Fahrrad im Einkaufswagen Bild: Shutterstock / Irina Tkachuk

Fahrradsaison 2022: Modelle, Kauftipps, Zubehör

Endlich Frühling! Zeit, das Fahrrad flottzumachen – oder über eine Neuanschaffung nachzudenken. Wir verraten, warum Sie für beides derzeit viel Geduld aufbringen müssen. Außerdem erfahren Sie, welches Rad am besten zu Ihnen passt und worauf es beim Zubehör ankommt.

Warten auf das Wunschrad: Lieferketten noch gestört

Auch wenn sich die Lager langsam wieder füllen: Beim Kauf Ihres Wunschrads müssen Sie immer noch mit längeren Lieferzeiten rechnen. Das gilt auch für Ersatzteile. Hinzu kommt die Sorge vor weiter steigenden Mobilitätskosten: Hohe Spritpreise könnten die Nachfrage beflügeln, meint der Zweirad-Industrie-Verband. Einige Hersteller umschiffen das Lieferproblem, indem sie ihre Teile über kleinere Zulieferer beziehen.

Sitzt der lokale Händler gerade auf dem Trockenen, lohnt sich auch ein Blick zu den Versendern. Die Katze im Sack kaufen müssen Sie nicht, denn viele Onlineshops betreiben inzwischen ein mehr oder weniger dichtes Netz an stationären Filialen, über die Sie Probefahrttermine buchen können – etwa „Fahrrad XXL“ oder „Lucky Bike“. Auch Sportausstatter Decathlon führt unter verschiedenen Eigenmarken ein breites Fahrradangebot – mit sehenswerten Testergebnissen.

Grafik: Fahrradverkäufe stationär vs. Versender 

Radeln, Rasen oder Biken: Worauf beim Fahrradkauf achten?

Optik, Komfortanspruch, Parts, Budget – beim Fahrradkauf fließen viele Anforderungen ineinander. Allem voran steht aber die Frage: Welches Rad passt am besten zu mir? Sportskanone, Alltagsrad oder Tourenpackesel? In unserem Fahrrad-Ratgeber geben wir Orientierung und haben einige Tipps rund um die Ausstattung zusammengestellt.

Die besten Fahrräder

Fahrradhelme: Guter Schutz schon für wenig Geld

Sicherheit ist keine Frage des Preises. Auch günstige Helme erzielen gute Testnoten, z. B. das Allroundmodell Urban von Fischer für rund 20 Euro – Testsieger bei Öko-Test und auch als „Plus“-Ausführung mit Rückleuchte erhältlich. Für Kinder bietet Lidl einen Helm mit Rücklicht für 12 Euro – „gut“ im aktuellen Vergleichscheck von Stiftung Warentest. Selbst der Testsieger (Abus Youn-I 2.0) kostet weniger als 40 Euro.

„MIPS“-Helme lohnen sich nicht

Durch eine bewegliche Kunststoffeinlage soll „MIPS“ (Multi Directional Impact Protection System) beim Sturz vor Drehkräften schützen. Die Stiftung Warentest sieht darin jedoch keinen Sicherheitsvorteil. Guten Schutz gebe es auch ohne MIPS – und umgekehrt: Manche MIPS-Helme erzielen bei der Stoßprüfung ein schlechteres Urteil als Helme ohne. Zudem sind sie teurer und immer auch etwas schwerer.

Von der Stiftung Warentest geprüfte Fahrradhelme

Den Dieben keine Chance: Welche Fahrradschlösser sind die sichersten?

Ziehen, Sägen, Schlagen – ein Fahrradschloss muss viel abkönnen. Auch wenn es Handling-Punkte kostet: Je wuchtiger das Schloss ist, umso schwerer haben es Diebe. Doch nicht alle Langfinger gehen robust ans Werk. Auch intelligenten Aufbruchmethoden wie Lockpicking muss ein Schloss standhalten können. Das 20-Euro-Modell vom Discounter fällt hier durch.

Kettenschlösser sind – ausreichend starke Kettenglieder vorausgesetzt – sehr sicher, lassen sich aber schwer transportieren. Rahmenhalterungen gibt es nämlich in der Regel nicht. Empfehlen können wir die Modelle Granit Citychain X-Plus 1060, CityChain 1010 und Ivy Chain 9210 von Abus.

Auch Bügelschlösser trotzen Dieben. Wegen ihrer starren Bügel und kompakten Maße sind sie jedoch unflexibel. Besonders gut schneidet in den Tests das Granit X-Plus 540 von Abus ab.

Faltschlösser sind die klaren Handling-Gewinner. Sie bieten hohe Flexibilität und sind in den mitgelieferten Rahmenhaltern leicht zu transportieren. Im Prüfpunkt Sicherheit erweisen sich viele aber als verbesserungsfähig. Die Stiftung Warentest empfiehlt das Bordo Granit X-Plus 6500 von Abus und das Kryptolok 685 von Kryptonite.

Von der Stiftung Warentest geprüften Fahrradschlösser

Reifen aufpumpen: Elektrisch geht’s leichter

Die Wahl der richtigen Luftpumpe ist immer eine Kompromissentscheidung: Schnell voll heißt immer weniger Maximaldruck. Hoher Druck hingegen bedeutet immer einen geringeren Hub und damit höheren Zeitaufwand. Hohe Drücke werden aber sowieso nur bei Rennradreifen benötigt. Alltags- und Trekkingräder fahren nur mit 3-6 bar, Mountainbikes mit weniger als 3 bar.

Unterwegs hat sich die Minipumpe am besten bewährt. Zuhause pumpt man heute aber elektrisch. Xiaomi führt mit einem Akku-Minikompressor derzeit unsere Bestenliste der Elektropumpen an und ist gleichzeitig einer der günstigsten Anbieter. Eilig sollten Sie es nicht haben, dafür liefert sie mehr als 10 bar. Das reicht selbst für Rennradreifen locker aus. Einen kleinen Nachteil haben Minikompressoren leider auch: Sie sind nicht gerade leise.

Die besten elektrischen Luftpumpen

von Daniel Simic

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