Schneeketten

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Ratgeber zu Schnee-Ketten

Typen und ihre Eigenschaften

Wenn der Winter mit aller Macht hereinbricht, können selbst die besten Winterreifen an ihre Grenzen stoßen. In Tiefschnee oder auf blankem Eis geht schnell gar nichts mehr, trotz der teuren Pneus. Für solche Situationen gibt es Schneeketten, die dem Reifen helfen sollen, einen besseren Grip auf dem kalten Boden zu erzielen. Doch welche Schneekette ist das richtige Modell für den eigenen Wagen? Schließlich gibt es die guten Stücke in allen möglichen Ausführungen und Preisklassen.

Grundsätzlich kommt es zunächst einmal auf die passende Größe an. Wie auch die Reifen selbst werden Schneeketten daher mit einem Code für ihre Größe versehen. Dieser setzt sich zusammen aus der Reifenbreite und der Höhe in Millimetern, sowie dem Felgendurchmesser in Zoll (Beispiel 205/45-16). Diese findet man auch auf der Flanke seines Reifens wieder. Die beiden Angaben sollten also zwingend übereinstimmen. Von Ketten, die auf mehrere Reifengrößen passen, sollte dagegen eher Abstand genommen werden.

Denn sie sitzen oftmals nicht optimal und sorgen daher kaum für einen verbesserten Grip. Aus diesem Grund sind auch die diversen Systeme zum Aufstecken wenig hilfreich. Sie sollen sich zwar schnell montieren lassen, erfordern aber teils viele Vorarbeiten und sitzen recht locker. Am besten wird zu den handelsüblichen Schneeketten mit Seilring-Standmontage gegriffen. Ihre Funktionsweise ist erprobt, sie sind günstig und sie eignen sich auch für moderne Fahrzeuge mit geringen Freiräumen zwischen Rad und Radkasten.

Kreuz- statt Y-Ketten

Allzu günstig sollte es allerdings nicht werden: Einige Billigheimer setzen noch auf sogenannte Y-Ketten, bei denen die Lauffläche ein querliegendes „Y“ bildet. Sie haben jedoch sehr unruhige Fahreigenschaften und eignen sich nur für sehr kurze Strecken bei niedriger Geschwindigkeit – zum Beispiel innerhalb einer Ortschaft. Ansonsten sollte zu Spurkreuzketten gegriffen werden, deren Lauffläche aus quer verlaufenden Antriebsketten und längst verlaufenden Spurketten besteht. Sie bieten eine optimale Verbindung aus Vortrieb und Spursicherheit.

Generell gilt: Je engmaschiger eine Kette ausfällt, desto besser sind die Fahreigenschaften. Allerdings steigt damit auch das Risiko, dass sich Schnee in den Zwischenräumen festsetzt und die Wirkung der Schneekette wieder aufhebt. Daher sollten insbesondere engmaschige Ketten mit freibeweglichen Elementen ausgestattet sein, die den Schnee wieder herausschlagen können. Ketten mit Greifstegen wiederum bieten zusätzlichen Grip, kosten jedoch teils erheblich mehr und gehen auf Kosten der Lenkgenauigkeit.

Autor: Janko

Produktwissen und weitere Tests zu KFZ-Schneeketten

So lassen Sie Schnee & Kälte wirklich kalt FREIE FAHRT 8/2013 - Jedes angetriebene Rad kann Seitenführungs-, Vortriebs- und Verzögerungskräfte aufbauen, die sich zueinander indirekt proportional verhalten. Beispiel: Ein blockierendes Rad rutscht unlenkbar geradeaus. Hier hilft ABS: Die Räder blockieren nicht und bleiben lenkbar. Ein heckgetriebenes Fahrzeug wird auf Schnee zwar zuerst leicht untersteuern, im Grenzbereich jedoch mit den Hinterrädern seitlich ausbrechen, also übersteuern.

