Das Wichtigste auf einen Blick:
- klassische Rasierwassesr sind wässrig-alkoholische Lösungen
- Rasierwasser optimal für normale und tendenziell fettige Hauttypen
- Produkte mit antibakterieller Wirkung vor allem nach der Nassrasur empfohlen
- Gel, Creme, Fluid oder Balsam brennt seltener auf der Haut
- oft bietet die feuchtigkeitsspendende Wirkung den entscheidenden Mehrwert
- Rasierwasser und Gele wirken tendenziell kühlend-erfrischend
Aftershave, Rasierwasser und Balsam kaufen: Ratgeber und Kaufberatung
Speziell nach einer Nassrasur entstehen auf der Haut winzige, unsichtbare Verletzungen, in die Schmutz und Bakterien eindringen können. Ein Aftershave oder Rasierwasser desinfiziert, beruhigt und pflegt die Haut nach diesem Eingriff – je nach Produkttyp mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Bei einer Trockenrasur oder beim Trimmen mit einem Bartschneider ist ein Aftershave weniger zwingend notwendig, kann aber dennoch pflegend wirken. Dieser Ratgeber erklärt, welcher Produkttyp für welchen Hauttyp geeignet ist und was Tests über die Inhaltsstoffe verraten.Rasierwasser: Desinfizierend und erfrischend
Klassisches Rasierwasser enthält zu einem Großteil Alkohol, der die Haut nach der Rasur desinfiziert und durch seine rasche Verdunstung einen angenehmen Kühlungseffekt erzeugt. Das ist der eindeutige Vorteil: keine andere Aftershave-Form erreicht eine vergleichbare antibakterielle Wirkung. Der Nachteil: Rasierwasser brennt auf frisch rasierter Haut und kann bei regelmäßiger Anwendung die Haut austrocknen. Rasierwasser eignet sich daher vor allem für Männer mit fettiger bis normaler, unempfindlicher Haut. Für empfindliche oder trockene Haut empfiehlt sich ein alkoholfreier Balsam.
Das Rasierwasser von Weleda eignet sich als Pre- und Aftershave und blieb im Öko-Test ohne Beanstandungen. (Bildquelle: amazon.de)
Balsam, Lotion, Fluid und Gel: Pflege im Vordergrund
Alkoholfreie Aftershave-Produkte – ob Balsam, Lotion, Fluid oder Gel – setzen den Schwerpunkt auf Pflege statt Desinfektion. Sie enthalten meist beruhigende, entzündungshemmende Stoffe wie Aloe vera, Panthenol, Kamille, Bisabolol oder Allantoin sowie pflanzliche Öle und Fette wie Sonnenblumen-, Sesam- oder Mandelöl sowie Shea- oder Kakaobutter. Das macht sie besonders geeignet für empfindliche oder trockene Haut.- Balsam und Lotion: Kremig und reichhaltig – ideal für trockene und empfindliche Haut. Feuchtigkeitsspendend und beruhigend.
- Gel: Leicht und kühlend – gut für normale bis fettige Haut. Manche Produkte können im Kühlschrank gelagert werden, was den Kühleffekt verstärkt.
- Fluid: Leichte, schnell einziehende Konsistenz. Guter Kompromiss zwischen Pflege und Leichtigkeit.
- Aftershave-Creme: Unterscheidet sich in Zusammensetzung und Wirkung kaum von normaler Gesichtscreme. Pflegt intensiv, eignet sich auch als Teil der allgemeinen Gesichtspflege.
Balsamprodukte wie das von Sebamed setzen auf feuchtigkeitsspendende und hautberuhigende Wirkung ohne Alkohol. (Bildquelle: amazon.de)
Was Tests über Inhaltsstoffe verraten
Öko-Test hat in der Ausgabe 10/2023 insgesamt 26 Aftershave-Balsame untersucht, darunter auch sechs zertifizierte Naturkosmetikprodukte. Das Ergebnis ist überwiegend positiv: 16 der 26 getesteten Aftershave-Balsame sind mit dem Urteil sehr gut uneingeschränkt empfehlenswert, darunter preiswerte Produkte aus Drogerien und Supermärkten ebenso wie Naturkosmetik. Besonders gut schnitten Naturkosmetikmarken wie Weleda und GRN ab.Trotzdem gibt es Inhaltsstoffe, auf die Käufer achten sollten:
- Moschus-Verbindungen: Einige synthetische Moschus-Duftstoffe können sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Öko-Test bemängelt diese Verbindungen regelmäßig in Kosmetikprodukten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt Naturkosmetik mit deklarierten Inhaltsstoffen.
- Diethylphthalat (DEP): Wird als Vergällungsmittel für Alkohol oder als Trägerstoff für Duftstoffe eingesetzt. Die Europäische Chemikalienagentur prüft Diethylphthalat wegen des Verdachts, hormonell wirksam zu sein.
- PEG-Verbindungen: PEG-Verbindungen fanden sich in drei der getesteten Aftershave-Balsame. Sie können die Hautbarriere durchlässiger machen und damit das Eindringen anderer Stoffe erleichtern.
- Allergieauslösende Duftstoffe: Bestimmte Duftstoffe wie Eichenmoos, Baummoos oder Isoeugenol gelten laut Dermatologischen Kliniken als starke Allergene. Wer zu Hautreaktionen neigt, sollte die INCI-Liste prüfen oder gezielt parfümfreie Produkte wählen.





















