Die besten Frostschutzmittel

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Bei Frost stets flüs­sig blei­ben

Frostschutz-Konzentrat von Sonax Frostschutz von Sonax

Auch wer sich sonst wenig mit der Technik seines Autos beschäftigt, kennt meist den Zusatz, der die Scheibenwaschanlage vor dem Einfrieren bewahren soll. Kaum ein Supermarkt verzichtet darauf, diesen Saisonartikel zu Beginn der kalten Jahreszeit anzubieten. Doch die Frostschutzmittel für das Auto umfassen zwei unterschiedliche Produktgruppen. Nicht ganz so häufig kommen Laien mit dem Frostschutzmittel für das Kühlsystem in Berührung, das aber von entscheidender Bedeutung ist: Es verhindert Platzer und Korrosion in den Wasserkanälen des Motors und schützt damit vor kapitalen und kostspieligen Schäden.

Alkohol mit Citrus- und Pfirsichduft

Frostschutz für die Scheibenwaschanlage enthält als wichtigste Zutat Alkohol (Ethanol) gegen das Einfrieren, hinzu kommen meist Tenside für eine bessere Reinigungswirkung. Weitere Bestandteile sind Duft-, Farb- und Hilfsstoffe; gängig sind blaue Einfärbungen sowie Citrus- oder Pfirsichgeruch. Im Handel finden sich Konzentrate und Fertigmischungen. Unverdünnt lässt sich mit den Konzentraten eine Wirkung bis zu minus 60 Grad erzielen. Bei einer 1:1-Mischung bleibt das Waschwasser bis etwa minus 20 Grad flüssig, und auf diese Temperaturen sind auch die meisten Fertigmischungen abgestimmt, die ohne das Hinzumixen von Wasser direkt in die vorgesehenen Behälter im Motor- oder Kofferraum gekippt werden. Ein Konzentrat hingegen hat den Vorteil, im Original-Gefäß weniger Platz und Gewicht in Anspruch zu nehmen; außerdem kann es individuell auf bestimmte Frostgrade eingestellt werden.

Schlieren und Sedimente

Schlechter Scheibenfrostschutz fällt nicht unbedingt dadurch negativ auf, dass er den angegeben Minusgraden nicht standhält. Vielmehr patzen einige Reiniger bei Vergleichstests in den Prüfdisziplinen zur Materialverträglichkeit, Sedimentbildung oder Reinigungswirkung: Wenn der Lack oder auch das Polycarbonat-Glas der Scheinwerfer unter einer zu aggressiven Wirkung leiden, führt dies ebenso zu Herabstufung wie die Ablagerungen, die über kurz oder lang den Wasserstands-Messfühler oder die Pumpe lahmlegen können. Einige Frostschutz-/Scheibenreinigerprodukte hinterlassen Schlieren oder einen Schmierfilm auf der Scheibe; in der „Auto Bild“ (Heft 47/2010) landete das „Gut & Günstig“-Mittel von Edeka deshalb auf dem zwölften und damit letzten Platz. Die vorderen Ränge werden meist von renommierten Marken wie Sonax oder Autosol belegt, für deren Mittel etwas mehr anzulegen ist. Brauchbare Ergebnisse lassen sich aber auch mit unbekanntere Anbietern erzielen, etwa mit dem Frostschutz von ATR car technic.

In der StVO direkt und indirekt vorschrieben

In einer älteren, 2006 erstellten Fassung der Straßenverkehrsordnung war in Paragraph 2 das Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage als Bestandteil der Winterausrüstung neben „geeigneter Bereifung“ explizit vorgeschrieben. Aus der aktuellen Fassung ist dieser Passus zwar verschwunden, man ist als Fahrzeugführer aber weiterhin dafür verantwortlich, dass die Sicht nicht durch den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Da überdies die Scheibenwaschanlage durch Einfrieren teuren Schaden nehmen kann, ist der Einsatz von Frostschutz-Zusätzen aus mehreren Gründen sinnvoll.

