Die Wahl des richtigen Brotbackautomaten
Die Kunst des Brotbackens zu Hause ist durch die zunehmende Verbreitung des Bäckers von nebenan und sogenannter Backstuben in allen größeren Supermärkten fast in Vergessenheit geraten. Wer trotz mangelnder Backkenntnisse nicht auf sein individuelles Wunschbrot verzichten möchte, kann zum Backautomaten greifen. Dieser muss lediglich mit den Zutaten und dem passenden Programm gefüttert werden, alles Weitere erledigt er von ganz allein. Doch zumindest beim Kauf gilt es, einige Dinge zu beachten.
Denn auch wenn alle Brotbackautomaten sehr ähnlich arbeiten, gibt es feine Unterschiede bei der Ausstattung, die maßgeblich über die Bedienbarkeit des Gerätes und über die Qualität des Brotes entscheiden. Der sicherlich klar ersichtlichste Unterschied liegt im Fassungsvermögen: Dieses reicht von 750 Gramm bis zu über 1,5 Kilogramm. Da aber viele Automaten mehrere verschiedene Größen backen können, empfehlt sich eher eine größere Backform als eine zu kleine. Nach runden Backformen sucht man übrigens vergebens: Auf dem Markt sind derzeit nur Geräte mit rechteckigen oder komplett quadratischen Formen erhältlich.
Beim verwendeten Knetwerk gibt es dagegen sehr wohl Unterschiede: Bei den meisten Modellen bleiben die Elemente beim Backen im Brot und müssen anschließend per Hand entfernt werden. Wer die daraus resultierenden, hässlichen Löcher vermeiden will, greift zu einem Automaten, bei dem die Rührhaken vor der letzten Ruhephase des Teigs noch entnommen werden können. Idealerweise besitzt das Gerät zudem ein Knetwerk mit zwei Rührhaken, die sowohl rechts als auch links herum drehen. Dadurch werden auch schwere Vollkornteige gut durchgeknetet.
Praktisch ist zudem eine automatische Zutatenzugabe. Hierbei kommen in ein Fach im Deckel Nüsse oder Körner. Diese gibt die Maschine zu einem vom Programm bestimmten Zeitpunkt oder auf Knopfdruck in den Teig. Unter anderem deshalb empfehlen sich Geräte mit einem Blickfenster. Die günstigere Version hält dagegen einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt kurz inne und macht mit einem Signalton darauf aufmerksam, dass nun die Zutaten beigegeben werden können. Diese müssen dann manuell eingestreut werden.
Auch eine Zeitschaltuhr ist empfehlenswert, da damit der Zeitpunkt bestimmt werden kann, zu dem das Brot fertig sein soll. Auf diese Weise kann das Gerät abends vor dem Schlafen gehen befüllt werden, und das Brot ist pünktlich zum Frühstück fertig. Eine Warmhalteautomatik ist hierfür eine sinnvolle Ergänzung, falls das Frühstück dann doch einmal verschoben werden sollte... Damit der Bräunungsgrad individuell angepasst werden kann, verfügen die meisten Geräte zudem über drei verschiedene Heizstufen. Weniger Stufen sind nicht empfehlenswert – die Vorlieben, was die Knusprigkeit der Brotkruste angeht, sind dafür dann doch zu unterschiedlich.