Tachometer oder Hightech-Trainingspartner
Moderne Fahrradcomputer messen schon lange nicht mehr nur die Geschwindigkeit, sondern sind dazu in der Lage, eine Unmenge an Daten zu erheben. Vor dem Kauf sollte daher genau überlegt werden, welche Daten für den persönlichen Gebrauch wirklich sinnvoll sind – und zwar allein schon aus Kostengründen.
Einfache Fahrradcomputer sind nämlich bereits zwischen 10 und 70 Euro zu haben. Sie dokumentieren Tempo (Durchschnitts-, Maximal-, Minimal-Geschwindigkeit), gefahrene Kilometer sowie Fahrzeit. Qualitätskriterien sind Größe und Ablesbarkeit des Displays (auch mit Fahrradbrille!) sowie eine einfache und komfortable Bedienung. Modelle, die an zwei verschiedenen Rädern eingesetzt werden können, sind für Paare/Familien attraktiv.
Die Übertragung der Daten zwischen dem an der Radgabel angebrachten Sensor und dem eigentlichen Fahrradcomputer erfolgt entweder kabelgebunden oder per Funk. Dabei sind die meisten aktuellen kabellosen Modelle so gut wie gar nicht mehr störanfällig gegenüber elektromagnetischen Feldern (wie z.B. Hochspannungsmasten) oder Interferenzen mit anderen Fahrradcomputern, wie dies vormals noch der Fall war.
Die Anschaffung eines Fahrradcomputers mit einem komplexeren Funktionsumfang hingegen lohnt sich für Sportler oder sportlich ambitionierte Radfahrer, die ihre Touren im Nachhinein zu Trainingszwecken auswerten. Die zu Preisen ab ungefähr 100 Euro erhältlichen Geräte messen zusätzlich Trittfrequenz (Extrasensor an der Tretkurbel notwendig), Steigungen/Gefälle beziehungsweise Höhenmeter sowie eventuell sogar das Drehmoment. In Kombination mit einem Brustgurt zeigen sie auch die Herz-/Pulsfrequenz an – eine Grundvoraussetzung für ein effektives Training. Die Auswertung der Daten erfolgt nach dem Auslesen am PC über eine spezielle, nicht selten recht komplexe Trainingssoftware, die je nach Leistungsumfang sogar das Erstellen von Trainingsprofilen erlaubt, mit denen der Fahrradcomputer anschließend wieder gefüttert werden kann.
Die neueste Entwicklung sind Fahrradcomputer, die den Radgabel-Sensor durch ein GPS-Modul ersetzen. Der GPS-Empfang ist bei den meisten Modellen recht stabil, kann aber in schwierigem Gelände mitunter trotzdem abbrechen. Praktisch: Einige Modelle lassen sich mit einem Armband zur Sportuhr umfunktionieren. Angesichts von Preisen zwischen 150 und 400 Euro sind sie daher vor allem dann eine Überlegung wert, wenn mehrere Sportarten ausgeübt werden.
Einfache GPS-Fahrradcomputer beherrschen zwar nicht die Navigation, zeichnen jedoch die Route auf. Eine Alternative sind Outdoor-GPS-Geräte mit Navifunktion. Ihr Nachteil liegt in der relativ kurzen Akkulaufzeit von ein paar Stunden, während die Batterie eines GPS-Fahrradcomputers meistens monatelang durchhält. Generell sind sowohl GPS-Fahrradcomputer als auch Outdoor-Navis bei Fahrern beliebt, die über Internetportale Routen austauschen möchten, denn mit den Navis lassen sich die Routen sogar nachfahren.