Bartschneider Frisuren- und 3-Tage-Bärte in Form bringen
Das Wichtigste auf einen Blick:
- bei kräftigem Bartwuchs unbedingt einen Bartschneider, keinen Haarschneider verwenden
- Längeneinstellung ist eines der wichtigsten Kaufkriterien
- sinnvolle Ergänzung: Präzisionstrimmer zum Schneiden der Konturen
- Akku-Laufzeit in der Regel ausreichend für 2 bis 3 Trimmsessions
- bei kombinierten Haar- und Bartschneidern auf die Klingenqualität achten
- Kammaufsätze enthalten oft eine „Sollbruchstelle“
Ob 3-Tage-Bart oder Vollbart: Wer sein Barthaar mit einem herkömmlichen Rasierer in Form halten möchte, kommt nicht weit. Hierfür benötigen Sie spezielle Bartschneider, die Sie mithilfe aufsteckbarer Distanzkämme auf unterschiedlichste Bartformen und -längen einstellen können. Der Markt gibt aber auch noch Barttrimmer her, die nur mit einem, dafür aber stufenlos einstellbaren Aufsatz arbeiten. Wichtig ist nur, dass auch diese Aufsätze zu Reinigungszwecken abnehmbar sind.
Haarschneider und Barttrimmer im Vergleich: Was ist besser für den Bart?
Haare sind Haare, egal, wo sie wachsen – das glauben viele, und sitzen dabei einem großen Irrtum auf. Denn Barthaare unterscheiden sich etwa von den Haaren auf dem Kopf dadurch, dass sie viel kräftiger und dicker sind. Versuchen Sie also, mit einem althergebrachten Haarschneidegerät Ihren Bart auf Vordermann zu bringen, riskieren Sie, dass es während dieser Prozedur ganz schön ziept und, viel schlimmer, der Bartschnitt nicht so akkurat wird wie gewünscht. Für Bartprofis ist daher ein spezieller Bartschneider unabdingbar. Scherkopf bzw. Klingen sind nämlich auf die Struktur und Beschaffenheit des Barthaars abgestimmt.
Übrigens: Vom Begriff Barttrimmer müssen Sie sich nicht beirren lassen. Er meint dasselbe wie Bartschneider , ist aber sprachlich genauer. Denn Barthaare werden meist nur in Form gebracht, also getrimmt, und nicht, wie bei einer Rasur durch den Elektrorasierer, geschnitten.
Wie gut sind kombinierte Haar- und Bartschneider?
Im Handel begegnen Ihnen auch Kombigeräte aus Bart- und Haarschneider. Was ist davon zu halten? Nun, da die Klingen sowohl für die Haare auf dem Kopf als auch im Gesicht gedacht sind, sollten Sie nur zu den den besten Geräten aus dieser Klasse greifen – sofern der Hersteller bei der Qualität der Klingen hauptsächlich das Bartschneiden im Blick hatte. Nur dann schneidet das Klingensystem auch sauber durch das (weichere) Haupthaar. Ein gewisses Restrisiko bleibt aber natürlich bestehen. Am besten, Sie orientieren sich zur Qualitätseinschätzung an unseren Bestenlisten, an Tests von Fachmagazinen sowie an seriösen Kundenmeinungen.
Längeneinstellung: Kamm- oder Teleskopaufsatz – was ist besser?
Wichtigstes Kriterium eines Bartschneiders ist für die meisten Männer aus naheliegenden Gründen die Längeneinstellung. Komfortabel soll sie sein und, noch viel wichtiger, sich während des Trimmens nicht verstellen.
Zwei Systeme dominieren den Markt:
- Die Längeneinstellung über Distanzkämme zum Aufstecken, was bedeutet, dass Sie für jede Länge einen separaten Kamm nehmen müssen. Das ist zwar umständlich, garantiert dafür meistens, dass sich an der gewünschten Länge nichts ändert. Denn genau dies passiert – zumindest bei den simple gestrickten Bartschneidern – mit einem Teleskopaufsatz relativ leicht.
- Beim Trimmen mit Teleskopaufsatz verändern Sie die Länge durch Hinaus- bzw. Hineinschieben des Kammaufsatzes. Lässt sich die ausgewählte Stufe nicht fest genug arretieren, ist das Malheur schnell passiert – der Kammaufsatz verschiebt sich, sobald Sie etwas mehr Druck auf den Scherkopf ausüben.
Knackpunkt Zinken: Nur die besten Bartschneider bestehen den Rütteltest
Wenn Sie die Gelegenheit haben, den Bartschneider vor dem Kauf auszupacken, scheuen Sie sich nicht, die Kammaufsätze in die Hand zu nehmen und dabei kräftig an den Zinken zu rütteln. Denn diese stellen oft eine Sollbruchstelle dar, halten also der Beanspruchung nicht sonderlich lange Stand. Es kann auch vorkommen, dass die Zinken zu weich sind. Vorteil: Sie brechen zwar nicht so schnell ab, verbiegen sich dafür aber mitunter während des Trimmens, insbesondere für den Fall, dass Ihr Barthaar recht kräftig ausfällt.
Einen Bartschneider für Profis kaufen – am besten mit optionalem Netzbetrieb
Die meisten Bartschneider lassen sich kabellos über Akku (selten: Batterien) betreiben. Dies ist auch sinnvoll, da das Gerät beim Rasieren in so verschiedenen Bahnen über das Gesicht geführt wird, dass ein Kabel oft hinderlich wäre. Ein zusätzlicher Netzbetrieb kann aber für die Dauernutzung praktisch sein, zum Beispiel im Friseurhandwerk. Dies gilt auch dann, wenn statt eines Bartes gleich das gesamte Kopfhaar auf eine bestimmte Länge gestutzt werden soll, denn dann kann einem Gerät mit Akku schnell einmal die Luft ausgehen.
Bartschneider mit starkem Akku: bis zu 60 Minuten kabellos trimmen
In puncto Betriebszeit hat sich durch den Fortschritt in der Akkutechnik in den letzten Jahren einiges getan. Mittlerweile stehen Ihnen Geräte mit einer Akkulaufzeit von komfortablen 45 Minuten, oft sogar 60 Minuten, zur Verfügung. Das reicht dicke für zwei oder drei Trimmsessions, also für mehrere Wochen. Im Unterschied zu einem Elektrorasierer für die Glattrasur, der meist täglich benutzt wird, spielt daher die Akkulaufzeit bei einem Bartschneider keine so große Rolle.
Was bringen selbstreinigende & selbstschärfende Klingen bei einem Bartschneider?
Wer etwas mehr Geld übrig hat und Wartungszeit einsparen möchte, kann zu einem Bartschneider mit selbstreinigenden und selbstschärfenden Klingen greifen. Denn bei herkömmlichen Trimmern müssen Sie regelmäßig die Schneiden einölen und gegebenenfalls auch regelmäßig auswechseln lassen. Insbesondere Geräte mit Keramikklingen sollen sehr wartungsarm sein. Auch hier müssen Sie u. U. mal die Klingen tauschen – das aber wohl erst nach einigen Jahren.

























