Kindersitze im Vergleich: Nicht ganz sicher

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Inhalt

Wie gut sind Kindersitze? Auto Motor und Sport hat zusammen mit dem TÜV Süd 14 Modelle für alle Altersklassen in Crash-Versuchen getestet. Das alarmierende Ergebnis: Nicht in allen Sitzen hätten die Kleinen einen Unfall unbeschadet überstanden.

Was wurde getestet?

Im Praxistest befanden sich 14 Kindersitze in 3 Normen, darunter 4 Sitze der Gruppe 0/0+, 5 Kindersitze der Gruppe I und 5 Kindersitze der Gruppe II - III. Die Endnoten waren 8 x „empfehlenswert“, 2 x „bedingt empfehlenswert“ und 4 x „nicht empfehlenswert“. Als Testkriterien dienten die Wahrscheinlichkeiten schwerer Verletzungen im Allgemeinen sowie am Kopf, Hals und Brust.

Im Vergleichstest:

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4 Kindersitze der Gruppe 0/0+ im Vergleichstest

  • Aton Q

    Cybex Aton Q

    • Typ: Babyschale;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe 0+ (bis 13 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Nein;
    • Rückwärtsgerichtet: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Gute Verarbeitung, hochwertige Materialien, geringe Belastungswerte im Crashtest, leichter Einbau von Konsole und Schale, verstellbare Kopfstütze.
    Minus: Trotz verstellbarer Kopfstütze für große Kinder knappes Platzangebot, Indikatoren für korrekten Einbau an der Konsole schwer abzulesen, hohes Gewicht.“

  • Cocoon

    Froggy Cocoon

    • Typ: Babyschale;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe 0+ (bis 13 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Nein;
    • Rückwärtsgerichtet: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Niedriger Preis, geringes Gewicht, geringe Belastungswerte beim Crashtest.
    Minus: Nachlässige Verarbeitung (zum Teil scharfe Kanten), dünn gepolstert, wenig hochwertige Materialien, Bedienungsanleitung nur in Englisch, Keine Isofix-Befestigung möglich, laut Norm unzulässige Größenbeschränkung (bis 66 Zentimeter).“

  • Navetta XL

    Peg Perego Navetta XL

    • Typ: Kindersitz

    „empfehlenswert“

    „Plus: Schonender Transport für Säuglinge, geringe Belastungswerte beim Frontalcrash.
    Minus: Komplizierter Einbau, großer Platzbedarf (mindestens zwei Sitzplätze), nur Zulassung für Gruppe 0 (Kinder bis zehn Kilogramm/neun Monate), Verhalten im Fall eines Seitenaufpralls unklar (da nicht getestet).“

  • Privia

    Recaro Privia

    • Typ: Babyschale;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe 0+ (bis 13 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Nein;
    • Rückwärtsgerichtet: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Gute Verarbeitung, hochwertige Materialien, einfacher Ein- und Ausbau dank Isofix-Konsole, Schale vergleichsweise leicht, geringe Belastungswerte beim Crashtest, einfach verständliche Befestigungskontrolle an der Konsole.
    Minus: Für große Kinder knappes Platzangebot, Polsterung am Gurtschloss erschwert Einrasten.“

5 Kindersitze der Gruppe I im Vergleichstest

  • 1

    BeSafe iZi Plus

    HTS BeSafe iZi Plus

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe 0-II (bis 25 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Nein;
    • Rückwärtsgerichtet: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Reboard-Sitz für Autos ohne Isofix, geringe Belastungswerte beim Crashtest, vergleichsweise große Beinfreiheit.
    Minus: Aufwendige Montage, benötigt zwei weitere Befestigungspunkte für zusätzliche Spanngurte, hohes Gewicht, hoher Preis.“

  • 1

    2wayPearl mit Isofix-Basis 2wayFix

    Maxi-Cosi 2wayPearl mit Isofix-Basis 2wayFix

    • Typ: Reboarder;
    • Gruppe nach Körpergröße (i-Size): Von 67 bis 105 cm;
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja;
    • Vorwärts und rückwärts: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Einfache Montage von Isofixplattform und Sitz, geringe Belastungswerte beim Crashtest (vorwärtsgerichtet), hochwertige Materialien.
    Minus: Nur zusammen mit Isofix-Konsole verwendbar, hohes Gewicht, Fünfpunktgurt lässt sich nach Crash nicht entspannen.“

