Die besten Handpflegecremes

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Ratgeber: Handcremes

Reibeisen oder Samtpfötchen? - Helfer für gepflegte Haut

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. antibakteriell wirkende Inhalts­stoffe verzichtbar
  2. Handcremes aus der Naturkosmetik: Mineralölbestandteile verboten
  3. gegen Pigmentflecken oft wirkungslos
  4. Handcremes grundsätzlich nicht zur Behandlung rissiger Fingernägel geeignet
  5. Stiftung Warentest: auch Allzweck­cremes können Hände pflegen
  6. im Winter intensivere Pflege als im Sommer notwendig

Handcremes im Test: Welche Produkte gewinnen das Rennen um die Spitzenplätze?

Auf den ersten Blick schließen sich die Anforderungen an eine gute Handcreme gegenseitig aus: Ein Produkt, das Ihre Hände mit viel Feuchtigkeit anreichert, die Haut anhaltend vor Austrocknung schützt und keine glitschigen Hände nach dem Eincremen hinterlässt, ist kaum denkbar – erst recht nicht in den unteren Preisklassen. Tests legen jedoch das Gegenteil offen. In einer guten Handcreme können Sie beispielsweise 20 Euro oder auch nur einen Bruchteil davon unterbringen. In beiden Preissegmenten gibt es Handcremes, die den Spagat schaffen und ein angenehmes Hautgefühl mit guten Pflege- und Anwendungseigenschaften kombinieren. Im Optimalfall sieht das in den Testtabellen so aus: Die Handcreme pflegt, hinterlässt auf der Haut ein Gefühl von Glätte und Geschmeidigkeit, lässt sich gut entnehmen und auf der Haut verteilen, ohne sich glitschig anzufühlen. Testsieger behaupten überdies mit Erfolg von sich, ohne den umstrittenen Wirkstoff Butylphenyl Methylpropional – Handelsname: Lilial – auszukommen und alle Inhaltsstoffe sauber aufzulisten. Daneben richten die Tester auch auf vermeintlich harmlose Duftstoffe wie Limonen einen kritischen Blick, die in einer bestimmten Konzentration Allergien auslösen können. Und manchmal decken die Testredakteure auch eine Mogelpackung auf, zum Beispiel bei der Eos evolution of smooth für trockne und sehr trockene Hände, die sich nicht restlos aus der Tube entnehmen lässt. Die Stiftung Warentest wertet dies kritisch, auch mit Blick auf den Preis.

Florena Handcreme mit Olivenöl Exotin im Handcreme-Vergleichstest der Stiftung Warentest: Die Florena Handcreme mit Olivenöl enthielt als einzige den umstrittenen Duftstoff Lilial. Er steht im Verdacht, das Erbgut zu verändern und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen. (Bildquelle: amazon.de).

Creme, Lotion oder Konzentrat – welcher Schutz für welche Hände?

Handcremes gibt es in verschiedenen Konsistenzen. Weil die Anbieter aber eine möglichst große Nutzergruppe adressieren möchten und auf eine Vermarktung für bestimmte Hauttypen verzichten, teilen sie ihre Cremes meist nur in die Kategorien trockene und fettige Haut ein. Auch die führenden Werbeaussagen der Feuchtigkeitsanreicherung und Regeneration der Haut sind auf die meisten Handcremes gemünzt, unabhängig von ihrer Darreichungsform. Im Sommer brauchen Ihre Hände darüber hinaus neben Feuchtigkeit und einem guten UV-Schutz meist nur eine leichte Pflege. Leichte Cremes und Fluids, die schnell einziehen und keinen unangenehmen Film hinterlassen, sind bei warmen Temperaturen eine gute Wahl. Im Winter hingegen, wenn der Wechsel zwischen eisigen Temperaturen und trockener Heizungsluft der Haut zu schaffen macht, ist eine intensivere Pflege notwendig. Dann bieten sich reichhaltige Cremes an, die rückfettend wirken und mit Zusatzstoffen oder hochwertigen Ölen versehen sind. Handelt es sich um ein Konzentrat, benötigen Sie im Normalfall nur eine kleine Menge. Laut Neutrogena soll es beispielsweise genügen, die Creme nur tropfenweise zu dosieren, um eine langanhaltende Wirkung zu erzielen.

Was können Naturkosmetik-Handcremes?

