Das Wichtigste auf einen Blick:
- in puncto Effizienz den Herrenrasierern oft unterlegen
- Trimmaufsätze nur zum Kürzen, nicht für die Glattrasur geeignet
- Ladyshaver mit Akkubetrieb speziell für Reisen empfehlenswert
- umstrittener Nutzen von Aufsätzen mit kosmetischen Inhaltsstoffen
- für Ganzkörperrasur Modelle mit Langhaarschneider sinnvoll
Nassrasierer bergen wegen möglicher Schnittverletzungen ein gewisses Risiko, während eine Epilation meist mit Schmerzen verbunden ist. Viele Frauen entscheiden sich daher für einen Kompromiss und nutzen einen Ladyshaver. Dabei handelt es sich meist um Elektrorasierer, die in ihrer Handhabung speziell an die Bedürfnisse von Frauen angepasst wurden. Sie kommen vorwiegend an anderen Körperstellen zum Einsatz und weniger im Gesicht.
Wie funktioniert ein Ladyshaver?
Die eigentlichen Klingen sind durch eine Scherfolie geschützt, wodurch das Risiko von Verletzungen deutlich reduziert wird. Allerdings entfernen sie die Haare nicht so gründlich wie eine Nassrasur. Im Vergleich zu Epilierern ist der Rasur-Effekt zeitlich kürzer. In der Regel muss spätestens nach zwei Tagen, ähnlich wie bei der Nassrasur, erneut rasiert werden.
Kabelloser Nass- und Trockenrasierer für Damen: Philips SatinShave Prestige BRL175/00. (Bildquelle: philips.com)
Unterschiede zum Herrenrasierer
Die Unterschiede zu Herrenrasierern liegen nicht nur im Design. Da Damenrasierer hauptsächlich an Beinen, Achseln und im Intimbereich verwendet werden, sind die Scherfolien speziell auf diese anatomischen Zonen ausgelegt. Der Rasierkopf ist meist kleiner und anders angebracht, um der typischen Handhaltung bei der Körperrasur gerecht zu werden. Flexibel gelagerte Scherfolien passen sich den Konturen des Körpers besser an und gelten daher als hochwertiger. Die Klingen sind weniger auf maximale Schärfe ausgelegt, da Frauenhaare meist dünner sind. Manche Frauen nutzen trotzdem den Elektrorasierer ihres Partners, da diese oft gründlichere Ergebnisse liefern. Bei dichtem Haarwuchs empfiehlt sich daher eher ein Herrenrasierer.
Zur Bestenliste der Herrenrasierer
Tipp: Möchten Sie den Intimbereich glatt oder getrimmt pflegen, empfehlen wir Ihnen unsere Hinweise zu den besten Intimrasierern im Test. In diesem Ratgeber haben wir alle wichtigen Informationen zur unkomplizierten Intimenthaarung mit verschiedenen Methoden für Sie zusammengestellt. Auch häufige Probleme werden dabei ausführlich behandelt.
Aufsätze und Zubehör: Was ist sinnvoll?
Viele Modelle verfügen über spezielle Aufsätze für einzelne Körperbereiche. Besonders bei Achseln und Bikinizone ist das sinnvoll, da diese Hautregionen sehr empfindlich sind. Für eine Ganzkörperrasur empfiehlt sich ein Gerät mit Langhaarschneider. Dieser sitzt meist direkt vor der Scherfolie und kürzt längere Haare, damit die Klingen sie besser erfassen können.
Braun silk-épil Lady Shaver LS 5100 mit schwenkbarer Scherfolie und Trimmeraufsatz für die Bikinizone und empfindliche Bereiche. (Bildquelle: braun.de)
Verfügt ein Rasierer über zwei Langhaarschneider an beiden Seiten der Scherfolie, lässt sich das Gerät ohne Umgreifen in beide Richtungen verwenden. Einige Langhaarschneider sind in der Länge einstellbar, alternativ lässt sich dies auch mit einem separaten Langhaaraufsatz erreichen. Trimmaufsätze kürzen die Haare auf eine definierte Länge und sind nicht zum Rasieren geeignet. Weitere Aufsätze, beispielsweise zur Entfernung von Hautschüppchen, oder mit Pflegeprodukten imprägnierte Gleitstreifen gegenüber der Scherfolie gehören eher zur Kosmetik und werden unterschiedlich bewertet.
Akku, Nass- und Trockenrasur: Worauf beim Kauf achten?
Besonders praktisch sind Ladyshaver, die für Nass- und Trockenrasur gleichermaßen geeignet sind und auch unter der Dusche verwendet werden können. Rasieren bei nasser und aufgeweichter Haut ist effizienter und schonender. Gleiches gilt für Modelle mit Akku, die unterwegs überall einsetzbar sind und ohne störendes Kabel maximale Bewegungsfreiheit bieten. Besonders bei längeren Rasursessions ist eine gute Akkulaufzeit wichtig – sie sollte nicht unter 20 Minuten liegen; aktuelle Premiummodelle wie der Braun Silk-épil 9 Flex erreichen bis zu 40 bis 45 Minuten. Für Allergiker interessant: Viele Scherfolien enthalten Nickel; einige Hersteller bieten deshalb Varianten mit hypoallergener Scherfolie an.Alternative: IPL-Geräte für langfristig glatte Haut
Wer eine dauerhaftere Alternative zum Ladyshaver sucht, sollte IPL-Geräte (Intense Pulsed Light) in Betracht ziehen. Sie sind längst nicht mehr nur in Studios erhältlich, sondern auch als Heimgeräte verbreitet und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Technologie arbeitet mit Lichtimpulsen, die die Haarwurzeln schwächen und das Nachwachsen langfristig verlangsamen. Nach einer Initialphase von 6 bis 12 Behandlungen sind deutliche Ergebnisse spürbar; für eine dauerhafte Reduktion sind jedoch regelmäßige Auffrischungen nötig. Heimgeräte bewährter Marken wie Braun oder Philips Lumea kosten zwischen 250 und 800 Euro. Wichtig: IPL funktioniert am zuverlässigsten bei dunklen Haaren auf heller Haut und ist für sehr helle oder rote Haare weniger geeignet.

