Ein angenehmes Hautgefühl mit guten Pflege- und Anwendungseigenschaften zu kombinieren, das schaffen zum Teil auch gut getestete, günstige Handcremes. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Handpflegecremes am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

24 Tests 49.300 Meinungen

Die besten Handpflegecremes

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Ratgeber: Handcremes

Reib­ei­sen oder Samt­pföt­chen? -​ Hel­fer für gepflegte Haut

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. antibakteriell wirkende Inhalts­stoffe verzichtbar
  2. Handcremes aus der Naturkosmetik: Mineralölbestandteile verboten
  3. gegen Pigmentflecken oft wirkungslos
  4. Handcremes grundsätzlich nicht zur Behandlung rissiger Fingernägel geeignet
  5. Stiftung Warentest: Auch Allzweck­cremes können Hände pflegen
  6. im Winter intensivere Pflege als im Sommer notwendig

Florena Handcreme mit Olivenöl Exotin im Handcreme-Vergleichstest der Stiftung Warentest: Die Florena Handcreme mit Olivenöl enthielt als einzige den umstrittenen Duftstoff Lilial. Er steht im Verdacht, das Erbgut zu verändern und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen. (Bildquelle: amazon.de).

Handcremes im Test: Welche sind gut und was wird da überhaupt geprüft?

Auf den ersten Blick schließen sich die Anforderungen an eine gute Handcreme gegenseitig aus: Ein Produkt, das Ihre Hände mit viel Feuchtigkeit anreichert, die Haut anhaltend vor Austrocknung schützt und keine glitschigen Hände nach dem Eincremen hinterlässt, ist kaum denkbar – erst recht nicht in den unteren Preisklassen.
Tests legen jedoch das Gegenteil offen. In einer guten Handcreme können Sie beispielsweise 20 Euro oder auch nur einen Bruchteil davon unterbringen. In beiden Preissegmenten gibt es gute Handcremes, die den Spagat schaffen und ein angenehmes Hautgefühl mit guten Pflege- und Anwendungseigenschaften kombinieren. Im Optimalfall sieht das in den Testtabellen dann so aus: Die Handcreme pflegt, hinterlässt ein Gefühl von Glätte und Geschmeidigkeit, lässt sich gut entnehmen und gut auf der Haut verteilen.

Zu den besten Handcremes gehören außerdem Produkte, die schnell einziehen und sich auf der Haut nicht klebrig anfühlen. Testsieger behaupten überdies mit Erfolg von sich, ohne den umstrittenen Wirkstoff Butylphenyl Methylpropional – Handelsname: Lilial – auszukommen und alle Inhaltsstoffe sauber aufzulisten. Daneben richten die Tester auch auf vermeintlich harmlose Duftstoffe wie Limonen einen kritischen Blick, die in einer bestimmten Konzentration Allergien auslösen können.

Und manchmal decken die Testredakteure auch eine Mogelpackung auf, zum Beispiel bei der Eos evolution of smooth für trockene und sehr trockene Hände, die sich nicht restlos aus der Tube entnehmen lässt. Die Stiftung Warentest wertet dies kritisch, auch mit Blick auf den Preis.

Lilial: Riecht gut, aber ...

Lilial ist ein chemisch-synthetisch hergestellter Duftstoff, der in vielen Kosmetikprodukten, aber auch in Haushaltsreinigern und Waschmitteln Verwendung findet. Wissenschaftler vermuten, dass Lilial die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt, das Erbgut verändern und Allergien auslösen kann. Ist Ihnen der Schutz Ihrer Gesundheit wichtiger als das Wohlgefallen an schönen Düften, haben Sie zwei Möglichkeiten: Zum einen weist Ihnen eine Art Maiglöckchenduft den Weg zu Produkten, die es künftig zu ignorieren gilt; zum anderen können Sie Lilial unter dem INCI-Namen Butylphenyl Methylpropional (p-BMHCA) auf Verpackungen von enthaltenden Pflegeprodukten erkennen. Leider dürfen sich empfindliche Menschen vor den unliebsamen Folgen enthaltener Duftstoffe keineswegs sicher wähnen, wenn sie zu Naturkosmetik greifen. In etlichen der Öko-Produkte sind Geraniol, Citral und Citronellol enthalten, die Allergien auslösen können. Einen Überblick finden Sie hier.


