Das Wichtigste auf einen Blick:
- Erzielen wesentlich höhere Temperaturen von bis zu 500 Grad als Backöfen
- Holz und Gas ermöglichen besonders hohe Temperaturen, erfordern aber Übung
- Gasgrills komfortabler in der Bedienung
- Elektrische Pizzaöfen werden zunehmend leistungsstärker
- Mini-Öfen: Pizzarette sind ideal für gesellige Abende
Eine echte italienische Pizza zeichnet sich durch einen dünnen, knusprigen Boden und intensiven Geschmack aus. Zu Hause im Backofen gelingt das allerdings selten so perfekt wie im Pizzarestaurant. Spezielle Pizzaöfen für den heimischen Gebrauch sollen hier Abhilfe schaffen. Doch ist eine Anschaffung wirklich sinnvoll? Wir klären auf und geben hilfreiche Tipps, worauf beim Kauf zu achten ist.
Pizzaofen oder herkömmlicher Ofen – Wo gelingt die Pizza besser?
Mit einem Pizzaofen können Sie sich zu Hause Ihre eigene italienische Pizza aus dem Steinofen zaubern. (Bildquelle: de.ooni.com)
Ob der Pizzaofen oder der klassische Backofen besser ist, hängt ganz von Ihren Erwartungen ab. Wer Pizza in der Qualität vom Lieblings-Italiener möchte, trifft mit einem Pizzaofen definitiv die richtige Wahl. Der Grund hierfür ist simpel: Für knusprige, aromatische Pizzaböden sind sehr hohe Temperaturen entscheidend, die ein normaler Backofen kaum erreicht. Pizzaöfen kommen auf Temperaturen von etwa 450 bis 500 Grad Celsius. Einen solchen Wert schafft ein herkömmlicher Ofen nur während des Pyrolyse-Selbstreinigungsprogramms.
Ein weiterer Vorteil der extremen Hitze: Die Backzeit beträgt nur wenige Minuten. So können Sie schneller genießen und auch mehrere Gäste zügig mit frischer Pizza versorgen.
Warum spielt die Temperatur eine so große Rolle?
Die starke Hitze bewirkt, dass der Pizzaboden wunderbar knusprig wird, ohne auszutrocknen. Ihr Pizzaofen sollte daher mindestens 300 bis 350 °C erreichen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Für authentische neapolitanische Pizza empfehlen sich Öfen, die 450–500 °C erreichen.
Diese Pizzaöfen bringen ordentlich Hitze
| Max. Temperatur | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
|---|---|---|---|---|---|---|
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ab 349,00 € ![]() Sehr gut 1,2 |
500 °C |
Schnell und flexibel befeuerbar Weiterlesen |
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185 Meinungen 1 Test |
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ab 649,00 € ![]() Sehr gut 1,2 |
500 °C |
Höllenheiß und flexibel Weiterlesen |
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504 Meinungen 2 Tests |
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ab 199,00 € ![]() Sehr gut 1,4 |
500 °C |
Pizzaofen aus Edelstahl mit Pizzastein Weiterlesen |
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1.436 Meinungen 1 Test |
Gas, Elektro, Holz oder Multi-Fuel – Welche Befeuerung ist ideal?
Ähnlich wie bei Grills gilt auch für Pizzaöfen: Holz und Gas ermöglichen besonders hohe Temperaturen. Zudem sorgt die Befeuerung mit Holz oder Holzkohle für ein unverwechselbares Raucharoma. Allerdings benötigt man etwas Übung, um die richtige Hitze zu treffen.Deutlich komfortabler sind gasbetriebene Modelle. Sie stellen die Temperatur einfach ein, der Ofen heizt sich automatisch auf diese ein. Zudem gibt es keine starke Rauchentwicklung. Aktuelle Modelle von Ooni (Koda 2, Koda 2 Pro) und Gozney (Roccbox, Tread) gehören zu den meistgetesteten und empfohlensten Gasöfen der Saison 2024/2025.
Besonders flexibel sind sogenannte Multi-Fuel-Öfen wie der Ooni Karu oder die Gozney Roccbox: Sie lassen sich wahlweise mit Holz, Holzkohle oder – per optionalem Gasaufsatz – auch mit Gas betreiben. So vereinen sie das authentische Raucharoma der Holzbefeuerung mit der Komfort-Option Gas.
Elektrische Pizzaöfen haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Während ältere Modelle oft nur Temperaturen um 300 °C erreichten, schaffen moderne Geräte wie der Ooni Volt 2 bis zu 450 °C und backen neapolitanische Pizza in etwa 90 Sekunden. Sie sind uneingeschränkt für die Nutzung in Innenräumen geeignet – ein entscheidender Vorteil für Balkon-Nutzer und für die Ganzjahresnutzung in den eigenen vier Wänden. Einfachere elektrische Tischöfen mit Terracotta-Kuppel (z. B. G3Ferrari, Unold) sind günstiger, erreichen aber niedrigere Temperaturen und liefern ein Ergebnis, das eher einer Pizza aus dem Heimofen ähnelt.
