Winterreifen

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Produktwissen und weitere Tests zu Winterräder

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M+S-Reifen

Winterreifen können an dem "M+S"-Symbol oder der Schneeflocke auf der Reifenflanke erkannt werden. Allerdings verwenden auch Ganzjahresreifen diese Erkennungsmerkmale. Durch die weichere Gummimischung und ein besonderes Profil bieten Winterreifen besseren Halt auf Schnee und Nässe, leiden auf trockener Fahrbahn aber unter erhöhtem Abrieb. Wenn der Winter naht, sollten die Sommerreifen gegen Winterreifen ausgetauscht werden. Zwar zeigen neueste Tests, dass die alte "7-Grad-Regel" nicht mehr unbedingt hilfreich ist, da moderne Sommerreifen auch bei deutlich niedrigeren Temperaturen noch vollkommen ausreichend Haftung finden. Doch spätestens wenn Nässe hinzutritt, ist es Zeit für den Wechsel. Winterreifen können dabei am Zeichen M+S erkannt werden, welches für "Matsch+Schnee" steht. Dieses Zeichen ist allerdings nicht gesetzlich geschützt, es kann theoretisch auch auf Reifen zum Einsatz kommen, die keinerlei Wintertauglichkeit besitzen. Manchmal findet sich auch eine Schneeflocke als Symbol – das Eiskristall vor einem gezackten Berg stammt aus Kanada. Es ist an ein Prüfverfahren gebunden, welches einen einigermaßen zuverlässigen Rückschluss auf die Wintertauglichkeit erlaubt. Winterreifen haben eine kälteresistente Gummimischung, die bei Minustemperaturen nicht verhärtet. Dadurch können sich die Reifen besser mit dem Untergrund verzahnen. Ein spezielles Lamellenprofil lässt sie insbesondere auf feuchten oder mit Schnee bedeckten Straßen gut haften. Die Profilgestaltung von Winterreifen nähert sich dabei immer mehr den Sommerprofilen an, so dass sich das Fahrgefühl kaum noch unterscheidet. Dennoch muss, anders als bei vielen Sommerreifen, eine Aufziehrichtung beachtet werden, da das Profil nur dann seine Wirkung entfalten kann. Auch sollten Winterreifen bei wärmeren Witterungsbedingungen nicht weiter genutzt werden, da die weiche Gummimischung für einen deutlich erhöhten Abrieb sorgt. Pfleglich behandelt, können Winterreifen aber über mehrere Jahre hinweg verwendet werden. Es sollte dabei jedoch beachtet werden, dass die Gummimischung sich mit der Zeit verhärtet und dadurch zunehmend schlechter greift. In Deutschland gilt wie bei Sommerreifen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Für effektiven Grip ist dies viel zu wenig; mindestens vier Millimeter sollten es sein. In anderen Ländern sind eventuell weitere Bedingungen zu beachten. In Österreich zum Bespiel ist sinnvollerweise die Profiltiefe von vier Millimetern das Minimum, damit ein Reifen überhaupt noch als Winterreifen gilt. Die Reifen sind davon abgesehen in so gut wie allen gängigen Sommerreifengrößen erhältlich. Selbst für die Geschwindigkeitsindizes V (bis 240 km/h) und W (bis 270 km/h) sind Winterreifen mittlerweile erhältlich. Ein Hersteller, der sich auf dem Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Winterreifen besonders hervorgetan hat, ist Pirelli.