Das Wichtigste auf einen Blick:
- Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlen
- Auf Wasserbasis umweltfreundlicher; gut für Innenanstriche
- Lösemittelhaltige Anstriche robuster; ideal für den Außenbereich
- Erhältlich in vielen Holztönen oder in individuell anmischbaren Farben
- Je mehr Pigmente, desto höher der UV-Schutz
Holzlasuren schützen das Material und heben die natürliche Schönheit hervor. (Bild: xyladecor.de)
Im Außenbereich ist Holz ständig der Witterung ausgesetzt. Regen, Frost und UV-Strahlen sorgen dafür, dass das Material altert und seine ansprechende Optik verliert. Um die Lebensdauer von Holzbauteilen zu verlängern, ist ein Schutz durch spezielle Produkte unerlässlich. Holzlasuren sind in zahlreichen Farbnuancen und Holztönen erhältlich, sie lassen die natürliche Maserung sichtbar bleiben und schützen gleichzeitig vor Feuchtigkeit sowie UV-Einwirkung.
Wasserverdünnbar oder lösemittelhaltig?
Es gibt umweltfreundliche und langlebige Holzschutzmittel auf ökologischer Basis. Lösemittelhaltige Lasuren punkten meist mit höherer Robustheit und eignen sich besonders gut für den Außenbereich. Im Gegensatz dazu sind wasserverdünnbare Varianten hervorragend für den Innenbereich geeignet. Beachten Sie jedoch, dass Grundierungen und Deckanstriche nicht beliebig kombiniert werden sollten, also nicht etwa eine lösemittelhaltige Grundierung mit einem wasserverdünnbaren Oberanstrich. Andernfalls kann die Haftung leiden oder es können andere Probleme auftreten.| Lösemittelhaltig | Wasserverdünnbar | |
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| Eigenschaften |
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| Werkzeuge |
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| Reinigung |
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Tipp: Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, empfiehlt sich vorab eine Grundierung des unbehandelten Holzes. Die Grundierung bildet die Basis für den dauerhaft wirksamen Schutz und sorgt für einen gleichmäßigen Anstrich. Auch biozide Grundierungen sind erhältlich, die einen Schutz gegen Bläuepilze bieten. Das ist ein häufiges Problem bei Nadelhölzern. Die Pilze verleihen dem Holz eine bläuliche Verfärbung und fördern eine erhöhte Feuchtigkeitsaufnahme. Zwar wird die Holzstruktur selbst nicht geschädigt, und eine Gefährdung für Menschen besteht nicht, doch viele wollen dem aus optischen Gründen vorbeugen.
Worin unterscheiden sich Dünn- und Dickschichtlasur?
Je nach Einsatzgebiet kommen unterschiedliche Lasuren zum Tragen. Holzzäune und Sichtschutzgitter beispielsweise können sich im Außenbereich bei Feuchtigkeit leicht verformen, ohne dass ihre Funktion beeinträchtigt wird. Dünnschichtlasuren sind hier besonders gut geeignet. Sie dringen tief ins Holz ein und bilden keinen festen Film. So bleibt das Holz vor Feuchtigkeit geschützt, kann aber dennoch auf wechselnde Witterungsverhältnisse reagieren.Dickschichtlasuren hingegen legen eine lackähnliche, wetterfeste Schutzschicht auf das Holz und bieten deshalb einen sehr hohen Feuchtigkeitsschutz. Sie sind besonders für maßhaltige Elemente wie Fenster und Türen ideal, da diese sich nicht verziehen dürfen, wenn sie weiterhin richtig schließen sollen. Mittelschichtlasuren verbinden die Vorteile von Dünn- und Dickschichtlasuren miteinander.
| Dünnschichtlasur |
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| Mittelschichtlasur |
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| Dickschichtlasur |
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Lasuren ohne Farbpigmente bieten einen geringeren Schutz gegen UV-Strahlung als pigmentierte, also dunklere Produkte.