Auch für Korrosionsschutz und Schmierung

Noch gravierender sind die Folgen für die Technik, wenn der Frostschutz für das Kühlsystem unterdosiert ist. Verwandelt sich das Wasser in den feinen Verästelungen der Kühlkanäle des Motors in Eis, so kann die Ausdehnung das Triebwerk bersten lassen. An Motorblöcken ist daher im Regelfall ein Frostschutzstopfen vorhanden, der das Schlimmste abwenden soll, indem er zuerst nachgibt. Die richtige Menge an Frostschutzmittel im Kühlwasser kann solches Unheil abwenden. Solche Zusätze bestehen im Wesentlichen aus Ethylenglykol und gewährleisten im Normalfall bei einem Mischungsverhältnis von 1:1 einen Schutz bis minus 40 Grad. Ein höherer Anteil ist nicht empfehlenswert, da die Motorenhitze bei zu viel Frostschutz und zu wenig Wasser schlechter abgeleitet wird. Neben dem Alkohol sind auch Zusätze enthalten, die das Kühlsystem vor Korrosion bewahren und die Wasserpumpe schmieren sollen. Da insbesondere der Korrosionsschutz im Laufe der Jahre nachlässt, sind turnusmäßige Wechsel vorgesehen. Die Intervalle können in der Betriebsanleitung oder im Wartungsheft nachgeschlagen werden. Den Austausch des Kühlwassers überlassen die meisten Autofahrer ihrer Werkstatt, ein Nachfüllen oder Wechseln inklusive Frostschutz ist aber auch in Eigenleistung möglich. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Sorte für jeden Wagen zugelassen ist und ein Mischen verschiedener Zusätze negative Folgen wie ein Verklumpen haben kann. Unterschieden wird zwischen Produkten mit und ohne Silikat als Korrosionsschutz.

Glysantin-Frostschutz G48 von BASF BASF Glysantin G48

Freigabe als Orientierungshilfe

Auf der sicheren Seite ist, wer die Kühlmittel-Freigaben des Fahrzeugherstellers beachtet, die wiederum in der Betriebsanleitung, im Wartungsheft oder manchmal auch auf der Hersteller-Website zu finden sind. In manchen Fällen ist die Wahl einfach, bei Mercedes etwa werden in alle Pkw silikathaltige Frostschutzmittel gefüllt, die nach Blatt 325.0 der Betriebsvorschriften freigegeben sind. Von dieser Sorte sind etliche Mittel verfügbar, eines der bekanntesten Produkte ist das Glysantin G48 von BASF. Wenn eine Freigabe existiert, so sollte sie auf der Verpackung aufgedruckt sein. Im Handel finden sich allerdings zahlreiche Frostschutzkonzentrate, bei denen die Autochemie-Produzenten auf Freigaben bei den einzelnen Automobilherstellern verzichtet haben, da solche Zertifizierungen mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. An der prinzipiellen Verwendbarkeit ändert die fehlende Freigabe nichts, man sollte als Anwender aber genau wissen, was man tut.

Kein einheitliches Farbschema

Blau-grüner, silikathaltiger Frostschutz wie das Glysantin G48 eignet sich u.a. auch für BMW und Volvo, außerdem für ältere Fahrzeuge von VW und Audi bis zum Baujahr 1996. Neuere Motoren aus Wolfsburg und Ingolstadt werden hingegen mit den violetten bzw. roten Sorten Glysantin G30 und G40 oder vergleichbaren silikatfreien Produkten anderer Hersteller befüllt. Die meisten japanischen Hersteller setzen ebenfalls auf silikatfreie Mittel wie das Glysantin G30. Generell kann man sagen, dass blaue oder grüne Mittel silikathaltig sind und nicht mit den roten oder violetten silikatfreien Mitteln gemischt werden sollten. Das Farbschema ist jedoch nicht einheitlich festgelegt und kennt Ausnahmen: Für Citroën und Peugeot bietet BASF das Glysantin G33 an, das trotz seiner blau-grünen Farbe kein Silikat enthält. Zur Orientierung bietet BASF die Zulassungscodes der Automobilhersteller mit den passenden Glysantin-Frostschutzmitteln in einer PDF-Datei an.

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  4. Auch für Korrosionsschutz und Schmierung
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