Creme, Lotion, Handbalsam oder Konzentrat – welcher Schutz für welche Hände?

Handcremes gibt es in verschiedenen Konsistenzen. Weil viele Anbieter eine möglichst große Nutzergruppe adressieren möchten und aus diesem Grund auf eine Vermarktung für bestimmte Hauttypen verzichten, teilen sie ihre Cremes nur in die Kategorien trockene und fettige Haut ein. Auch die führenden Werbeaussagen von Feuchtigkeitsanreicherung und Regeneration der Haut sind auf die meisten Handcremes gemünzt, unabhängig von ihrer Darreichungsform. Der Sommer jedoch lässt sich mit leichten Cremes und Fluids, die weniger dick auftragen, schnell einziehen und keinen unangenehmen Film hinterlassen, besser etragen. Achten Sie neben einer ausreichenden Versorgung Ihrer Haut mit Feuchtigkeit auch auf einen guten UV-Schutz.

Bepanthol Handbalsam Speziell für strapazierte Hände: Bepanthol Handbalsam mit wundheilungsfördernden Eigenschaften und Lipiden. Die kritischen Öko-Tester senken allerdings über Inhaltsstoffen wie halogenorganische Verbindungen, Plastik und hautverändernde PEG/PEG-Derivate den Daumen. (Bildquelle: amazon.de)

Handpflege im Winter: Reichhaltig und rückfettend

Im Winter hingegen, wenn der Wechsel zwischen eisigen Temperaturen und trockener Heizungsluft der Haut zu schaffen macht, ist eine intensivere Handpflege notwendig. Gegen rissige Hände bieten sich rückfettende Handcremes mit Zusatzstoffen oder hochwertigen Ölen an. Handelt es sich um ein Konzentrat, benötigen Sie im Normalfall nur eine kleine Menge. Laut Neutrogena soll es beispielsweise genügen, die Creme nur tropfenweise zu dosieren, um eine langanhaltende Wirkung zu erzielen. Handbalsam bietet sich für besondere Pflegeansprüche an, etwa für Menschen, die viel in Haus, Garten oder auch in Pflegeberufen arbeiten oder viel mit hautreizenden Stoffen umgehen. Mit Lipiden und speziellen Inhaltsstoffen zur Unterstützung der Wundheilung ist Handbalsam besonders reichhaltig. Hersteller wie Bepanthol versprechen eine Regeneration der Hautbarriere, die etwa durch häufiges Händewaschen, Kälte und Trockenheit oder auch hormonelle Veränderungen in ihrer Funktion beeinträchtigt werden kann.

Corona-Krise: Hände waschen, Hände desinfizieren, Hände eincremen

Obwohl Wasser, Seife und Desinfektionsmittel die Haut spröde machen, führt in Zeiten wie dieser kein Weg daran vorbei. Daher heißt es: Öfter als sonst die Hände waschen, desinfizieren und reichlich eincremen. Für besonders trockene Hände kann Jojobaöl eine Wohltat sein. Tragen Sie das Öl auf die Handoberflächen auf und lassen Sie es einige Minuten einwirken. Versorgen Sie auch die Fingerzwischenräume, Fingerkuppen und Nagelfalze, da die Haut dort schnell rissig wird. Das überschüssige Öl können Sie anschließend einmassieren oder mit einem Handtuch abreiben. Ist Ihnen die Angelegenheit zu fettig, probieren Sie Handcremes mit Sheabutter, Hyaluronsäure, Glyzerin oder Urea.


