Das Wichtigste auf einen Blick:
- Separater Tuner ergänzt HiFi-Verstärker ohne eingebauten Empfänger
- UKW auf dem Rückzug – DAB+ ist der zukunftssichere Standard
- DAB+ versorgt über 91 Prozent der Bevölkerung mit mehr als 300 Programmen
- WLAN und LAN für Internetradio mit Tausenden Sendern weltweit
- Viele Netzwerktuner unterstützen Spotify, Amazon Music und Co. direkt
- Kombinationsgeräte mit DAB+, Internet und Bluetooth sind die vielseitigste Wahl
Radioenthusiasten, die statt eines HiFi-Receivers mit integriertem Tuner eher einen klassischen Verstärker verwenden, benötigen für ihre Anlage einen separaten Empfänger. Besonders gefragt sind Kombituner, die sowohl analoge als auch digitale Stationen empfangen können. Für Radio über das Internet empfiehlt sich ein Netzwerk-Tuner. Welche Besonderheiten gibt es dabei zu beachten?
Über 15.000 Sender, bidirektionales Bluetooth und ein großes 4-Zoll-Farbdisplay: Der Kathrein DAB+ 43 tune ist die vollwertige Audio-Zentrale für die klassische HiFi-Anlage. (Bildquelle: amazon.de)
Analoger Rundfunk: UKW verliert an Bedeutung
Im analogen Radiobereich unterscheidet man verschiedene Frequenzbereiche: UKW (Ultrakurzwelle), KW (Kurzwelle), MW (Mittelwelle) und LW (Langwelle). Im Vergleich zu Kurzwelle, Mittelwelle und Langwelle ist die Ultrakurzwelle deutlich weniger störanfällig, da sie auf Frequenzmodulation (FM) statt Amplitudenmodulation (AM) basiert und eine größere Bandbreite bietet. Davon profitieren sowohl die Klangqualität als auch zusätzliche Funktionen wie RDS. Obwohl UKW derzeit noch der am weitesten verbreitete analoge Übertragungsweg ist, startet in Deutschland bundesweit ein schrittweiser Rückzug: Schleswig-Holstein hat als erstes Bundesland einen verbindlichen Umstieg auf DAB+ bis 2031 beschlossen; erste UKW-Sender dort wurden bereits 2025 abgeschaltet. Zudem haben MDR und Deutschlandradio im Jahr 2025 begonnen, kleinere UKW-Standorte außer Betrieb zu nehmen. Wer zukunftssicher planen möchte, sollte daher auf ein Gerät mit DAB+-Unterstützung setzen.Digitalradio: DAB+ etabliert sich als Standard und wächst weiter
DAB+ (Digital Audio Broadcasting Plus) hat sich als digitaler Radiostandard in Europa durchgesetzt. Seit 2011 ist DAB+ in Deutschland im Einsatz, und das Sendernetz wurde kontinuierlich erweitert. Bis Ende 2025 umfasste der erste Bundesmux etwa 182 Senderstandorte, die mehr als 91 Prozent der Bevölkerung über Zimmerantennen und über 97 Prozent Fläche für mobilen Empfang abdecken. Die Autobahnen sind nahezu vollständig versorgt. Für 2026 sind weitere Sender geplant, und Deutschlandradio strebt bis 2028 rund 200 bis 210 Standorte an. Bundesweit sendet der erste Bundesmux 13 Programme, darunter die Angebote von Deutschlandradio sowie private Sender wie Radio BOB!, sunshine live und Klassik Radio. Der zweite Bundesmux, betrieben von Antenne Deutschland, stellt weitere bundesweite Privatsender bereit. Insgesamt sind in Deutschland weit über 300 Radioprogramme regional über DAB+ empfangbar – mehr als 100 davon ausschließlich digital. DAB+ bietet im Vergleich zu UKW mehrere Vorzüge: störungsfreien Empfang, bessere Klangqualität, größere Programmvielfalt sowie Zusatzinfos wie Titel und Sendungsdetails im Display. Geräte mit DAB+-Support sind abwärtskompatibel zu DAB; ältere DAB-Modelle ohne Update unterstützen DAB+ jedoch nicht.Top Digitaltuner mit DAB+-Empfang
| Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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ab 451,67 € ![]() Sehr gut 1,4 |
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4 Meinungen 1 Test |
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253 Meinungen 1 Test |
Vielseitiges, günstiges Multitalent: Der Telestar TOP 400 bringt DAB+, WLAN-Streaming und Bluetooth-Sende- und Empfangsfunktion in jede HiFi-Anlage. (Bildquelle: amazon.de)
Netzwerktuner: Radios aus dem Internet
Neben DVB-C und DVB-S2, über die Radios digital verbreitet werden – wofür passende TV-Receiver oder spezielle Sat-Tuner nötig sind – spielen auch Internetradiosender eine wichtige Rolle. Allein in Deutschland existieren mehrere Tausend Webradios, von denen viele ausschließlich online verfügbar sind. Zum Streamen verbinden Sie den Tuner via LAN oder WLAN mit Ihrem Router. Viele Netzwerktuner unterstützen außerdem Streamingdienste wie Spotify Connect und erlauben das Abspielen von Audiodateien aus dem Heimnetzwerk, meist über DLNA/UPnP und teilweise auch via AirPlay oder Chromecast. Smarte Lautsprecher und Smart Speaker haben sich hierbei als praktische Ergänzung etabliert, da sie Internetradio per Sprachsteuerung ermöglichen – ganz ohne zusätzlichen Tuner.Beste Tuner mit Internetradio-Funktion
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