüdungserscheinungen vor – ein Pluspunkt. Große Handgriffe, Führungsräder und Schutzbügel sorgen für eine präzise, entspannte Handhabung vor allem an Rasen oder Beetkanten. Gut erreichbare Bedienelemente und Hebel ergänzen die üblicherweise vorhandene Standardausstattung im Trimmersortiment von Gardena.
Pro und Contra: Strom oder Akku?
Gardena bietet beides. Die strombetriebenen Elektromotoren sind in der Regel durchzugsstärker als die der Akkugeräte. Dieser Unterschied fällt beim Rasentrimmen aber nicht allzu sehr ins Gewicht. Vielmehr gilt es, die Geräteart passend zum geplanten Einsatzbereich auszuwählen. Stromkabel beispielsweise schränken den Arbeitsradius von vornherein ein. Akku-Rasentrimmer im Allgemeinen sind unabhängig von Steckdosen und punkten mit guten Laufzeiten von rund einer Stunde und mehr. Integrierte Ladezustandsanzeigen weisen rechtzeitig darauf hin, wann die Batterien wieder aufgeladen werden müssen. Ein weiterer Vorteil der Akkugeräte gegenüber ihren kabelgebundenen Kollegen: Sie sind leiser.
Das Schneidsystem: Geschmacksache oder Qualitätsurteil?
Ob Kunststoffmesser oder Fadenspule: Das Schneidsystem verschleißt generell schnell. Die meisten Akkugeräte von Gardena verfügen über Kunststoffklingen, die sich mit der Länge ihres Gebrauchs natürlich abnutzen. Ihre Haltbarkeit ist auch abhängig vom Anwendungsbereich. Zwar können die Messer problemlos langes Gras und stabiles Unkraut schneiden. Dieser Einsatz verursacht aber auch Kerben im Material, in denen sich Halme und Pflanzenstiele verfangen können. Der dann notwendige Klingenwechsel ist einfach und schnell erledigt. Der Preis für die Gardena-Messer liegt im Mittelfeld aller Hersteller. Wem die Präzision des Grasschnitts besonders am Herzen liegt, wählt gemäß des Expertenrats am besten ein Gardena-Modell mit Fadenkopf.


