Mit einer Extraportion Pflege vor dem Einschlafen kann sich die Haut über Nacht erholen: Die Hände reichlich eincremen, dann ein dünnes Paar Baumwollhandschuhe überziehen – das schützt die Bettwäsche. – Stiftung Warentest in Heft 12/2018.

Was können Naturkosmetik-Handcremes?

Normalerweise gehören Handcremes aus Naturkosmetik nicht zu den günstigsten Produkten für pflegebedürftige Hände. Ob schmale Budgets deshalb verzichten müssen? Lassen wir uns von den Testern aufklären: Haben Sie eine genaue Vorstellung davon, was Naturkosmetik maximal kosten darf, sind Sie auch mit den Drogerie-Marken alverde von dm oder Alterra von Rossmann richtig aufgehoben. Mit der Preisfrage bringt die Stiftung Warentest auch einen grundsätzlichen Unterschied zwischen konventionellen und Naturkosmetik-zertifizierten Handcremes zur Sprache. Sowohl mit Blick auf kritische Mineralölbestandteile als auch auf heikle Duftstoffe haben sich beide Sparten in den letzten Jahren stark angenähert. Verglichen mit älteren Cremes enthalten moderne Handcremes kaum noch Lilial oder die krebsverdächtigen aromatischen Kohlenwasserstoffe, sogenannte MOAH.
Wer auf Duftstoffe verzichten möchte oder muss, etwa aufgrund einer Allergie, kann zur unparfümierten Handcreme von Neutrogena greifen. – Stiftung Warentest in Heft 12/2018.

Handcreme Eos evolution of smooth Hand-Lotion Vanilla Orchid Eos evolution of smooth Hand-Lotion Vanilla Orchid: schicke, aber knauserige Tube. Im Test ließen sich nur 34 von 44 ml Creme entnehmen. (Bildquelle: amazon.de)

„Öko“ bei Handcremes: Teurer, aber auch besser als konventionelle Handpflege?

Die Nachfrage nach „Öko“ bei Handcremes ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Aluminium in Deos, Mikroplastik in Antifaltencremes oder Konservierungsstoffe, Trägermittel und Weichmacher haben viele Konsumenten hellhörig werden lassen – gerade, weil viele der verwendeten Inhaltsstoffe in ihren Auswirkungen auf das Krebsrisiko, den Hormonhaushalt oder die Entstehung von Alzheimer noch ungeklärt sind. Insoweit halten Tests nur in einem Punkt dagegen: Teure Handcremes sind nicht automatisch gut, billige nicht notwendig schlecht. Bei deutlich günstigeren Preisen können konventionelle Konkurrenten das Qualitätsniveau der Öko-Handcremes durchaus halten. Auch mit dem Warmhalten der Hände, sanften Seifen und dem Tragen von Gummihandschuhen beim Putzen tragen Sie mehr zum Schutz Ihrer Haut bei, als viel Geld in teure Handcremes zu investieren.

Stiftung Warentest: Vorsicht bei Handcremes mit antibakteriellen Inhaltsstoffen

Die Stiftung Warentest äußert sich kritisch zu Handcremes mit antibakteriellen Inhaltsstoffen. Deren Wirkstoffe könnten allergische Reaktionen auf der Haut auslösen. Das gelte vor allem bei häufiger und groß­flächiger Anwendung. Auch die Bildung von Resistenzen sei denkbar, warnen die Warentester und stützen sich dabei auf eine Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Handcremes, die zugleich pflegen und vor Bakterien schützen sollen, seien für gesunde Menschen nicht sinnvoll. Wer sich vor Ansteckung etwa mit Grippeviren schützen möchte, sei mit alkoholischen Desinfektions­mitteln besser aufgehoben.



Neutrogena Handcreme unparfümiert Laut Neutrogena soll ein Tropfen genügen, um die trockene Haut besonders beanspruchter Hände lange Zeit mit Feuchtigkeit zu versorgen. In einer unparfümierten Variante schneidet die Handcreme im Test „gut“ ab. (Bildquelle: neurogena.de)

Handcremes gegen das Altern: Was bleibt übrig vom Versprechen?

