Das Wichtigste auf einen Blick:
- gewähren einen klaren Präzisions- und Komfortvorteil
- für Büroarbeiten empfehlen sich Mauspads mit Handballenablage
- PC-Spieler bevorzugen große Stoff-Mauspads
Wie gehen Testmagazine bei der Prüfung von Mauspads vor?
Die Auswahl eines Mauspads hängt stark von individuellen Vorlieben ab, was eine objektive Bewertung einer Mausunterlage zu einer Herausforderung macht. Dennoch fokussieren sich Testmagazine meistens auf die Gleiteigenschaften: Die Maus sollte mit möglichst geringem Widerstand über das Pad gleiten, ohne dabei zu stark zu rutschen. Bei Hartplastik-Mauspads ist eine abriebfeste Oberfläche wichtig. Das Mauspad muss außerdem rutschfest auf dem Tisch liegen und darf sich nicht leicht verschieben lassen – in der Regel sorgen dafür Gummierungen. Auch die Verarbeitung wird genau unter die Lupe genommen: Hartplastikpads sollten keine scharfen Kanten aufweisen, bei Stoffpads dürfen keine Mängel an den Nähten entlang der Ränder entstehen. Nicht zuletzt spielt der Preis eine wichtige Rolle. Das Mauspad muss einen höheren Kaufpreis durch einen klaren Mehrwert im Vergleich zur Konkurrenz rechtfertigen können.
Großformatige Stoff-Mauspads sind unter Gamern beliebt, können aber auch preisintensiv sein. (Bildquelle: amazon.de)
Reicht auch ein günstiges Mauspad aus?
Ein Mauspad, das man zufällig aus dem Karton des Desktop-PCs entnimmt oder als Werbegeschenk erhält, kann im Alltag am Schreibtisch oder im Büro das Mausverhalten durchaus negativ beeinflussen. Abhängig von der Oberfläche verändert sich die Steuerung des Mauszeigers – besonders rau strukturierte Pads mit hohem Widerstand können langfristig sogar unangenehme Belastungen für den Arm verursachen. Ähnliches gilt für Pads, die sehr hoch sind (etwa 5 Millimeter oder mehr). In Büroumgebungen haben sich ergonomisch gestaltete Mauspads mit einer erhöhten Handgelenksauflage bewährt. Diese Kombination ist stabiler als eine separate Handgelenkstütze, die leicht verrutschen kann.Welche Vor- und Nachteile besitzen Stoff- und Kunststoff-Mauspads?
Grundsätzlich bevorzugen die meisten Menschen Stoffpads gegenüber Kunststoffvarianten, da die Oberfläche eine leicht rauere Struktur bietet. Dadurch gleitet die Maus nicht zu schnell, was eine präzisere Steuerung der Maus ermöglicht – das schätzen nicht nur Grafiker. Andererseits sind rein plastische Mauspads bei Spielern beliebt, weil ihre Oberfläche ein gleichmäßiges Gleitverhalten bietet und schnelle Handbewegungen besser unterstützt.
Hartplastik-Mauspads bieten durch raue Beschichtungen einen sicheren Halt und verhindern übermäßiges Rutschen. (Bildquelle: amazon.de)
Eine weitere Variante sind Kunststoffpads mit einem Textilüberzug. Ein Vorteil hierbei: Die Textilschicht franst nicht so schnell aus, ist aber anfälliger für Beschädigungen. Je nach Ausführung variieren die Webarten – von besonders fein gewebten Modellen mit exzellenten Gleiteigenschaften bis zu grob strukturierten Varianten. Mithilfe einer Imprägnierung sind diese Modelle widerstandsfähiger gegen verschüttete Flüssigkeiten, etwa einen Kaffee, und schützen vor Verschmutzungen durch schwitzige Hände – ein Plus, das auch Gamer zu schätzen wissen.
Allerdings nutzt sich bei Stoff- und Textilpads die Oberfläche mit der Zeit ab, wodurch die Genauigkeit der Maussteuerung nachlässt. Bei reinen Kunststoffpads kann dies nicht passieren, ebenso wenig bei Modellen aus Silikon oder Metall. Glas-Mauspads bieten eine besonders harte, ultraglatten Oberfläche für maximale Gleitgeschwindigkeit und sind langlebig, können jedoch optische Mäuse bei schlechter Farbwahl in der Abtastung beeinträchtigen. Allerdings sind viele dieser Varianten hauptsächlich für Gamer gedacht, die auf beste Gleiteigenschaften setzen – für den Büroalltag sind sie oft weniger geeignet. Außerdem haben optische Mäuse auf Metallunterlagen zuweilen Schwierigkeiten, sich präzise zu positionieren. Gleiches gilt für Glasoberflächen, die für optische Mäuse nicht durchsichtig, sondern gefärbt sein sollten.
Obwohl moderne Sensoren das Nutzen der Maus auf verschiedensten Oberflächen ermöglichen, ist ein Mauspad dennoch empfehlenswert. Die Oberflächen sind so optimiert, dass sie als ideale Basis für unterschiedliche Maustypen dienen – warum also mehr Aufwand betreiben als nötig? Zudem schützt ein Mauspad den Schreibtisch vor Kratzern und bewahrt das optische System der Maus vor Schmutz und vorzeitigem Verschleiß.
Wodurch zeichnen sich Mauspads für Gamer aus?
Bei Mauspads für Spieler gibt es keine Einheitslösung. Das Angebot reicht von extrem gleitfreudigen Pads für sogenannte Low- und Highsense-Spieler über Modelle mit Mikrostruktur für optimale Steuerung bis hin zu extra großen Pads, die besonders Lowsense-Spielern viel Bewegungsfreiheit bieten. Einige Pads verfügen über zwei unterschiedliche Oberflächen, sodass sie für verschiedene Spielstile geeignet sind.Meist sind diese Pads sehr dünn (unter einem Millimeter) und speziell für optische Mäuse konzipiert oder besitzen mikroskopisch kleine Beschichtungen, die eine präzise Abtastung des Untergrunds erlauben. Darüber hinaus haben sich RGB-beleuchtete Mauspads im Gaming-Bereich etabliert: LED-Streifen am Rand oder unter einer transparenten Hartplastikschicht ermöglichen farbenfrohe Beleuchtungseffekte, die sich per Software mit anderen Peripheriegeräten synchronisieren lassen.
Im absoluten Premiumsegment bieten einige Modelle zudem integriertes induktives Laden: Kompatible kabellose Gaming-Mäuse werden direkt auf dem Pad aufgeladen, ohne dass Akkupausen nötig werden. Das breit gefächerte, spezialisierte Angebot stellt sicher, dass fast jeder Spielertyp das passende Mauspad für seine Anforderungen findet – deshalb sind konkrete oder allgemeine Empfehlungen kaum möglich. Als allgemeine Faustregel gilt jedoch: Je größer das Mauspad, desto besser, vor allem wenn mit niedriger Sensitivität gespielt wird.






















