Computer Bild prüft Musikdienste (2/2014): „Kaufen oder mieten?“

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Unter Musikfans herrscht ein Glaubenskrieg: Die einen wollen ihre Musik unbedingt besitzen und kaufen sie auf CDs oder per Download, für die anderen ist die Riesenauswahl bei Streaming-Diensten wie Spotify oder Napster wichtiger. Doch beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Welche das sind, zeigt der Test von sechs Streaming- und fünf Download-Diensten. ...

Was wurde getestet?

Auf dem Prüfstand befanden sich insgesamt elf Online-Musikdienste. Dabei wurden sechs Streamingdienste und fünf Downloaddienste betrachtet. Es wurde 4 x die Endnote „gut“, 4 x „befriedigend“ und 3 x „ausreichend“ vergeben. Bei den Streamingdiensten betrachtete man folgende Kriterien: Größe des Angebots, Kosten, Funktionen, Bedienung sowie Kundenfreundlichkeit und Sicherheit. Die Downloadportale wurden anhand der Kriterien Angebotsgröße, Downloadkosten, Shopqualität, Bedienung und Kundenfreundlichkeit / Sicherheit benotet.

Im Vergleichstest:
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6 Streamingdienste im Vergleichstest

  • Spotify Musik-Streaming-Dienst

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Ja

    „befriedigend“ (2,70) – Testsieger

    „Spotify kombiniert ein üppiges Angebot mit der einfachsten Bedienung und der größten Auswahl an passenden Endgeräten. Die Gesamtnote ‚gut‘ verfehlte der Dienst nur wegen einiger Schwächen bei Datenschutz und AGB sowie automatischen Abo-Verlängerungen.“

    Musik-Streaming-Dienst

    1

  • Google Play Music All-Inclusive

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Nein

    „befriedigend“ (3,28)

    „Newcomer-Tipp: Hier gibt’s die größte Auswahl, eine einfache Bedienung - und es lässt sich sogar die eigene Musiksammlung hochladen. Perfekt ist der Dienst aber noch nicht, denn die Abspielmöglichkeiten sind spärlich: Browser, Android- und Apple-Handys - das war's.“

    Play Music All-Inclusive

    2

  • simfy Streaming-Dienst

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Ja

    „befriedigend“ (3,49)

    „Das Musikangebot ist nicht berauschend, aber noch okay. Die Bedienung ist so einfach wie beim Testsieger, der Funktionsumfang dagegen geringer: So kann der Kunde insgesamt nur drei Geräte an den Dienst koppeln. Unproblematisch: Datenschutz und AGB.“

    Streaming-Dienst

    3

  • Juke Musik-Flatrate

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Nein

    „ausreichend“ (3,53)

    „Für die Rahmenbedingungen gab's gute Noten: Das Angebot ist recht umfangreich, im Kleingedruckten lauern keine Fallen, und die Tarife sind okay. Leider klaffen Lücken bei Bedienung und Funktionen. Beispiel: Ein Programm für den PC fehlt, darum ist dort kein Offline-Modus möglich.“

    Musik-Flatrate

    4

  • Napster Music-Flatrate

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Nein

    „ausreichend“ (3,56)

    „Der ehemalige Platzhirsch (auch als Rhapsody oder MTV Music vermarktet) hat sich nach hinten verkrochen. Ein vergleichsweise schmales Angebot, ein teures Mini-Abo und mittelmäßige Soundqualität sorgten für Punktabzüge. Immerhin lässt sich Napster auf vielen Geräten abspielen.“

    Music-Flatrate

    5

  • Ampya Musik-Streaming-Dienst

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Ja

    „ausreichend“ (4,06)

    „Riesiges Angebot (sogar mit Musikvideos), faire Tarife: Damit punktete Ampya. Die größten Schwachpunkte: Beim mobilen Streaming ließ sich die Datenrate nicht wählen – und der Dienst übertrug persönliche Daten unverschlüsselt. Dafür gab's eine Abwertung.“

    Musik-Streaming-Dienst

    6

5 Downloaddienste im Vergleichstest

  • Amazon MP3

    • Typ: Download, Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Ja

    „gut“ (2,27) – Test-Sieger

    „Mit hauchdünnem Vorsprung holt Amazon den Testsieg: Die Auswahl ist üppig, und der Versandriese meisterte fast alle Anforderungen im Test. Die Bedienung ist meist einfach und intuitiv, der Download und Import in Medienbibliotheken wie iTunes klappt reibungslos. Für ganze Alben ist aber eine Download-Software nötig, die manchmal etwas hakelig ist.“

    MP3

    1

  • Apple iTunes Music Store

    • Typ: Download

    „gut“ (2,28)

    „Wer gerne iTunes und Apple-Geräte verwendet, für den ist dieser Shop meist ohnehin erste Wahl. Er hat die größte Auswahl, und für Fehlkäufe bietet Apple sogar eine unkomplizierte Rückgabe an - klasse. Nur die Bedienung könnte noch etwas besser werden, gerade für Nicht-Apple-Nutzer. Zudem sollte der Kunde stets auf den Preis schauen, denn der iTunes-Store ist oft etwas teuer.“

    iTunes Music Store

    2

  • Google Play Music

    • Typ: Streaming;
    • Kostenloses Angebot: Ja

    „gut“ (2,28)

    „Der Musikdienst von Google hat sich gemausert, vor allem die Auswahl ist inzwischen riesig. Die Qualität der Musik ist hoch, und die Preise sind vergleichsweise günstig. Zudem klappt die Bedienung - wie bei Google üblich - einfach und bequem. Super: Der Dienst bietet einen kostenlosen Internetspeicher für 20 000 Titel aus der eigenen Musik-Sammlung.“

    Play Music

    2

  • Media Markt Musikdownloadshop

    „gut“ (2,41)

    „Wer seine Musiktitel am liebsten zum Niedrigstpreis kauft, ist mit dem Angebot von Media Markt gut bedient. Das Angebot ist aber nur durchschnittlich, wer spezielle Musikinteressen hat, wird oft nicht fündig. Die Musikdateien sind qualitativ hochwertig, dafür sind Bedienung und Hilfebereich teils etwas unübersichtlich und fummelig. Vorbildlich: die AGB und Datenschutzbestimmungen.“

    Musikdownloadshop

    4

  • T-Online Musicload

    • Typ: Download

    „befriedigend“ (2,92)

    „Die Telekom trennt sich vom schwächelnden Dienst Musicload ... Auf etwaige Übernahmekandidaten warten gleich mehrere Baustellen: Im Vergleich zu den anderen Kandidaten ist die Auswahl bei Musicload zu gering, und die Preise sind deutlich zu hoch. Zwar gibt's auch Schnäppchen, aber die sind sehr rar. Seine größten Stärken zeigt Musicload beim Service.“

    Musicload

    5

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