Hochdruckreiniger

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Ratgeber zu Hochdruckreinigungsgeräte

Für die schnelle und effektive Außenreinigung

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. leichtes und schnelles Lösen von Schmutz ohne schrubben
  2. beseitigen hartnäckige Verschmutzungen ohne Chemie
  3. verschiedene Aufsätze für mehr Flexibilität
  4. wassersparend

Welches Gerät ist das passende für mich: Einsteiger-, Mittel- oder Oberklasse?

Hochdruckreiniger können grob in unterschiedliche Leistungsklassen (Einsteiger, Mittelklasse und Profis) eingeordnet werden. Die Sortierung basiert auf dem maximalen Druck, den die Hersteller immer angeben. Sinn der Einteilung ist es, dass Sie das passende Gerät für Ihren Einsatzzweck finden. Denn für kleinere Reinigungsprojekte müssen Sie kein überdimensioniertes Gerät für viel Geld kaufen, wenn auch eines mit wenig Leistung völlig ausreicht.

Kärcher K2 Basic Kleiner, kompakter Reiniger von Kärcher aus der K2-Reihe mit Grundausstattung. (Bildquelle: amazon.de)

Einsteigerklasse: Die kleinen, relativ leichten und kompakten Geräte bis 110 bar Druck sind ideal für kleinere, gelegentliche Reinigungsprojekte. Zum Beispiel, wenn Sie Fahrräder oder die Gartenmöbel und -geräte von Schmutz und Verfärbungen befreien möchten.

Mittelklasse: Hochdruckreiniger mit bis zu 145 bar Druck und einer Durchflussmenge von 420 bis 500 Liter pro Stunde sind ideal für die Reinigung von Verschmutzungen im Außenbereich, egal ob es sich um Gehwegplatten, Zäune, Gartengeräte oder Autos und Motorrad handelt. Mit der richtigen Düse können Sie auch anspruchsvolle Reinigungsaufgaben angehen.

Oberklasse: Geräte ab 150 bar Druck sind vor allem für den regelmäßigen Reinigungseinsatz gedacht und können hartnäckige Verschmutzungen im Außenbereich, egal ob es sich um Terrasse, Fassade oder Poolreinigung handelt, entfernen. Natürlich können damit auch kleinere Einsätze erledigt werden, da Sie durch die Druckregulierung die Stärke des Wasserstrahls abmildern können.

Hydroshot von Worx Kompakte Handgeräte mit Akku sind praktisch für Urlaub & Camping. (Bildquelle: amazon.de)

Elektro-Hochdruckreiniger sind die gebräuchlichsten Geräte am Markt. Sie werden über den Haushaltsstrom betrieben, wobei der Stromanschluss zur Sicherheit mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter von 30 mA gesichert sein sollte.

Akku-Hochdruckreiniger nehmen langsam auf dem Markt zu und eignen sich für den kurzen, mobilen Einsatz, wenn weder Verlängerungskabel noch Steckdose in der Nähe sind. Die meisten Modelle sind sehr kompakt gehalten und besitzen teils einen abnehmbaren Wassertank, sodass Sie nicht von einem Wasseranschluss abhängig sind.

Einige Profi-Geräte, die meist im gewerblichen Bereich zu finden sind, werden zum Teil auch mit Benzinmotoren angetrieben und arbeiten zum Lösen von fettigen bzw. öligen Verschmutzungen unter anderem mit heißem Wasser, was die Lösekraft noch verstärkt.

Welche technischen Daten sind beim Kauf eines Elektro-Hochdruckreinigers aussagekräftig?

Beim Kauf sollten Sie sich nicht von den Angaben des Maximaldrucks blenden lassen. Diese Zahl kommt bei den Hochdruckreinigern nie an der Düse an. Es handelt sich einfach nur um den maximalen Druck, den die Pumpe aufbauen kann. Viel wichtiger ist der Arbeitsdruck, da es sich hierbei um den tatsächlichen Druck handelt, mit dem der Reiniger an der Düse arbeitet.

Bosch-Gerät mit Schlauchtrommel Schlauchtrommel mit Führungshilfe. (Bildquelle: amazon.de)

In den Testmagazinen zeigt sich häufig, dass viel Druck nicht gleichbedeutend mit hoher Reinigungsleistung ist. Vielmehr zählen das gute Zusammenspiel von Pumpe und Düse sowie eine hohe Durchflussleistung beziehungsweise Schwemmleistung.

Schon ein Arbeitsdruck ab 100 bar und eine hohe Schwemmleistung (ab 500 Liter pro Stunde) reichen für eine gute Reinigungsleistung aus. Mit einem hohen Wasserdurchfluss kann der Schmutz gut aufgeweicht und weggespült werden. Die richtige Kombination mit der passenden Düse erledigt dann den Rest.

Ebenfalls wichtig sind eine gute Verarbeitung und hochwertig verbaute Komponenten (Ventile und Pumpe) aus Aluminium oder Messing. Diese Materialien verschleißen weniger schnell und sorgen für eine längere Lebensdauer Ihres Geräts.

Bei preiswerten Modellen dagegen sparen die Hersteller an den Materialien. Deshalb halten die Geräte nicht sehr lange und sind generell nur für gelegentliche Einsätze ausgelegt. Textilverstärkte Druckschläuche sind in Ordnung, aber jene mit Stahlverstärkung sind stabiler und meist im Profisegment zu finden, wo auch mit mehr Druck gearbeitet wird.

Auf diese Komforteigenschaften sollten Sie achten!

Die Leistungsdaten unterscheiden sich meist nur marginal, daher ist es wichtig, dass Sie sich die Bedienelemente ansehen. Denn sie entscheiden über eine komfortable Handhabung und den Spaß an der Arbeit. Allerdings treiben sie auch den Preis in die Höhe.

Kärcher Druckregulierung Komfortable Druckregulierung bei einem Kärcher-Modell der K5-Serie. (Bildquelle: amazon.de)

  • Schlauchtrommel, Kabelaufwicklung & Kabelführung bringen Ordnung ins Chaos
  • ein Bajonettverschluss ist leichter zu öffnen und langlebiger als einfache Schraubverbindungen
  • eine Druckeinstellung an der Pistole ist bequemer als am Gerät
  • Steckfächer & Halterungen am Hochdruckreiniger für immer griffbereites Zubehör
  • Teleskopgriff und große, leichtgängige Räder erleichtern das Manövrieren des Geräts
  • ein langer Hochdruckschlauch sorgt für einen großen Aktionsradius
  • eine Variodüse erspart Ihnen den ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Aufsätzen
  • eine Selbstansaugung macht Sie unabhängig von einem Wasseranschluss

Sehr gute Hochdruckreiniger-Modelle mit Selbstansaugung:

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Worx WG629E.9 Sehr gut(1,1)
2 Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra Sehr gut(1,2)
3 Denqbar DQ-0108 Sehr gut(1,2)

Tipp: Wenn Sie nur selten einen Hochdruckreiniger benötigen, dann reicht sicherlich auch ein einfaches Gerät mit weniger Leistung und wenig Komfort. Je größer Ihre Projekte werden, desto mehr lohnt sich ein Reiniger mit guter Ausstattung und hoher Reinigungsleistung.

Schutzmaßnahmen: Handschuhe und Schutzbrille sollten Sie in jedem Fall tragen, da sich lösende Steinchen und Holzsplitter durch den Wasserdruck zu Geschossen entwickeln und Verletzungen verursachen können. Gummistiefel oder anderes stabiles, wasserdichtes Schuhwerk sind ebenfalls empfehlenswert, um sich vor dem hochspritzenden Schmutz zu schützen.

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