Schneefräsen
In harten Wintern reicht der Griff zur Schneeschaufel oder dem Besen nicht mehr aus. Wer dann den Schneemassen Herr werden möchte, greift am besten zu einer Schneefräse. Sie bieten den großen Vorteil, dass für die Schneebeseitigung keine Körperkraft eingesetzt werden muss. Zudem wird der Schnee nicht wie bei einem Pflug einfach nur zur Seite geräumt, sondern über ein schnell rotierendes Rad weit zur Seite geschleudert. Doch welche Schneefräse ist für den Heimgebrauch überhaupt sinnvoll?
Schneefräsen gibt es als einfache, zweirädrige Modelle für Preise um 750 Euro, als kraftvolle Arbeitstiere um 2.000 bis 2.500 Euro und sogar in Ausführungen mit Kettenantrieb, die bis zu 36.000 Euro kosten können. Für den normalen Heimgebrauch reichen in der Regel aber tatsächlich die einfachen Modelle mit bis zu 6 PS Motorleistung vollkommen aus. Sie besitzen in der Regel bis zu 56 Zentimeter Räumbreite, die Räder sorgen dank Spezialprofils auf Schnee für sicheren Halt und auch die Auswurfweite ist mit um die 8 Metern für das Freiräumen von Garagenauffahrt und Gartenweg völlig ausreichend.
Wer allerdings nicht nur einen Weg, sondern größere Flächen wie einen Parkplatz oder eine breitere Hauszufahrt freiräumen möchte, sollte sich an die Preisklasse um rund 2.000 Euro halten. Hier finden sich Schneefräsen, die zwar den Standardmodellen optisch noch stark ähneln, aber mit Motoren bis zu 13 PS deutlich kraftvoller auftreten. Meist ist ihr Gewicht höher, so dass sie auch auf schwierigem, vereisten Untergrund noch festen Halt finden. Räumbreiten von bis zu 80 Zentimetern stellen zudem sicher, dass man auch große Flächen schnell freigeräumt bekommt.
Praktische Zusatzausstattung
Wichtig ist dann aber auch die Beachtung der Auswurfweite: Diese sollte bei 10 bis 15 Metern liegen, ansonsten landet der Schnee dort, wo man zehn Minuten später ebenfalls räumen will – und beschert auf diese Weise zusätzliche Arbeit. Praktisch sind zudem ein Differenzialgetriebe, welches mehr Grip auf Eisflächen verleiht sowie ein Halogen-Scheinwerfer für die Arbeit im Dunkeln. Einige Maschinen können zudem mit einem bequemen Elektrostarter, einem hydrostatischen Getriebe oder gar beheizten Handgriffen aufwarten – dann klettert der Preis aber schnell auf 2.500 Euro und mehr.
Jenseits dieser Preisklasse finden sich dann noch die Schlachtrösser, die auf einen Raupen-/Kettenantrieb setzen. Sie besitzen nicht zwangsweise noch stärkere Motoren, können aber dank ihrer Kettenführung und ihres sehr hohen Gewichts fast ohne Führung durch den Nutzer arbeiten. Sie graben sich auch durch den härtesten und tiefsten Schnee und können mit Räumbreiten von bis zu 120 Zentimetern dienen. Für private Anwender sind diese Schneefräsen aber schlichtweg übertrieben – und mit 5.000 bis 36.000 Euro auch eine sich kaum rechnende Investition.