Rasselbande promobil 12/2013 - Aber auch hier wird die schützende Zinkschicht zerstört. Ketten, Reifen und Straße leiden. Also, bei schneefreier Bahn Ketten so schnell wie möglich runter. Welche Kette ist nun die beste? In Sachen Traktion und Haltbarkeit hat klar die neue, auch gewerblich nutzbare, relativ teure RUD Star Track die Nase vorn. Guten Grip, ruhigen Lauf und einfachste Montage bietet schon die deutlich günstigere, auch auf Allrad-Pkw nutzbare Pewag Servo SUV.

Leise rieselt der Schnee Heimwerker Praxis 1/2013 (Januar/Februar) - Ist dieser ausreichend motorisiert, kann er meist mit einem Schneeräumschild ausgerüstet werden. Damit wird das Räumen dann wieder zum Vergnügen. Fräsen Wenn es heftig schneit und die Schneehöhe das übliche Maß übersteigt, sind die klassischen Räummethoden schnell an ihre Grenzen gelangt.

Fast alle Ketten spuren Auto Bild 49/2008 - Preiswert Die Schneekette lässt sich einfach auflegen, der Haken zum Spannen ist sehr klein und fummelig. Wird zu hektisch aufgelegt, rutscht die Kette aus der Arretierung. Kunststoff zum Schutz von Alurädern Die Schneekette lässt sich einfach auflegen, beim Nachspannen nervte der fummelige kleine Haken zum Spannen. Gute Fahreigenschaften Die Schneekette lässt sich einfach auflegen, beim Nachspannen nervte der fummelige kleine Haken zum Spannen. Sehr stabil.

Rasselbande Reisemobil International 1/2017 - ASR und ESP setzen im dümmsten Fall die Effizienz der Schneeketten herab. Tipp: deaktivieren! Es sei denn, der Fahrzeughersteller rät in der Betriebsanleitung davon ab. Niemals Schneeketten mit Sommerreifen kombinieren. Insbesondere bei Bergabfahrten haben dann Fahrzeuge mit der kettenlosen Achse kaum Traktion. Entweder lässt sich das Fahrzeug nicht präzise lenken, oder das Heck überholt beim Anbremsen von Kurven.

Trockenübung ratsam Konsument 11/2016 - Für größere Limousinen und schwerere SUVs sind auch Systeme mit Spannbügel und Greifarmen verbreitet; manchmal ist die Montage kinderleicht (Thule Easy-fit) und manchmal benötig man sogar Werkzeug dafür (Thule K-Summit). Sogar die chinesischen Billigketten namens Lescars sind brauchbar, sie sind aber extrem rostanfällig.

„Spuren im Schnee“ - Schnellmontagesysteme mit Radadapter test (Stiftung Warentest) 11/2004 - Achtung: Wer Schneeketten auf die Antriebsachse eines sommerbereiften Autos aufzieht, handelt sich ein gefährliches Fahrverhalten ein. Beim heckgetriebenen Fahrzeug fehlt die Lenkstabilität der Vorderräder in den Kurven, beim frontgetriebenen wird das Bremsen bergab zum Problem, weil die sommerbereifte Hinterachse dabei zum Ausbrechen neigt. Die besten Ergebnisse auf Schnee sicherten der Pewag Sportmatik den ersten Platz unter den guten Seilketten im Test.

„Spuren im Schnee“ - Schneeketten test (Stiftung Warentest) 11/2004 - Fahren Sie mit Schneeketten nicht schneller als 50 km/h. Nehmen Sie die Ketten auf trockener zwar in der Handhabung, boten aber nur wenig Traktion – besonders auf Schnee. Die AutoSock (90 Euro) ist als Anfahrhilfe bestenfalls in der Ebene zu gebrauchen. Im Test war auf Eis und Schnee sogar der nackte Winterreifen besser.

