Wenn keine Steckdose in der Nähe ist, kann ein tragbares Solarmodul Strom liefern. Die Qualität wird hier vor allem durch die Effizienz bestimmt. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Photovoltaikanlagen am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

30 Tests 60 Meinungen

Die besten Photovoltaikanlagen

1-20 von 181 Ergebnissen

Aus unserem Magazin:

Ratgeber: Solaranlagen

Wel­che Solar­zel­len ver­wen­den?

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. moderne Solarzellenprodukte bieten ähnliche Wirkungsgrade
  2. es gibt aber verschiedene Technologien für die Zukunft
  3. Hot-Carrier-Zellen künftig besonders interessant

Galaxy Energy Indach System Solaranlagen können individuell auf die Dachfläche abgestimmt werden, da die Solarzellen und Sonnenkollektoren stets in Modulbauweise vorliegen (Bildquelle: galaxy-energy.com)

Unter Solaranlagen versteht man zwei komplett verschiedene Technologien, die auch unterschiedliche Ziele verfolgen, wenngleich es bei beiden darum geht, am Ende Geld einzusparen. Wenn die Entscheidung zur Errichtung einer Solaranlage auf dem Dach des Eigenheims gefallen ist, stellt sich nämlich die Frage, ob es sich um eine Photovoltaik-Anlage oder eine mit Solarkollektoren handeln soll. Erstere erzeugt mittels Solarzellen Strom, Letztere fungiert als eine Art Durchlauferhitzer für eine Trägerflüssigkeit, die wiederum zur Warmwasser- und Raumluftheizung verwendet wird.
Leider ist die Testlandschaft für Hausanlagen nicht sehr ausgeprägt. Die meisten Magazine beschäftigen sich zwar ausgiebig mit Solarpanelen für das Aufladen von Mobilgeräten unterwegs, nicht jedoch mit den großen Verwandten auf Hausdächern. Und das, obwohl bei den kleinen Panelen immer wieder festgestellt wird, die stark sich der Wirkungsgrad unterscheide und man genau das richtige Produkte wählen müsse. Ist das denn bei den großen Anlagen nicht so? Nur bedingt. Zum einen liegt die "Testunlust" darin begründet, dass bei jedem damit bebauten Objekt die Bedingungen unterschiedlich sind und damit verschiedene Produkte von Vorteil sein können. Ein "neutraler" Vergleichstest ist kaum möglich. Zum anderen sind die Unterschiede bei Großanlagen aber auch tatsächlich minimal, es hängt eher von der grundlegend verwendeten Technologie ab.

Haus- und Gartenmagazine beschränken sich daher eher auf generelle Ratgeber mit Empfehlungen zur Größe und rechtlichen Grundlage von Solaranlagen. Diese wollen wir hier im Folgenden einmal zusammenfassen. Da Sonnenkollektoren einen sehr komplexen Aufbau besitzen und daher deutlich mehr Probleme bei der Installation schaffen, sind Solarzellen die beliebtere Variante. Fällt die Wahl entsprechend auf die Photovoltaik-Anlage, steht vor allem eine Entscheidung an: Welche Solarzellen sollen verwendet werden?

Monokristalline Siliziumzellen bieten sehr hohe Ausbeute

In der Tat gibt es verschiedene Arten von Solarzellen, auch wenn das unkundige Auge zunächst schwerlich einen Unterschied ausmachen kann. Insbesondere die Wahl des Materials hat auf die Effizienz der Anlage einen großen Einfluss. Sehr empfehlenswert ist hierbei die Verwendung monokristallinen Siliziums. Diese Fertigungstechnik bringt langlebige Zellen mit Wirkungsgraden von im Labor bis zu 24 Prozent hervor. Im realen Einsatz liegen diese Werte zwar etwas niedriger, dennoch bieten monokristalline Siliziumzellen eine vergleichsweise hohe Energieausbeute.

Polykristalline Zellen als preiswerte Alternative

Der Nachteil dieser auch als Dickschichtzellen bezeichneten Solarmodule: Sie sind ausgesprochen teuer. Daher werden als günstigere Variante vielfach Dickschicht-Solarzellen mit polykristallinem Aufbau verbaut. Sie sind leichter herzustellen, zeigen aber auch mehr Defekte an den Kristallgrenzen, was die Energieausbeute auf 16 bis 18 Prozent drückt. Noch günstiger sind Dünnschicht-Zellen aus amorphem Silizium. Sie sind aber nicht empfehlenswert, da sie mit 5 bis 7 Prozent eine niedrige Energieausbeute bei zugleich kurzen Lebenszeiten aufweisen.