Die Pizzarette: Ideal für gesellige Abende
Die kleinen Kuppelöfen (hier der Emerio PO-115984) sind eine tolle Alternative zu Raclette oder Fondue. (Bildquelle: amazon.de)
Eine Pizzarette, auch Pizzadom genannt, eignet sich hervorragend für gemütliche Runden mit Freunden oder Familie. Es handelt sich dabei um einen kleinen Tischofen mit einer Terracotta-Kuppel und einer oder mehreren Heizspiralen. Je nach Modell können darin Mini-Pizzen für bis zu acht Personen gleichzeitig zubereitet werden. Manche Varianten verfügen über ein flaches „Dach", auf dem auch kleine Teigfladen gebacken werden können.
Unverzichtbar: Der Pizzastein – und die Alternative Pizzastahl
Jeder Pizzaofen ist mit einem Pizzastein ausgestattet, meist aus Schamotte oder Cordierit gefertigt, aber auch Speckstein oder Keramik sind beliebte Materialien. Gemeinsam ist ihnen die Fähigkeit, hohe Temperaturen auszuhalten und Feuchtigkeit aufzusaugen, wodurch der Pizzaboden wunderbar knusprig wird.Als Alternative zum klassischen Pizzastein hat sich in den letzten Jahren der Pizzastahl etabliert. Er besteht aus einer massiven Stahlplatte und leitet Wärme deutlich schneller auf den Teig als Stein – was besonders bei hohen Temperaturen für einen noch knusprigeren Boden sorgt. Pizzastähle sind robuster (kein Risiko von Rissen), lassen sich gut reinigen und sind auch für normale Backöfen empfehlenswert. Ihr Nachteil: Sie sind schwerer und teurer als Pizzasteine.
Die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Pizzasteine im Überblick:
| Material | Eigenschaften |
|---|---|
| Schamotte | Die gängigste Variante. Speichert die Wärme sehr gut und gibt diese gleichmäßig und langsam ab. Ideal für mehrere Backvorgänge hintereinander. Bei starken Temperaturschwankungen kann sie jedoch leicht reißen. |
| Cordierit | Widerstandsfähiger gegenüber Temperaturschwankungen und daher auch gut für den Grill geeignet. Manche Modelle sind ein- oder beidseitig glasiert, was die Reinigung erleichtert. |
| Keramik | Heizt schnell auf, kühlt aber auch deutlich schneller ab. Daher weniger geeignet für mehrere Backvorgänge direkt hintereinander. |
| Speckstein | Weiches, dennoch feuerfestes Material, das Wärme über lange Zeit speichert. Bei der Reinigung vorsichtig sein, da die Oberfläche empfindlich ist und leicht beschädigt werden kann. |
| Stahl | Leitet Wärme sehr schnell und intensiv an den Teig weiter. Besonders knuspriger Boden, keine Bruchgefahr, einfach zu reinigen. Schwerer und teurer als Stein, aber äußerst langlebig. |
So gelingt Ihre Pizza im Pizzaofen – Schritt für Schritt
- Heizen Sie den Pizzaofen gründlich vor; die meisten Hersteller empfehlen eine Vorheizzeit von 15 bis 20 Minuten (elektrische Hochtemperaturöfen wie der Ooni Volt 2 sind teils schon nach 12 Minuten bereit). Für Holzöfen ist ein Laser-Thermometer nützlich, um den idealen Backzeitpunkt zu ermitteln.
- Schieben Sie die Pizza mit kurzen, schwungvollen Bewegungen auf den Pizzaschieber und schieben Sie sie in den Ofen.
- Sobald die Pizza erste Blasen wirft (etwa nach 20 Sekunden), drehen Sie sie mit dem Schieber um 90 Grad. Dieses Vorgehen wiederholen Sie, bis die Pizza rundum gleichmäßig gebacken ist (in der Regel nach 60 bis 90 Sekunden bei Hochtemperaturöfen).
- Heben Sie die fertige Pizza mit einem schnellen Stoß wieder auf den Schieber und nehmen Sie sie aus dem Backofen.
- Genießen Sie Ihre knusprig-krosse Pizza sofort.
Unser Pizzateig-Rezept
Zutaten:
500 g Mehl (idealerweise Weizenmehl Typ 00 mit einem Klebereiweißanteil von 12,5 bis 14 %)
250 ml lau






















