Das Wichtigste auf einen Blick:
- Kompakt und platzsparend – schnell aufgebaut und ebenso schnell verstaut
- Modular erweiterbar: aus dem Zwei-Pfännchen-Gerät bei Bedarf ein Gerät für die ganze Familie machen
- Teelichter-Varianten bieten Stimmung, Mobilität und Einstiegspreise unter 20 Euro
- Teelichter-Raclettes überbacken nicht, sondern schmelzen nur – kein vollwertiges Raclette-Erlebnis
- Aktuellster unabhängiger Test (Stiftung Warentest) stammt aus 2019; Modellverfügbarkeit seither verändert
- Im Test schnitten die kleinen Modelle genauso gut ab wie große Geräte
Das WMF Küchenminis-Raclette für zwei Personen: kompakt, vollwertig ausgestattet und als Testsieger in seiner Kategorie ausgezeichnet. (Bild: amazon.de)
Ein herkömmliches Raclette-Gerät ist traditionell für größere gesellige Runden gedacht – sechs oder acht Pfännchen sind Standard. Doch was, wenn Sie ein romantisches Abendessen zu zweit planen oder als Single Lust auf Raclette haben? Hersteller bedienen längst auch kleine Haushalte mit Geräten für maximal zwei Personen. Die mit Teelichtern betriebenen Miniaturvarianten sind dabei besonders für einen gemütlichen Abend zu zweit gemacht.
Elektrische Mini-Raclettes: Alles dabei, nur kleiner
Elektrische Raclette-Geräte für zwei Personen sind im Grunde vollwertige Raclettes im Kleinformat – mit zwei Pfännchen zum Überbacken und einer aufgesetzten Grillplatte. Bei einigen Modellen ersetzt ein heißer Naturstein die klassische Metallplatte. Natursteine heizen langsamer auf (Tipp: vorher kurz im Backofen vorwärmen), geben die Wärme dann aber besonders gleichmäßig ab. Manche Modelle bieten auch eine Wendeplatte mit glatter und gerillter Seite. Das ist praktisch, wenn Sie neben Raclette auch Crêpes, Spiegeleier oder Würstchen zubereiten möchten.Mini-Raclettes sind nicht nur für Paare interessant. In vielen Haushalten dienen sie als Zweitgerät für Raclette-Abende ohne Gäste. Sie sind platzsparend, schnell aufgebaut und einfach zu verstauen.
Modular-Systeme: Flexibel skalierbar
Bis zu vier Module des Küchenprofi Vista2 Plus lassen sich verbinden: ideal für wechselnde Gruppengrößen. (Bild: amazon.de)
Besonders clever sind Raclettes in modularer Bauweise. Das Basismodul ist für zwei Personen ausgelegt und lässt sich durch Andocken weiterer Einheiten schrittweise erweitern – von einem romantischen Dinner für zwei bis zur Silvesterparty für acht Personen. Wer also manchmal allein oder zu zweit isst und gelegentlich größere Gruppen bewirtet, bekommt hier ein wirklich universelles Gerät.
Teelichter-Raclette: Stimmung pur, auch unterwegs
Teelichter-Raclettes haben ihre ganz eigene Daseinsberechtigung. Die meist kreditkartengroßen, manchmal sogar faltbaren Geräte aus robustem Metall sind in der Regel für unter 20 Euro zu haben. Ein großes Pfännchen erstreckt sich über die gesamte Fläche. Streng genommen handelt es sich um kein klassisches Raclette, weil der Käse nicht überbacken, sondern nur geschmolzen wird. Das ist aber nicht der Punkt: Kerzenlicht, das langsame Dahinschmelzen des Käses und die kompakte Form erzeugen eine Atmosphäre, die mit einem Elektrogerät kaum mithalten kann. Und weil kein Stromanschluss nötig ist, können Sie damit auch unterwegs raclettieren – beim Picknick oder am Lagerfeuer. Die Reinigung ist mit wenigen Handgriffen erledigt.Wie schneiden Raclette-Geräte für zwei im Test ab?
Das Stöckli Twinboard raclettiert und grillt gut – und lässt sich bei Bedarf mit weiteren Modulen kombinieren. Als vollständiges Achter-Set war es das teuerste Modell im Stiftung-Warentest-Test. (Bild: amazon.de)
Der umfangreichste Vergleichstest der Stiftung Warentest zu Raclettes stammt aus der Dezember-Ausgabe 2019 (12 Geräte, Preise von 40 bis 380 Euro). Die fünf Prüfkriterien: Raclettieren, Grillen, Handhabung, Langlebigkeit und Sicherheit. Das wichtigste Ergebnis vorab: Überbacken konnten alle Geräte gut, die Unterschiede zeigten sich vor allem beim Grillen.
Erfreulich für alle, die nach einem kompakten Gerät suchen: Die zwei Raclettes mit je zwei Pfännchen im Test schnitten mit dem Urteil „gut“ ab. Geschlagen gaben sie sich nur dem Testsieger Rommelsbacher RC 1600, der aus zwei 4-Pfännchen-Einheiten besteht und sich auf bis zu zwölf Pfännchen erweitern lässt.
Wenn Sie auf eine Pfännchenablage (Parkdeck) verzichten können und beim Grillen etwas mehr Geduld mitbringen, empfehlen wir den Drittplatzierten von Küchenprofi: Er raclettiert sogar eine Nuance besser als das Stöckli Twinboard auf Platz 2, kostet aber deutlich weniger als die Hälfte. Beide Geräte sind modular erweiterbar.
In einem anderen älteren Testbericht setzte sich das WMF Küchenminis-Raclette gegen sechs Konkurrenten durch. Als Bonus bringt es eine Fondue-Funktion mit – ideal, um den Abend mit Früchten in Schokolade ausklingen zu lassen.

