Stärken
Schwächen
ring gilt als Vorreiter unter den Herstellern von Video-Türklingeln. (Bildquelle: amazon.de)
Statt hektisch zur Tür zu eilen, genügt ein kurzer Blick aufs Tablet: Smarte Türklingeln mit integrierter Kamera und Gegensprechfunktion sind zwar kein Muss, bieten jedoch ein angenehmes Komfortplus im vernetzten Zuhause.
Wie arbeiten smarte Türklingeln?
Als Video-Doorbells bekannt, ermöglichen diese Geräte die Kommunikation mit Besucher:innen bequem über ein smartes Endgerät – etwa ein Tablet, Smartphone oder spezielle Displays wie Amazons Echo Show. Sie werden an der Außenseite der Haustür installiert und ersetzen oder ergänzen herkömmliche Klingelsysteme.Die Energieversorgung erfolgt entweder über die bestehende Klingelanlage oder einen eingebauten Akku. Letztere haben meist eine Laufzeit von 3 bis 6 Monate, bevor sie zum Nachladen auffordern. Diese Zeitspanne hängt allerdings stark von der Häufigkeit der Nutzung ab. Um zusätzlich zum Smartphone akustisch auf Besucher aufmerksam zu machen, können smarte Türklingeln mit einer vorhandenen Türglocke oder einem Smart Speaker gekoppelt werden. Für die Verbindung benötigen alle Video-Doorbells WLAN, meist über WLAN, wobei ältere Modelle auf das 2,4-GHz-Band beschränkt sind, neuere hingegen Dualband (2,4 GHz und 5 GHz) unterstützen. Bei Mesh-Netzwerken kann das zu Problemen führen, weshalb es meist hilfreich ist, ein separates 2,4-GHz-WLAN nur für die Türklingel einzurichten.
Einige Modelle lassen sich alternativ über ein Solarpanel dauerhaft mit Strom versorgen und müssen so nie zum Laden abgenommen werden. Kabelgebundene Modelle können auch per Power over Ethernet (PoE) über ein Netzwerkkabel betrieben werden
Montage und die perfekte Ausrichtung der Kamera können mitunter anspruchsvoll sein. Die Sicherung gegen Diebstahl ist häufig begrenzt, doch viele Modelle zeichnen automatisch Videos auf, wenn sie von ihrer Halterung genommen werden. Sofern Aufzeichnungen gespeichert werden, geschieht das meist in der Cloud – was in der Regel kostenpflichtig ist und jährliche Gebühren zwischen 30 und 50 Euro verursacht. Alternativ bieten einige Türklingeln lokale Speicher via SD-Karte oder die Möglichkeit, Videos auf ein heimgestütztes Netzwerk zu übertragen.
Welche Kriterien sind bei Tests von Video-Türklingeln entscheidend?
Einige Video-Doorbells erkennen sogar Pakete automatisch. (Bildquelle: store.google.com / Nest)
In Tests einschlägiger Fachmagazine wie Computer Bild, connect oder c’t genießt die Videoqualität höchste Priorität. Besonders bei Nachtaufnahmen zeigt sich oft ein deutlicher Unterschied zwischen guten und weniger überzeugenden Modellen. Die Bildschärfe muss ausreichend sein, um auch Details gut erkennen zu können.
Die Gegensprechfunktion erreicht gute Bewertungen nur, wenn Bild und Ton ohne spürbare Verzögerung übertragen werden. Stimmen von Besuchern sollten klar und deutlich aufgezeichnet sein.
Ebenso wichtig sind die Speicheroptionen: Neben Bedienfreundlichkeit und Kosten werden auch Sicherheitsaspekte bewertet. Ideal ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Aufnahmen, die unbefugten Zugriff verhindert.
Außerdem fließen Faktoren wie einfache Montage, unkomplizierte Einrichtung und klare Bedienungsanleitung in die Bewertung ein. Akkulaufzeiten lassen sich nur bedingt in Tests erfassen; Erfahrungsberichte von Anwendern bieten hier meist mehr praktische Hinweise.
Moderne Modelle bieten zudem KI-gestützte Erkennung von Personen, Paketen oder Fahrzeugen – oft bereits ohne kostenpflichtiges Abonnement. Auch die Smart-Home-Integration über Standards wie Matter gewinnt als Kaufkriterium an Bedeutung.
Da Video-Türklingeln Witterung ausgesetzt sind, ist die IP-Schutzklasse ein wichtiges Kriterium: Mindestens IP44 sollte vorhanden sein, viele gute Modelle erreichen IP65.
Rechtliche Hürden bei der Nutzung von Video-Türklingeln
Wer seine Video-Türklingel legal nutzen möchte, sollte einige gesetzliche Bestimmungen beachten:- Im Außenbereich muss die Kameraüberwachung sichtbar gekennzeichnet sein (entsprechende Hinweisaufkleber liegen oft bei).
- Eine verständliche Information zur Speicherung von Aufnahmen, beispielsweise in der Cloud, muss gegeben sein – alternativ ist eine Deaktivierung der Aufnahmefunktion nötig.
- Die Kamera darf keine öffentlichen Flächen wie Straßen oder Gehwege erfassen.
- Auch Nachbargrundstücke dürfen nicht im Kamerablickfeld liegen.
- In Mehrfamilienhäusern ist die Zustimmung der anderen Mieter und des Vermieters erforderlich.


