Zudem sollten Sie bedenken, dass ein dünnschichtiger Auftrag einer Lasur auch als Untergrund für eine dickschichtige Variante geeignet ist, nicht jedoch umgekehrt. Empfehlenswert ist, bei einer Lasur-Art zu bleiben. Dasselbe gilt für die Wahl der Inhaltsstoffe: Verwenden Sie entweder alle Produkte auf Wasserbasis oder alle auf Lösemittelbasis.
Gibt es Lasuren, die allergikerfreundlich sind?
Viele Menschen reagieren sensibel auf Konservierungsstoffe wie Isothiazolinone. Es existieren Produkte, die ohne Konservierungsmittel auskommen und entsprechend gekennzeichnet sind. Die jeweiligen Informationen finden Sie auf der Farbdose oder im technischen Datenblatt auf der Herstellerwebseite. Allerdings variieren die Angaben zu Inhaltsstoffen: Naturfarbenhersteller listen alle Komponenten vollständig auf, während konventionelle Produzenten nicht immer verpflichtet sind, alle Details offenzulegen und stattdessen allgemeine Begriffe wie „Additive“ verwenden. Um sicherzugehen, dass ein Produkt für Sie geeignet ist, empfiehlt sich eine Nachfrage beim Hersteller. Ökologische, wasserbasierte Lasuren sind nicht automatisch allergikerfreundlich, da sie ebenfalls Konservierungsstoffe enthalten können, die Unverträglichkeiten auslösen.Lasur, Holzöl oder Lack: Wann welches Produkt nutzen?
Die Auswahl an Produkten im Baumarkt ist groß: Holzlasuren, Öl-Lasuren, reine Öle und Lacke stehen zur Verfügung. Was unterscheidet diese Mittel eigentlich?Kurz gesagt sind Lasuren aufgrund ihrer tiefenwirksamen Eigenschaft besonders für weichere Holzarten wie Kiefer & Co. geeignet. Da diese Hölzer häufig anfälliger für Pilzbefall sind, sollte eine Grundierung vorab aufgetragen werden. Es gibt auch Kombiprodukte, die Grundierung und Lasur verbinden. Das spart Zeit und Aufwand beim Auftragen.
Für Gartenmöbel oder Terrassen aus Harthölzern wie Teak, Akazie oder Robinie ist die Behandlung mit Ölen eine exzellente Schutzmöglichkeit. Harthölzer besitzen dank ihres Harzgehalts von Natur aus einen gewissen Schutz gegen Insektenbefall und Witterungseinflüsse. Sie vergrauen aber, wenn sie unbehandelt bleiben. Mit Öl behalten sie ihr frisches Aussehen und wirken gepflegter.
Wie Sie Gartenmöbel aus Hartholz richtig mit Holzöl pflegen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema „Holz ölen“. Wenn Sie außerdem schon immer ein Hochbeet selber bauen wollten oder über den Kauf eines Bausatzes nachdenken, halten wir in einem separaten Artikel umfassende Informationen für Sie bereit.
Holz-Öl-Lasuren werden auf Öl-Basis hergestellt und vereinen damit die positiven Eigenschaften von Lasur und Öl: Sie dringen tief ins Holz ein, erhalten die Maserung durchscheinend und bilden keinen dichten Film wie Lacke. Die Oberfläche bleibt offenporig und atmungsaktiv, gleichzeitig aber wasserabweisend.
Holzlacke sind hingegen dichte, deckende Anstriche, die eine robuste Oberfläche bilden. Allerdings kann Feuchtigkeit durch kleinere Schäden wie Kratzer oder Risse eindringen und die Lackschicht zum Ablösen bringen. In solchen Fällen ist ein Neuanstrich erforderlich. Lacke eignen sich zwar bedingt auch für den Außenbereich, sind aber bevorzugt für den Innenbereich gedacht, wo die Schutzschicht deutlich länger hält, bevor eine Erneuerung notwendig wird.




