Soundbar-Lautsprecher (Bildquelle: BobrinSKY / shutterstock.com)

Soundbars: Kleine Riegel, großer Klang

Druckvolle Bässe und einen knackigen Sound gibt es nur mit passendem Resonanzkörper. Beides können die flachen TVs von heute nicht bieten. Die schmale Lösung kommt in Riegelform, kuschelt sich unauffällig vor den Fernseher und heißt Soundbar. Welche passt zu Ihrem Heimkino?

Gute Leistung für wenig Geld

Wer den Klang im Heimkino verbessern will, denkt TV und externes Soundsystem zusammen. Ist der Platz begrenzt, bieten sich Soundbars an. Positiv: Selbst günstige Geräte leisten gute Arbeit, wie unsere Grafik beweist. Sie zeigt die durchschnittlichen Testnoten der Soundriegel nach Preisklasse – schon Soundbars bis 200 Euro schneiden mit einer Durchschnittsnote von 2,22 ordentlich ab. Guten Sound für kleines Geld bieten etwa die Polk Audio Signa S2 und die Denon DHT-S216.

Durchschnittsnoten zeigen: Gut muss nicht teuer sein!

Soundbars: Notendurchschnitt je Preisklasse Datengrundlage: Notendurchschnitt bei Soundbars je Preisklasse

Soundbars: Platz in der kleinsten Hütte

JBL Bar 9.1 vor weißem Hintergrund Guten Klang, Dolby Atmos und Funksubwoofer hat die Bar 9.1 von JBL im Gepäck. (Bildquelle: jbl.com)

Zugegeben: Brachialen Kinosound, wie ihn 5.1-Surround-Anlagen liefern, können Sie von Soundbars nicht erwarten. In Räumen mit wenig Stellfläche bieten die Riegel dennoch eine gute Alternative und verbessern den TV-Klang deutlich. Achten Sie darauf, dass Dialoge verständlich wiedergegeben werden und der Bassbereich nicht zu kurz kommt. Gut schneiden beispielsweise die Canton Smart Soundbar 9 und die Teufel Cinebar Ultima ab. Teurer, dafür im Klang noch einen Tick besser und mit Dolby Atmos, ist die Bang & Olufsen BeoSound Stage.

Schon allein leisten die Klangriegel solide Arbeit, wie auch die Harman /Kardon Citation Multibeam 700 zeigt. Streben Sie nach mehr, bieten sich Sets aus Soundbar und Subwoofer an. Der externe Subwoofer sorgt für richtig tiefe Bässe, gibt dem Sound mehr Kraft und Volumen. Bedenken Sie aber, dass eine separate Bassbox Platz braucht. Bei der Platzierung gilt außerdem: Kabelgebundene Subwoofer lassen sich nicht so flexibel aufstellen wie solche, die per Funk mit der Soundbar kommunizieren.

Soundbars ohne externen Subwoofer

Soundbars mit externem Subwoofer

Auf die Ausstattung kommt es an

Eine Fernbedienung, Bluetooth für Musik vom Smartphone und ein USB-Anschluss sind auch im unteren Preisbereich drin, zumindest in vielen Fällen. Auf WLAN und ein Display zur vereinfachten Bedienung müssen Sie hingegen meist verzichten. Ausnahmen wie die DSB 2000 von Grundig oder die SL4Y von LG bestätigen – im Hinblick auf das Display – die Regel.

Wer mehr will, muss tiefer in die Tasche greifen: Für den Anschluss von Laptop, Spielekonsole und Blu-ray-Player sollten genügend HDMI-Eingänge bereitstehen – am besten kombiniert mit einem HDMI-Ausgang samt Audiorückkanal (ARC oder eARC), über den Sie das Tonsignal des Fernsehers in bester Qualität empfangen. Praktisch: Soundbars wie die Canton Smart Soundbar 10 oder die Sonos Beam (Gen 2) können mit Drahtlos-Boxen zu einem Mehrkanal-System erweitert werden.

Noch ein Highlight und sehr komfortabel: Soundbars mit Multiroom-Unterstützung – etwa die Teufel Cinebar Lux oder das Soundbar-Subwoofer-Set Sony HT-ZF9 – lassen sich per WLAN mit weiteren Multiroom-Lautsprechern vernetzen. So können Sie Ihre Musik auf Knopfdruck im ganzen Haus abspielen, synchron oder in jedem Raum etwas anderes.

Qual der Wahl: Soundbar oder Soundbase?

Canton DM 60 Soundbase vor weißem Hintergrund Sound gibt die Soundbase DM 60 von Canton gut aus - praktische HDMI-Anschlüsse fehlen leider. (Bildquelle: canton.de)

Eine Soundbase ist schmaler, dafür tiefer und in der Regel höher als eine Soundbar. Das prädestiniert sie als Stellfläche für den Fernseher, spart in einigen Fällen also Platz. An anderer Stelle sind Soundbars eventuell praktischer: Sie können vor den Fernseher gelegt oder an der Wand montiert werden. Zudem scheinen Soundbars wesentlich gefragter zu sein als Soundbases, weshalb Sie hier von einer breiteren Produktpalette ausgehen dürfen. In beiden Fällen sollten Sie beachten, dass ein integrierter Subwoofer nie so viel Kraft aufbringen kann wie ein externes Gerät. Satten Tiefbass gibt es also nur im Austausch für Stellfläche.

Die besten Soundbases

von Kirsten Holst

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