  • 1

    2wayPearl reboard

    Maxi-Cosi 2wayPearl reboard

    • Typ: Reboarder;
    • Gruppe nach Körpergröße (i-Size): Von 67 bis 105 cm;
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja;
    • Vorwärts und rückwärts: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Einfache Montage von Isofix-Plattform und Sitz, hochwertige Materialien.
    Minus: Nur mit Isofix-Konsole verwendbar, hohes Gewicht, wenig Platz für die Beine, beim Reboard-Einsatz im Crash erhöhte Kopfbelastung, Fünfpunktgurt lässt sich nach Crash nicht entspannen.“

  • 4

    Transformer XT Pro

    Concord Transformer XT Pro

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe I-III (9 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja;
    • Vorwärtsgerichtet: Ja

    „nicht empfehlenswert“

    „Plus: Universell für Gruppen I bis III einsetzbar, Rücklehne lässt sich in Höhe und Weite anpassen, zusätzliche Isofix-Halterung.
    Minus: Erhöhte Verletzungsgefahr für Hals und Kopf, Rückenlehne bricht beim Crash, Fangtisch fummelig zu befestigen, teuer.“

  • 4

    Kinder Autositz

    Jago Kinder Autositz

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe I-III (9 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Nein;
    • Vorwärtsgerichtet: Ja

    „nicht empfehlenswert“

    „Plus: Niedriger Preis, universell für Gruppe I bis III einsetzbar, geringes Gewicht.
    Minus: Schloss des Fünfpunktgurts löst sich beim Crash, Befestigung als Gruppe-I-Version per Fahrzeuggurt kompliziert, billige Materialien, wenig hochwertige Verarbeitung.“

5 Kindersitze der Gruppe II - III im Vergleichstest

  • 1

    Oasys 2/3 Fixplus

    Chicco Oasys 2/3 Fixplus

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe II-III (15 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja

    „empfehlenswert“

    „Plus: Hochwertige Verarbeitung, zusätzliche Fixierung über Isofix, Isofix-Befestigung leicht bedienbar, geringe Belastungswerte beim Crashtest, Sitzweite einstellbar, gute Gurtführung mit Verriegelung gegen Herausrutschen.
    Minus: Hohes Gewicht.“

  • 2

    Kidfix XP Sict

    Britax Römer Kidfix XP Sict

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe II-III (15 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja;
    • Vorwärtsgerichtet: Ja

    „bedingt empfehlenswert“

    „Plus: Hochwertige Verarbeitung, zusätzliche Fixierung über Isofix, leicht montierbar, zusätzliches Element zum Schutz beim Seitenaufprall (nicht getestet), sehr gute Gurtführung durch verriegelbare Öse und Schulterpolster.
    Minus: Hohes Gewicht.“

  • 2

    Solution Q-Fix

    Cybex Solution Q-Fix

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe II-III (15 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja;
    • Vorwärtsgerichtet: Ja

    „bedingt empfehlenswert“

    „Plus: Hochwertige Verarbeitung, zusätzliche Fixierung über Isofix, Isofix-Befestigung leicht bedienbar, Sitz in Höhe und Weite verstellbar, zusätzlicher Schutz beim Seitenaufprall (nicht getestet), gute Gurtführung.
    Minus: Hohes Gewicht, Sitzweite nicht getrennt verstellbar.“

  • 4

    Manga

    Baby Relax Manga

    • Typ: Sitzerhöher;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe II-III (15 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Nein;
    • Vorwärtsgerichtet: Ja

    „nicht empfehlenswert“

    „Plus: Niedriger Preis, geringes Gewicht, leicht zu transportieren, Nasen zur Gurtführung im Hüftbereich verhindern ein Wegrutschen beim Crash.
    Minus: Keine Führung des Schultergurts, hohes Verletzungsrisiko, kein Schutz beim Seitenaufprall.“

  • 4

    Transformer XT Pro

    Concord Transformer XT Pro

    • Typ: Kindersitz;
    • Gruppe nach Körpergewicht: Gruppe I-III (9 bis 36 kg);
    • Nur Isofix-Befestigung: Ja;
    • Vorwärtsgerichtet: Ja

    „nicht empfehlenswert“

    „Wie wichtig eine gute Gurtführung ist, zeigt sich beim Crashtest mit dem Concord-Sitz zusammen mit dem Sechsjährigen-Dummy: Da das Band zu weit außen gehalten wird, lässt sich ein Kind nicht optimal sichern. Beim Crash dreht sich der Oberkörper aus dem Schultergurt heraus. Der Kopf schlägt auf Arm und Oberschenkel auf.“

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