Diese Entscheidung dürfte polarisieren. Samsung bringt sein Phablet-Topmodell Galaxy Note 5 nicht mehr nach Europa. Stattdessen wird hierzulande das Samsung Galaxy S6 Edge Plus verkauft werden. Das ist rein technisch betrachtet kein Beinbruch, da beide Geräte beim Innenleben absolut baugleich ausfallen. Der Unterschied liegt in der Bedienlogik: Während das Note-Modell mit einem Stylus bedient wird und ein klassisches Display besitzt, muss man sich bei der Edge-Variante allein auf die Finger verlassen und hat ein um die Ecken gebogenes Display.
Enorm hoch auflösendes Display - auch ohne 4K
Das spricht zwar als Neuerung auch sehr viele Kunden an, gleichwohl ist eben nicht jeder von dieser neuen Displayform begeistert. Die Entscheidung, das Galaxy Note 5 zumindest vorerst nicht in Europa zu verkaufen, dürfte noch kontrovers diskutiert werden. Man hat hier übrigens auf das zunächst im Gespräch befindliche 4K-Display dann doch verzichtet und setzt auf 2.560 x 1.440 Pixel, was immer noch mehr als genug für 5,7 Zoll Bilddiagonale ist. 515 ppi sind eine dermaßen hohe Pixeldichte, dass man auch gut „nur“ auf Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) hätte setzen können, ohne ein bisschen an Schärfe zu verlieren.
Überragende Arbeitsspeicher-Ausstattung
Die Leistung für diese hochauflösende Darstellung liefert ein hauseigener Octa-Core Exynos 7420 (also noch nicht das gemutmaßte Nachfolgemodell 7422) mit vier Kernen á 2,1 GHz Taktrate und vier Kernen á 1,5 GHz. Sie teilen die Aufgaben nach Leistungsbedarf unter sich auf und sollen damit Strom sparen helfen. Dank 4 Gigabyte Arbeitsspeicher ist aber genügend Unterstützung für einen flüssigen Betrieb selbst beim Parallelbetrieb zahlreicher anspruchsvoller Apps vorhanden. Spötter schreiben, sogar Samsungs überfrachtete Benutzeroberfläche würde so endlich mal flutschen können.
Alles an Bord - nur keine Speichererweiterung
Auch sonst ist die Ausstattung hervorragend. Es gibt eine 16-Megapixel-Hauptkamera, eine Frontkamera für Selfies bis 5 Megapixel Auflösung, LTE für Datentransfers bis cat9 (was im hiesigen Netz allerdings eh nicht ansatzweise ausgenutzt werden kann), WLAN nach 802.11ac und NFC. Es ist also jeder moderne Schnickschnack vorhanden. Das gilt auch für die Möglichkeit zum induktiven Laden – trotz hübscher Glasrückseite. Wer viel Speicher benötigt, sollte allerdings wieder gleich zur richtigen Speichervariante greifen (32 oder 64 Gigabyte), denn eine Speichererweiterung ist wieder einmal nicht möglich. Ebensowenig kann der 3.000 mAh fassende Akku gewechselt werden.
von Janko
11.05.2015
Samsung Galaxy Note5
Jetzt sogar ein 4K-Display?
Es sind zwar noch einige Monate bis zur IFA 2015 in Berlin hin, doch bereits jetzt kursieren die ersten Gerüchte über das neue Note-Modell von Samsung. Und die lassen aufhorchen, wenn auch nicht unbedingt positiv. Denn was da für das neue Galaxy Note 5 im Gespräch ist, klingt ein wenig nach Größenwahn – oder zumindest schlichter Zahlen-Blenderei. Denn wie das Online-Magazin „sammobile.com“ berichtet, soll Samsung bei der Ausstattung des neuen Phablets damit liebäugeln, ihm einen 4K-Bildschirm zu verpassen.
So viele Pixel sind schlicht überflüssig
Um das in Zahlen einmal zu verdeutlichen: Das wären sage und schreibe 4.096 x 2.304 Pixel (wenn man von der Kinoauflösung ausgeht) oder zumindest 3.840 x 2.160 Pixel (wenn man von der schlichten Vervierfachung der Full-HD-Pixelzahl ausgeht). Das aktuelle Modell besitzt dagegen „nur“ 2.560 x 1.440 Pixel. Und schon das ist eigentlich viel zu viel für solche kleinen Displays. Denn auch wenn die Note-Modelle zu den größten Smartphones zählen, so kann das menschliche Auge eigentlich gar nicht mehr als Full-HD auf diese Displaydiagonalen auflösen.
Das bedeutet vor allem: mehr Stromhunger
Daher bedeutet diese vermeintlich revolutionäre Neuerung vor allem eines: einen immens erhöhten Stromverbrauch bei zugleich keinerlei Zusatznutzen für den Anwender. Warum sich Samsung nichts Neues einfallen lässt, außer die Eckdaten immer weiter in die Höhe zu schrauben, ist eine gute Frage. Eigentlich hatte man auf der IFA 2014 mit dem Galaxy Note Edge ein interessantes neues Konzept vorgestellt, das man nun guten Gewissens auf alle Note-Modelle hätte überführen können.
Neuer Chipsatz, der alle Komponenten in sich vereint
Darüber hinaus soll beim Galaxy Note 5 noch der hauseigene Exynos 7422 eingesetzt werden. Bei ihm sind Rechen- und Grafikkerne auf einem Chip konzentriert, zudem werden auch RAM, interner Speicher und ein Modem mit integriert. Das macht die Komponenten noch effizienter, da die Bandbreitenlimitation bei der Kommunikation zwischen räumlich getrennten Komponenten entfällt. Natürlich nimmt das Ganze dann auch noch weniger Raum weg. Das immerhin könnte also eine der positiveren Neuerungen des Note 5 sein – auch wenn eigentlich niemand derzeit mehr Leistung benötigt...
von Janko
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Datenblatt
Displaygröße
5,7
Zoll
Das Display ist vergleichsweise klein. Die Zollgröße liegt unter dem Marktschnitt von 6,2 Zoll. Gute Eignung für einhändige Bedienung.
Arbeitsspeicher
4
GB
Der RAM bietet eine typische Kapazität. Es können mehrere Apps ohne Leistungseinbußen gleichzeitig genutzt werden.
Akkukapazität
3.000
mAh
Die Akkulaufzeiten fallen kurz aus. Die Akkukapazität liegt deutlich unter dem aktuellen Durchschnitt (4.300 mAh).
Aktualität
Vor 10 Jahren erschienen
Das Modell ist nicht mehr aktuell, im Schnitt verbleiben Smartphones 2 Jahre am Markt.