Das Wichtigste auf einen Blick:
- Allzweckreiniger für Fett und Staub auf den meisten Oberflächen; kaum wirksam gegen Kalk
- Scheuermilch schonend, Scheuerpulver aggressiver; beide polieren gleichzeitig
- Entkalker/Zitronenreiniger Pflicht bei Kalkbelägen auf Armaturen, Glas und Sanitärflächen
- Fettreiniger für Backofen und Herd: immer mit Handschuhen, nie in schlecht belüfteten Räumen ohne Schutz
- Glasreiniger: beste Ergebnisse mit Mikrofasertuch oder Gummiabzieher
- Eigenmarken in Tests häufig genauso gut wie teure Markenprodukte
Nahezu für jeden Einsatzort geeignet: Allzweckreiniger. Hier mit Zitrusduft von Der General. (Bild: amazon.de)
Reinigungsmittel sorgen für die nötige Hygiene und gehören in jeden Haushalt. Das Problem: Das Angebot und nicht jedes Mittel eignet sich für jeden Einsatz. Welche Produkte helfen wo wirklich? Worauf sollte man beim Griff ins Regal achten?
Allzweckreiniger: Vielseitig, aber kein Alleskönner
Für alltägliche Speise- und Getränkeflecken auf Fliesen, Arbeitsflächen, Möbelfronten oder Böden greift man am besten zu einem Allzweckreiniger. Die meisten Produkte sind erschwinglich und erledigen ihren Job bei Fett und Staub zuverlässig. Dabei sollte man sich jedoch von der Bezeichnung nicht täuschen lassen: Stiftung Warentest weist ausdrücklich darauf hin, dass Allzweckreiniger gegen Kalk kaum wirksam sind. Hier braucht es andere Mittel. Je nach pH-Wert unterscheiden sich die Reiniger in ihrer Wirkweise: Saure Rezepturen lösen Kalkrückstände, neutrale Formulierungen sind besonders materialschonend und für empfindliche Oberflächen geeignet, alkalische Varianten wirken besonders stark gegen Fett.Aktuelle Tests zeigen zudem: Teuer muss nicht besser sein. Eigenmarken von Drogerien und Discountern schneiden in Vergleichstests häufig genauso gut oder sogar besser ab als bekannte Markenprodukte.
Scheuermittel: Für hartnäckige Beläge
Fest haftende, verkrustete Schmutzbeläge in Küche oder Bad erfordern den Einsatz eines Scheuermittels. Es gibt zwei Varianten: Scheuermilch (flüssig) schont Hände und Oberfläche stärker und eignet sich gut für empfindlichere Materialien. Scheuerpulver ist etwas aggressiver und greift hartnäckigere Beläge wirkungsvoller an. Beiden gemein ist, dass sie die Fläche nicht nur reinigen, sondern gleichzeitig leicht polieren. Wichtig: Die Körner in Scheuerpulvern sollten fein genug sein (unter 0,05 mm), um Kratzer auf empfindlichen Oberflächen zu vermeiden. Für Materialien wie Marmor, Emaille oder Edelstahl empfehlen sich stets die schonenderen, weicheren Varianten.Entkalker: Die einzige Lösung gegen hartnäckige Kalkbeläge
Kalkbeläge auf Armaturen, in Waschbecken oder auf Glasduschwänden sind besonders hartnäckig – und für Allzweckreiniger meist zu stark. Dünne Kalkschichten lassen sich noch mit einem milden Essig- oder Zitronenreiniger lösen. Für dicke Ablagerungen sind spezielle Kalkentferner oder saure Kraftreiniger notwendig: Sie lösen die Minerale durch eine chemische Reaktion auf und entfernen auch Rostflecken zuverlässig. Vorsicht ist bei säureempfindlichen Materialien wie Marmor, Naturstein oder Aluminium geboten: Dort können saure Reiniger Oberflächen dauerhaft beschädigen.Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Reinigungsmittel sollten niemals miteinander gemischt werden. Dabei können unvorhersehbare chemische Reaktionen entstehen. Besonders gefährlich ist die Kombination von säurehaltigen und chlorhaltigen Mitteln, die giftige Gase freisetzen kann.

