Stahlketten liegen vorn beim Schneeketten-Vergleich Bei einem Schneeketten-Test des ADAC bewiesen Stahlketten einmal mehr, dass sie das Nonplusultra sind, wenn es darum geht, das Fahrzeug trotz Schnee und Eis in die Gänge zu bringen. Testsieger wurde die Thule CL-10 , da sie auch einfach zu montieren war. Ein besonders günstiges und trotzdem gutes Modell ist auch die Ottinger Maxi GS . Die alternativen textilen Traktionshilfen rangieren in der Qualität dagegen immer noch hinter den Stahlketten. Immerhin noch „befriedigend“ erschien den Testern das Modell Easy Grip von Michelin.

Von den Socken CARAVANING 12/2010 - SCHNEEKETTEN, Traktionsmatten oder neuartige textile Autosocks - was im Winter wirklich weiterhilft und worauf Sie beim Fahren achten müssen. Testumfeld: Im Test waren fünf Traktionshilfen.

Acht Modelle im Praxischeck - Nur zwei Ausrutscher Jetzt kann sogar ein schneereicher Winter kommen! Bei einem Test der Zeitschrift „Auto Bild“ mit acht Schneeketten fielen nur zwei Modelle durch die Wertung und mussten sich mit der Note „ausreichend“ zufrieden geben. Fünf Schneeketten dagegen schnitten mit „gut“ ab. Testsieger wurde die RUD compact easy2go plus.

Alpin Minitest ALPIN 2/2010 - Die Bewertungskriterien waren Funktion und Design.

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Schneeketten für Autos

Schneeketten in Form von Antriebsketten auf der Antriebsachse verhindern das Durchdrehen der Räder, während Spurketten auf die Räder der Lenkachse montiert werden, um dem Fahrzeug eine gewisse Spursicherheit zu verleihen. Üblicherweise werden bei PKWs beide Kettentypen verwandt. Elektronische Fahrhilfen beeinträchtigen aber den Wirkungsgrad von Schneeketten. Wenn Schnee im Winter die Straßen bedeckt, sind Schneeketten für das Auto unverzichtbar. Aus gehärtetem Stahl gefertigt, dienen sie als Rollwiderstand auf glatten Straßen. Sie sind in Netzform angeordnet und werden in Antriebketten und Spurketten unterschieden. Die Antriebsketten werden auf der Antriebsachse montiert und verhindern ein Durchdrehen der Räder. Die Spurketten werden dagegen auf der Lenkachse montiert und geben den Rädern eine Längsführung. Dadurch wird ein seitliches Wegrutschen verhindert. Für PKWs und LKWs wird vorwiegend eine Kombination aus Antriebs- und Spurketten genutzt. Die Schneekette kann sowohl fest als auch locker angebracht werden. Lockere Ketten bieten eine bessere Selbstreinigungskraft, wogegen festere Ketten die Oberfläche des Reifens weniger beschädigen. Diese Variante wird auch bevorzugt verwendet. Bei Fahrzeugen mit ESP oder ASR sollte aber eventuell diese elektronische Fahrhilfe abgeschaltet oder zumindest mit einem höheren Schwellwert versehen werden, denn sie verhindert ein Durchdrehen der Räder und damit das Eingraben der Schneeketten in den Untergrund. Dies aber ist notwendig für eine Wirksamkeit von Schneeketten. Dies ist auch der Grund, warum Schneeketten, anders als es viele glauben, auf Eis auch nicht wesentlich mehr Wirkung erzielen als normale Räder. Die mögliche Fahrgeschwindigkeit mit den Ketten liegt meist bei 40 bis 50 km/h. Allerdings ist in vielen Ländern die Höchstgeschwindigkeit gesetzlich festgelegt. In Deutschland sowie in Tschechien und der Schweiz liegt der Grenzwert beispielsweise bei 50 km/h. Österreich hat dagegen keine gesetzliche Regelung, was die Höchstgeschwindigkeit anbelangt.