Stärken
Schwächen
Effizientes und schnelles Arbeiten gelingt vor allem mit einer guten Vorbereitung. (Bildquelle: amazon.de)
Worauf legen Prüfer bei Testmagazinen Wert?
Groß angelegte Vergleichstests von Fachzeitschriften zu Farbsprühsystemen sind eher selten zu finden. Entscheidend bleibt bei allen Geräten – unabhängig vom Sprühverfahren – das Ergebnis des Sprühbilds.Darüber hinaus bewerten die Tester oft die leichte Handhabung. Das Gerät sollte insgesamt gut ausbalanciert sein, was besonders wichtig bei Kombigeräten ist, die aus Spritzpistole, integriertem Gebläse und Farbbehälter bestehen. Ein zentraler Punkt ist die Möglichkeit, die Sprühmenge präzise einzustellen. Ebenso spielen die Ergonomie der Griffe und das Gesamtgewicht eine wichtige Rolle. Modelle mit getrennter Gebläseeinheit profitieren von einem langen Verbindungsschlauch, damit das Gebläse bequem getragen oder umgehängt werden kann.
Ebenso ist eine schnelle und unkomplizierte Reinigung aller Teile gewünscht. Die Tester nehmen außerdem den Geräuschpegel der Sprühsysteme unter die Lupe, da diese oft relativ laut sind – ähnlich wie ein Elektrorasenmäher oder Benzinrasenmäher.
Für welche Einsätze lohnt sich ein Farbsprühsystem?
- Zum Lackieren von Holzzäunen, Terrassen, Gartenhäusern oder Türen
- Für rauhe Oberflächen wie Putz
- Auf sehr großen Flächen, wie beim Neubau, an Fassaden oder großen Wänden
Unterschiedliche Technologien: universelle Farbsprühsysteme, HVLP und Airless
Sehr vorteilhaft: Farbe kann direkt aus dem Eimer ansaugt werden. (Bildquelle: amazon.de)
Ein „bestes“ System lässt sich nicht pauschal benennen, da die Wahl vom Anwendungszweck abhängt. Für meist kleinere, gelegentliche Projekte empfehlen sich sogenannte HVLP-Geräte (High Volume Low Pressure, also Niederdrucksysteme). Diese sind meist als kompakte Modelle gebaut, bei denen eine Spritzpistole mit eingebautem Gebläse und einem Farbbecher kombiniert sind. Bedienung und Reinigung gestalten sich hier unkompliziert. Das Sprühergebnis kann überzeugen, erreicht jedoch nicht die Präzision der teureren Airless-Modelle.
Für Profis bei größeren Arbeiten ist das Airless-Farbsprühsystem die erste Wahl. Dieses besteht aus einer Spritzpistole und einer Pumpeneinheit. Nicht immer ist ein Farbtank nötig: Viele Geräte besitzen eine Selbstansaugung und können die Farbe direkt aus dem Eimer beziehen – das Umfüllen entfällt. Airless-Geräte verarbeiten große Farbmengen schnell. Bedienung und Reinigung sind hier oft anspruchsvoller als bei kompakten Heimwerkermodellen. Egal wie weit die Technik fortgeschritten ist: Sprühnebel ist häufig unvermeidlich, deshalb empfiehlt sich gründliches Abkleben des Arbeitsbereichs. Auch das Tragen einer Atemmaske wird angeraten.
Aktuell gibt es universell einsetzbare Farbsprühsysteme, die sowohl dünnflüssige Materialien wie Holzschutzmittel, Lacke und Lasuren als auch dickflüssigere Produkte wie Dispersionsfarben verarbeiten können. Die Hersteller geben genauere Hinweise, ob und wie die Farbe vor der Anwendung eventuell zu verdünnen ist.
Der Kauf eines professionellen Geräts lohnt sich nicht in jedem Fall, da die Anschaffung oft mehrere Hundert Euro kostet. Alternativ kann man Geräte auch mieten; Händler bieten in der Regel eine Einweisung und Gerätekunde mit an.
Renommierte Hersteller im Überblick
Auf dem Markt sind vor allem zwei Marken sehr präsent: Wagner und Bosch. Dabei fokussiert Bosch vornehmlich den Heimwerkerbereich mit kleineren Geräten, während Wagner neben Niederdruckmodellen auch Airlessgeräte für professionelle Nutzer anbietet. In zahlreichen Fachtests sichern sich beide Hersteller durchweg gute bis sehr gute Platzierungen.Die passende Farbe für Ihr Farbsprühsystem
Grundsätzlich empfiehlt es sich, stets die Empfehlungen der Hersteller Ihrer Spritzgeräte zu beachten. Farbhersteller wie Alpina oder Schöner Wohnen lassen ihre Produkte auf Sprühfähigkeit prüfen und verwenden dafür das Zertifikat „Perfect Spray“. Auch Farbsprühsysteme von Wagner tragen dieses Gütesiegel, was die Auswahl geeigneter Farben, Lacke und Feinputze erheblich erleichtert.Wichtige Hinweise zum Arbeiten mit Sprühsystemen
- Beginnen Sie mit großzügigem Abkleben der Arbeitsumgebung und decken Sie Bodenflächen mit Schutzfolie oder Malervlies ab.
- Tragen Sie immer eine Atemmaske, da sich nur feiner Sprühnebel durch die Luft verteilt.
- Üben Sie vorab einige Sprühproben, um den Umgang mit dem Gerät zu verbessern.
- Halten Sie sich stets an die Herstellerangaben bezüglich Abstand und Verdünnung der Farbe.
- Führen Sie das Sprühgerät in gleichmäßigen Bewegungen über das zu bearbeitende Objekt.
- Zu geringe Entfernung oder zu dünne Farbe können Farbnasen verursachen; diese sollten unmittelbar mit einem feinen Pinsel korrigiert werden.
- Bei Pausen empfiehlt es sich, das Gerät mit Wasser durchzuspülen, um ein Verkleben der Düsen zu verhindern.



