Benzin-Heckenscheren Laute(r) Schwergewichte, die sich kraftvoll durch dichte Hecken schneiden
Stärken
Schwächen
Selten getestet, für den großen Garteneinsatz empfohlen
In Vergleichstests der Fachzeitschriften finden eigentlich nur manuelle, elektrische oder akkubetriebene Geräte Berücksichtigung. Diese Heckenscheren sind unter Hobbygärtnerinnen und Freizeitgärtnern weitaus beliebter und in der Regel schneller zur Hand als ihre größeren Brüder mit Kraftstoffantrieb. Eine Benzin-Heckenschere jedoch wird Sie dann professionell unterstützen können, wenn Sie ein weitläufiges Grundstück besitzen und große Hecken mit kräftigen Ästen bewältigen möchten.
Klare Vorteile der Maschinen sind ihre Power, die Unabhängigkeit von einer Stromquelle und die unbegrenzte Reichweite. Einen schnellen Arbeitsfortschritt an lang und dicht gewachsenen Laubhecken oder Koniferen erzielen Sie auch dank großer Schwertlängen und Schnittstärken. Allerdings müssen Sie dafür eine Menge Gestank, viel Lärm und unter Umständen auch einiges an Vibration in Kauf nehmen.
Der Antrieb: Motor und Kraftstoff
Benzin-Heckenscheren arbeiten mit einem Zweitakt-Ottomotor. Das heißt, dass Sie für den Betrieb des Geräts eine Kraftstoffmischung aus Benzin und Öl benötigen. Diese muss einem bestimmten Mischverhältnis folgen, das der Hersteller für das jeweilige Gerät genau angibt. Wenn Sie ein falsches Mischungsverhältnis verwenden, läuft der Motor unregelmäßig und kann nicht die volle Leistung erbringen. In einem „Heimwerker Praxis"-Test verwenden die Prüfer für die Fuxtec FX-MHP126 einen speziellen Sonderkraftstoff, der dafür sorgen soll, dass der Motor bessere Starteigenschaften, eine saubere Verbrennung und optimierte Abgaswerte erzielt. Fertige Gemische erhalten Sie auch im Handel. Diese sind aber zumeist nicht ganz günstig.
Bei der Motorleistung, die hauptsächlich in Kilowatt (KW) und seltener in Pferdestärken (PS) angegeben wird, gilt: Je höher der Wert, desto kraftvoller ist das Gerät. Mit 0,6 bis 0,8 Watt bewegen Sie sich in einem guten, leistungsstarken Bereich – selbst für Arbeiten, die über das reine Hobby hinausgehen; ein Minimum von 0,4 Watt sollten Sie aber nicht unterschreiten, da Sie von der Kraft einer benzinbetriebenen Heckenschere ansonsten kaum profitieren werden.
Die Schwertlänge: Formschnitt oder Rückschnitt?
Bei der Wahl der passenden Heckenschere sind die Schwertlänge bzw. Schnittlänge wichtige Kriterien – nicht nur im Hinblick auf den Einsatzbereich. Die Schwertlänge beeinflusst auch nachhaltig das Gewicht der Geräte. Dabei bezeichnet die Schwertlänge die gesamte Länge des Schneidwerkzeugs und die Schnittlänge nur den Bereich des Schwerts, den Sie zum Schneiden nutzen können.
Die Produktvielfalt ist groß. Mit rund 50 bis 60 Zentimeter Schwertlänge erstehen Sie ein Gerät, das in jedem Hobbygarten universale Anwendung finden wird. Ab 60 Zentimeter eignet sich die Heckenschere schon für große, dichte Schnittflächen und dickere Äste. Bei mehr als 70 Zentimeter werden eher Profinutzer angesprochen. Unter 50 Zentimeter hingegen begrenzt sich Ihr Arbeitsbereich auf eher niedrige, junge Hecken, die mehr einen Form- als einen Rückschnitt bedürfen.
Ergonomie und Bedienkomfort: Wichtig für Durchhaltevermögen und Erfolg
Benzin-Heckenscheren sind schwer, da ihr Eigengewicht schon allein durch das Tankvolumen deutlich höher als bei Akku- und Elektro-Heckenscheren ist. Aus diesem Grund weisen die meisten Maschinen eine Reihe von Komfortmerkmalen auf, die Ihnen Ihre Tätigkeit erleichtern sollen. So sorgt ein drehbarer Griff dafür, dass Sie die Schere sicher führen und vertikal als auch horizontal präzise schneiden können. Gummipuffer oder vibrationsgedämpfte Zusatzhandgriffe wiederum sollen Schwingungen auf ein Minimum reduzieren und Ihre Kräfte bei der Arbeit schonen. Leichtstartsysteme sprechen für sich: Sie gewährleisten, dass die Benziner ohne Probleme anlaufen.
Wartung und Pflege: Regelmäßigkeit verlängert die Lebensdauer
Damit Sie lange Freude an Ihrer Maschine haben und sie zuverlässig beim jährlichen Heckenschnitt einsetzen können, empfiehlt es sich, den Gartenhelfer in regelmäßigen Abständen zu warten. Entfernen Sie nach jedem Arbeitseinsatz Pflanzenreste aus den Messern und ölen Sie sie je nach Bedarf. Sind die Schneiden stumpf, schleifen Sie sie nach. Denken Sie auch daran, von Zeit zu Zeit die Zündkerzen und den Luftfilter zu überprüfen. Nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, dass alle Schrauben des Geräts fest angezogen sind. Das gilt vor allem für die Inbetriebnahme Ihrer Heckenschere nach einer längeren Pause.




