GaAs-Zellen bieten Spitzenwerte, sind aber nahezu unbezahlbar

Daneben gibt es weitere, teils noch sehr neue Technologien, die vereinzelt von kleineren Unternehmen angeboten werden. Dazu gehören CdTE-, CIS-, CIGS- und sogar organische Solarzellen. Sie alle aber sind noch nicht ausreichend im Langzeitverhalten erforscht worden und bieten im Produktionsverfahren selten weniger als 10 Prozent Ausbeute. Einzig die aus der Raumfahrt bekannten GaAs-Zellen sind eine gute Wahl: Sie besitzen Wirkungsgrade von fast 30 Prozent, sind sehr temperaturbeständig und robust gegenüber UV-Strahlung. Die Kosten freilich sind noch so hoch, dass sie sich erst nach einem viele Jahre währenden Betrieb auszahlen.

Die Zukunft

Wenn selbst diese besten Solarzellen nur 30 Prozent Wirkungsgrad zeigen, ist bei der Forschung scheinbar noch viel Luft nach oben. Und in der Tat: Wissenschaftler von Sharp haben Mitte 2014 eine sogenannte Hot-Carrier-Zelle entwickelt, die sogar bis zu 60 Prozent Wirkungsgrad besitzen soll. Die Zelle vermeidet ein klassisches Problem herkömmlicher Photozellen: Treffen Photonen auf das Halbleitermaterial, werden viele dafür "verbraucht", hochenergetische Elektronen in Bewegung zu setzen, die ihre Energie jedoch nach wenigen Pikosekunden wieder als reine Verlustwärme abgeben. Die neuen Zellen können auch diese Elektronen nutzen, um die elektrische Spannung zu erhöhen. Gleichwohl ist das noch im Prototypenstatus: Die aktuellen Testobjekte sind viel zu dünn und klein für den Einsatz auf Dächern. Doch die Zukunft könnte eine Revolution mit sich bringen...

Zur Solaranlage Bestenliste springen

Tests

Alle anzeigen

Sortiert nach Popularität und Aktualität

Benachrichtigung

Wir benachrichtigen Sie kostenlos bei neuen Tests zum Thema Solaranlagen.

Testsieger der Fachmagazine

Aktuelle Solaranlagen Testsieger

Weitere Ratgeber zu Solaranlagen

Alle anzeigen
    • Finanztest

    • Ausgabe: 3/2013
    • Erschienen: 02/2013
    • Seiten: 2

    Solarstrom: „So geht die Rechnung auf“

    Die Vergütung für Solarstrom sinkt weiter. Eine Fotovoltaikanlage kann sich trotzdem noch rechnen. Denn auch die Anlagenpreise sind im Keller. In diesem 2-seitigen Artikel informiert Finanztest (3/2013) darüber, dass sich die Anschaffung einer Fotovoltaikanlage lohnen kann. Denn die Anlagen werden immer preiswerter und der Strom immer teurer.

    ... zum Ratgeber

    • Finanztest

    • Ausgabe: 9/2012
    • Erschienen: 08/2012
    • Seiten: 3

    Solaranlage: „Lohnt sich immer“

    Für Sonnenstrom aus Anlagen, die neu ans Netz gehen, gibt es jetzt viel weniger Geld. Dennoch lohnt sich die Sache für Hausbesitzer. Wer über eine eigene Photovoltaikanlage als Hauseigentümer nachgedacht hat, den könnte vielleicht dieser 3-seitige Artikel der Finanztest interessieren. Hier werden Tipps zur Finanzierung und Steuereinsparung gegeben.

    ... zum Ratgeber

    • Finanztest

    • Ausgabe: 10/2011
    • Erschienen: 09/2011
    • Seiten: 2

    Solarstrom: „Auf der Sonnenseite“

    Die Preise für Solarmodule sind kräftig gesunken. Deshalb ist es für Hauseigentümer wieder rentabel, Strom auf dem Dach zu erzeugen. Finanztest (10/2011) erläutert in dem zweiseitigen Ratgeber, wie man bis zu 7 Prozent Rendite mit einer Photovoltaik-Anlage erzielen kann und welche Gesetzesänderungen es im letzten Jahr gab.

    ... zum Ratgeber

Häufig gestellte Fragen (FAQ)