Milchpumpen

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Ratgeber zu Milchpumpen

Brustpumpen für die Stillzeit

Milchpumpen Milchpumpen sind schon eine segensreiche Erfindung. Ob für Berufstätige, Frauen mit Milchstau oder Babys mit Saugschwäche - denn dann kann die Mutter Milch abpumpen, damit das Würmchen auf die Muttermilch nicht verzichten muss und der Milchfluss nicht abnimmt. Es gibt sie in elektrischer oder handbetriebener Ausführung und für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle – die weit vielfältiger sein können als die eben genannten. Insbesondere Medela hat hier die Nase vorn. Das Sortiment des Schweizer Unternehmens besteht derzeit aus nicht weniger als acht Milchpumpen für die verschiedensten Anwendungsszenarien.

Milchpumpe vs. Ausstreichen per Hand

Wer sich auf dem Markt orientierungslos fühlt, kann sich vor der Produktrecherche erst einmal die Gretchenfrage stellen: Könnte es, mit etwas Übung, nicht auch ausreichen, sich die Milch manuell aus der Brust zu streichen? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Eine Milchpumpe saugt die Muttermilch mittels Vakuum aus der Brust in einen Behälter, während beim Ausstreichen der Milchfluss mit gezielten Handgriffen angeregt wird - also ohne nüchterne Technik. Wer die Mühe auf sich nimmt, wird auf ein elektrisch betriebenes, zwischen rund 70 und 230 Euro teures Gerät gut verzichten können. Auch zwischen elektrischem und handbetriebenem Pumpen gibt es keine signifikanten Unterschiede: Studien haben gezeigt, dass mechanisches Abpumpen dem elektrischen Pumpen nicht unterlegen ist. Laut Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) gibt es keine Hinweise darauf, dass eine der beiden Methoden effektiver, langsamer oder schmerzhafter als die andere ist.

Trichtergröße eines der wichtigsten Auswahlkritierien

Daraus lässt sich ableiten, dass es hier kein falsch oder richtig gibt, sondern nur gute Gründe für die eine oder andere Entscheidung. Die Produktpalette von Medela mag beeindruckend sein, nervös muss sie niemanden machen. Wichtig bei der Auswahl ist vor allem die richtig Trichtergröße. Sie sollte zur anatomischen Form der mütterlichen Brustwarze passen. Ist der Trichter zu klein, kann das Absaugen schmerzen; ist er zu groß, wird zu viel Vorhofgewebe mit in den Trichter hineingezogen – was ebenfalls schmerzt und die Effizienz des Abpumpens schmälert. Einige Marken führen aus diesem Grund mehrere Trichtergrößen. Bei der Handpumpe von Ardo beispielsweise gehören drei Glockengrößen zum Standard-Lieferumfang; Philips Avent wiederum liefert zwei Kissengrößen bei seiner „Komfort-Milchpumpe“ mit und NUK setzt auf weiche Softkissen, die sich an die Brust anpassen.

Massagekissen sollen den Milchfluss anregen

Zur Anregung des Milchspendereflexes werden spezielle Massagekissen mit Noppen oder Zwei-Phasen-Milchpumpen angeboten, die das natürliche Saugverhalten des Kindes imitieren sollen. Billig sind solche "Komfort-Pumpen" nicht – und speziell die elektrischen Brustpumpen können ein echtes Loch ins Budget reißen, wenn keine medizinische Indikation vorliegt. Doch mit Handpumpen hat man es ungleich schwerer, wenn regelmäßig gepumpt werden soll. Das Pumpen kostet Kraft und kann mehrere Stunden dauern, erfordert außerdem Übung und lässt die Milch nicht gerade in Strömen fließen. Das Mobilitätsargument allein reicht vielen nicht, um zur billigeren Handpumpe zu greifen - insbesondere auch deshalb, weil es inzwischen sehr flexible elektrische Brustpumpen für den Netz- und Batteriebetrieb gibt. Soll mehrmals täglich abgepumpt werden, empfehlen sich beidseitige Milchpumpen. Sie können die Pumpzeit erheblich reduzieren und die Milchmenge erhöhen.

WHO zum kodexkonformen Verhalten der Hersteller

Zuletzt vielleicht noch ein Hinweis zur Bedeutung des Stillens: Mit wenigen Ausnahmen wie Ardo oder Mamivac missachten übrigens viele Hersteller den Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ziel dieses Kodex ist es, eine Vermarktung von Saugflaschen und künstlichen Saugern auf Kosten des Stillens zu verhindern. Denn Eltern sind in der ersten hektischen Zeit mit ihrem Baby eine dankbare Klientel für geschäftstüchtige Hersteller, die die Zeitnot oder auch Stillprobleme aufgreifen und mit Werbung für Saugflaschen bequeme Lösungen in Aussicht stellen, die den Beginn des Abstillens markieren können.

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