Keramikmesser Scharf, korrosionsfrei und präzise
Messer aus Spezialkeramiken sind noch vergleichsweise jung am Markt, haben sich aber trotzdem bereits eine feste Fangemeinde erobern können. Da nun auch die Preise purzeln, werden sie endlich auch für die breite Masse attraktiv und locken mit einigen klaren Vorteilen gegenüber den klassischen Metallmessern – sofern man sich mit der meist einfacheren Optik abfinden kann. Doch das einfache Aussehen täuscht: Keramikmesser können sehr lange sehr scharf bleiben – wenn man die richtigen kauft.
Die Keramik muss hochwertig ausfallen
Denn wie bei allen Messern gibt es leider auch bei den Keramikvarianten immer wieder Billigproduktionen, die sich indes noch fataler auswirken als bei Metallmessern. Wenn die Keramikmischung nicht hart genug ausfällt, brechen schnell kleinere oder auch größere Stücken aus der Klinge heraus. Sie wird also schnell stumpf, grobzahnig und schneidet nicht mehr vernünftig. Vor allem diese Billigausführungen haben den Ruf von Keramikmessern am Anfang getrübt und den Metallmessern einen Überlegenheitsmythos beschert.
Bei entsprechender Qualität aber scharf und korrosionsfrei
Natürlich gibt es tatsächlich extrem gute Metallmesser, insbesondere die Ausführungen aus Damaszener Stahl sind da zu nennen. Doch die sind auch extrem teuer und müssen beständig sorgfältig geschliffen werden. Moderne Keramikmesser mit einer wirklich hochwertigen Keramikmischung (etwa Zirconiakeramik) sind dagegen mittlerweile preiswerter und einfacher zu handhaben, da sie extrem lange sehr scharf bleiben und zudem keine Probleme mit Korrosion haben – sie können auch beliebig im Geschirrspüler gereinigt werden.
Extrem dünne und damit präzise Klingen möglich
Keramikmesser dieser Güteklasse sind bruchresistent, nicht magnetisch und natürlich rostfrei. Sie sind viel leichter als Metallmesser und geschmacks- sowie geruchsneutral. Die Härte kann fast jene von Diamant erreichen, was extrem scharfe Klingen hervorbringt. Daher erlauben Keramikmesser sehr präzise, feine Schnitte – was man sonst nur mit den besten, sehr dünn geschmiedeten Edelstahlmesser erreicht. Sie eignen sich daher insbesondere als Gemüse- und Schälmesser, aber auch für kleinere Fleischstücke, die sehr fein zugeschnitten werden müssen.
Vorsichtiger Umgang angeraten
Für große Braten bevorzugen viele noch massive Metallmesser, da diese schwerer sind und sich selbst durchs Fleisch ziehen – zudem können die langen Klingen aus Metall schwerer brechen. Dies ist nämlich das größte Manko selbst der härtesten Keramikmesser. Sie sind anfällig für Fallschäden und daraus resultierendem Klingenbruch. Das passiert bei kurzen Klingen vergleichsweise selten, bei langen ist das Risiko aber recht hoch. Andererseits: Man kann natürlich auch sorgsam mit seinem Messer umgehen und es einfach nicht schusselig zu Boden werfen,...




