Normalerweise gehören Handcremes aus Naturkosmetik nicht zu den günstigsten Cremes für pflegebedürftige Hände. Ob schmale Budgets deshalb verzichten müssen? Wir lassen uns überraschen: Haben Sie eine genaue Vorstellung davon, was Naturkosmetik maximal kosten darf, sind Sie laut Tests auch mit den Drogerie-Marken Alverde von dm oder Alterra von Rossmann richtig aufgehoben. Mit der Preisfrage bringt die Stiftung Warentest auch einen grundsätzlichen Unterschied zwischen konventionellen und Naturkosmetik-zertifizierten Handcremes zur Sprache. Sowohl mit Blick auf kritische Mineralölbestandteile als auch auf heikle Duftstoffe haben sich beide Sparten in den letzten Jahren stark angenähert. Verglichen mit älteren Cremes enthalten moderne Handcremes kaum noch Lilial oder die krebsverdächtigen aromatischen Kohlenwasserstoffe, sogenannte MOAH.

Eos evolution of smooth Hand-Lotion Vanilla Orchid Eos evolution of smooth Hand-Lotion Vanilla Orchid: schicke, aber knauserige Tube. Im Test ließen sich nur 34 von 44 ml Creme entnehmen. (Bildquelle: amazon.de)

Dennoch ist die Nachfrage nach zertifizierter Naturkosmetik bei Handcremes in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Aluminium in Deos, Mikroplastik in Antifaltencremes oder Konservierungsstoffe, Trägermittel und Weichmacher haben viele Konsumenten hellhörig werden lassen – gerade, weil viele der verwendeten Inhaltsstoffe in ihren Auswirkungen auf das Krebsrisiko, den Hormonhaushalt oder die Entstehung von Alzheimer noch ungeklärt sind. Insoweit halten Tests nur in einem Punkt dagegen: Teure Handcremes sind nicht automatisch gut, billige nicht notwendig schlecht. Bei deutlich günstigeren Preisen können konventionelle Konkurrenten das Qualitätsniveau der Naturkosmetik-Cremes durchaus halten. Auch mit dem Warmhalten der Hände, sanften Seifen und dem Tragen von Gummihandschuhen beim Putzen tragen Sie mehr zum Schutz Ihrer Haut bei, als viel Geld in teure Handcremes zu investieren.

Stiftung Warentest: Vorsicht bei Handcremes mit antibakteriellen Inhaltsstoffen

Die Stiftung Warentest äußert sich kritisch zu Handcremes mit antibakteriellen Inhaltsstoffen. Deren Wirkstoffe könnten allergische Reaktionen auf der Haut auslösen. Das gelte vor allem bei bei häufiger und groß­flächiger Anwendung. Auch die Bildung von Resistenzen sei denkbar, warnen die Warentester und stützen sich dabei auf eine Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobwertung (BfR). Handcremes, die zugleich pflegen und vor Bakterien schützen sollen, seien für gesunde Menschen nicht sinnvoll. Wer sich vor Ansteckung etwa mit Grippeviren schützen möchte, sei mit alkoholischen Desinfektions­mitteln besser aufgehoben.



Neutrogena Handcreme unparfümiert Laut Neutrogena soll ein Tropfen genügen, um die trockene Haut besonders beanspruchter Hände lange Zeit mit Feuchtigkeit zu versorgen. (Bildquelle: neurogena.de)

Handcremes gegen das Altern: Was bleibt übrig vom Versprechen?

Handcremes für ältere Hände sollen die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgen und Pigmentflecken, uncharmant auch Altersflecken genannt, verblassen oder gar ganz verschwinden lassen. Diese Fähigkeit lassen sich die Handcreme-Hersteller oft teuer bezahlen. So tragen die speziellen Handcremes meist wesentlich höhere Preise als herkömmliche Handcremes. Dass die Versprechen der Hersteller oft überzogen sind, zeigt sich in Handcreme-Tests immer wieder deutlich. Statt auf ein Wunder zu hoffen, sollte Sie vorbeugend zu einer Handcreme greifen, die mit einem hohen Lichtschutzfaktor versehen ist. Denn Altersflecken bilden sich vorrangig durch Sonneneinstrahlung. Verantwortlich für den Schönheitsmakel Altersflecken auf der Haut ist vorrangig der Bräunungsstoff Melanin, den jeder in sich trägt und der die Haut vor UV-Strahlen schützt.

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    • active woman

    • Ausgabe: Nr. 6 (November/Dezember 2013)
    • Erschienen: 10/2013
    • Seiten: 2

    Frostschutz

    Schluss mit rauer Haut, spröden Lippen und rissigen Händen. Wie Sie wintergestresster Haut vorbeugen – und Ihrer Seele nebenbei auch ein paar Streicheleinheiten gönnen. Die Zeitschrift active woman (6/2013) gibt auf zwei Seiten Tipps gegen Schäden bei winterangegriffener Haut und Lippen. Außerdem stellt sie drei geeignete Produkte vor.

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