Handcremes für ältere Hände sollen die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgen und Pigmentflecken, uncharmant auch Altersflecken genannt, verblassen oder gar ganz verschwinden lassen. Diese Fähigkeit lassen sich die Handcreme-Hersteller oft teuer bezahlen. So tragen die speziellen Handcremes meist wesentlich höhere Preise als herkömmliche Handcremes. Dass die Versprechen der Hersteller oft überzogen sind, zeigt sich in Handcreme-Tests immer wieder deutlich. „Spezielle Handcremes versprechen Abhilfe gegen die Zeichen der Zeit. Im Test schaffte das aber keine“, bilanziert die Stiftung Warentest in einem Test zu speziellen Handcremes gegen Altersflecken.

Hände sichtbar verjüngen konnte im Test keine

„Mildert Altersflecken“ warb zum Beispiel Nivea auf der Verpackung der Handcreme Anti Age Q10 Plus. Die Handcreme von Biotherm wollte die Hände „sichtbar“ verjüngen. Im Test blieb das aber ein Traum. Insgesamt neun Handcremes gegen Pigmentflecken ging es an den Kragen. Ergebnis: Gegen bestehende Altersflecken sind sämtliche Handcremes im Test machtlos. Gegen kommende Altersflecken können Handcremes allerdings etwas ausrichten – vorausgesetzt, sie sind mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF) versehen. Die meisten im Test waren es nicht. „Mangelhaft“ heißt es deshalb im entscheidenden Prüfpunkt Reduzierung von Pigmentflecken. Die gute Nachricht: Zwar konnte keine Creme im Punkt Anti-Aging überzeugen, fast alle Cremes versorgten die Hände aber gut mit Feuchtigkeit. Gerötete und raue Hände wurden wieder glatt und geschmeidig.
Es gilt: Je höher der Faktor, desto besser schützen die Cremes vor ultravioletten Strahlen. Die sind verantwortlich für die Hautalterung. – Stiftung Warentest im Test zu Handcremes gegen Altersflecken

Fazit: Handcremes mit UV-Schutz können gegen kommende Altersflecken schützen

Statt nachträglich auf ein Wunder zu hoffen, sollte Sie schon in jungen Jahren zu einer Handcreme greifen, die mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor versehen ist. Verantwortlich für den Schönheitsmakel Altersflecken auf der Haut ist vorrangig der Bräunungsstoff Melanin, den jeder Mensch in sich trägt und der die Haut vor UV-Strahlen schützt. Schade nur, dass der aufgedruckte LSF nicht automatisch einen hohen UV-Schutz garantiert. Im Handbalsam UV 10 Anti-Aging von Louis Widmer etwa fanden die Tester statt des ausgelobten LSF von 10 nur einen LSF von 7. Ob die Kosmetikindustrie inzwischen besser auf die Bedürfnisse der KundInnen eingeht, muss ein neuer Test erst noch zeigen. Bis dahin liest man auf test.de den allgemeinen Tipp, dass eine gute Sonnencreme auch für die Hände geeignet sei, um Altersflecken vorzubeugen. Die besten Sonnencremes aus Tests finden Sie hier.

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    • active woman

    • Ausgabe: Nr. 6 (November/Dezember 2013)
    • Erschienen: 10/2013
    • Seiten: 2

    Frostschutz

    Schluss mit rauer Haut, spröden Lippen und rissigen Händen. Wie Sie wintergestresster Haut vorbeugen – und Ihrer Seele nebenbei auch ein paar Streicheleinheiten gönnen. Die Zeitschrift active woman (6/2013) gibt auf zwei Seiten Tipps gegen Schäden bei winterangegriffener Haut und Lippen. Außerdem stellt sie drei geeignete Produkte vor.

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