Einschätzung unserer Autoren
Fuji FinePix HS20EXR
Keine DSLR-Kamera
Mit einem Gesamtgewicht von 720 Gramm und den recht wuchtigen Gehäuseabmessungen gehört die HS20 EXR eher in die Hände erfahrener Fotografen. Als Einsteiger-Kamera für jene, denen die Kosten für eine Spiegelreflex-Kamera noch zu hoch sind, bietet sich diese Bridge-Kamera jedoch regelrecht an. Folgt man den Praxistests verschiedener Fachmagazine, kann man mit dem 30fach Zoomobjektiv sehr gute Aufnahmen machen, wenn man nicht über ISO 400 hinausgeht – nimmt man trotzdem einen höheren ISO-Wert, muss man mit starkem Bildrauschen und Detailverlust rechnen. Besonders in der Detaildarstellung bei schwachem Kontrast mit niedrigen ISO-Werten zeigt die HS20 was sie kann. Der 16 Megapixel große EXR-Sensor kann entweder mit voller Auflösung genutzt werden oder man kombiniert Pixelpaare, um eine höhere Dynamik und besseres Rauschverhalten zu erreichen. Bei der Auswahl des richtigen Aufnahmemodus kann man sich auf die Automatikfunktion der Kamera verlassen, die je nach Lichtverhältnissen die richtigen Einstellungen wählt. Wie bei den großen Spiegelreflex-Kollegen können die Aufnahmen auch im RAW-Format gemacht werden, um später via Bildbearbeitung den letzten Schliff zu bekommen. Ein gut funktionierender Bildstabilisator hilft bei schnellen Aufnahmen, kommt jedoch im maximalen Telebereich von 720 Millimetern an seine Grenzen. Die Scharfstellung des Motivs funktioniert im Weitwinkelbereich bis 24 Millimeter recht flott (ca. 0,36 Sekunden), was man vom Telebereich nicht behaupten kann. Da braucht die Kamera bis zu zwei Sekunden und friert dabei das Motiv auf dem Display ein – den Rest kann man sich dann denken, wenn sich das Motiv bei Kamerabereitschaft schon woanders hinbewegt hat.
Trotz kleiner Schwächen stimmt das Preis-Leistungsverhältnis ohne Zweifel – die HS20 EXR ist eine echte Alternative gegenüber einer deutlich teureren DSLR-Kamera, wenn keine professionellen Ansprüche gestellt werden.
Fuji FinePix HS20EXR
Vielseitige Bridgekamera
Die FinePix HS20 EXR von Fujifilm ist das Nachfolgermodell der bereits erfolgreichen FinePix HS10. Verschiedene Fachseiten und Käufermeinungen äußerten sich bislang sehr positiv über diese Kamera und hoben vor allem ihre Vielseitigkeit hervor.Der 30-fach optische Zoom mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 720 Millimeter, den man manuell durch Drehen am Objektiv einstellt, erinnert stark an eine Spiegelreflexkamera. Das Herz dieses Modells ist der neu entwickelte Sensor, der durch die Steigerung der Lichtempfindlichkeit auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gute Bilder schießen soll. Die Auflösung beträgt 16 Megapixel. In ersten Tests konnte die Bildqualität durchaus überzeugen, für die auch der neu entwickelte Bildprozessor mitverantwortlich sein soll. Das 3 Zoll große klappbare Display löst mit 460.000 Pixeln auf. Für rauschfreie Aufnahmen soll die dreifache Bildstabilisierung sorgen. Zudem lassen sich Serienbilder mit acht Aufnahmen pro Sekunde bei voller Auflösung erstellen und Full-HD-Videos mit 1920 x 1080p aufnehmen. Die verschiedenen Einstellungen dieser Kamera kann man entweder manuell über Rädchen vornehmen, was positiv ist, da man so nicht das Menü durchsuchen muss, oder auch die Automatikfunktion für sich arbeiten lassen. So kann diese
Kamera selbstständig 10 grundlegende Aufnahmesituationen unterscheiden und Belichtungszeit, Weißabgleich, Fokus, Farbe und Ton an den herrschenden Bedingungen anpassen. Generell sollte man nach der Meinung vieler Nutzer allerdings auf die Automatik verzichten, da mit manuellen Einstellungen qualitativ bessere Aufnahmen möglich seien. Darüber hinaus verfügt diese Kamera über einen 360 Grad Panoramamodus, einen Blitzschuh und eine integrierte Wasserwaage. Bei der FinePix HS20 EXR handelt es sich nicht um eine bloße Schnappschusskamera. Sie verlangt dem Käufer ab sich mit ihr zu beschäftigen und die einzelnen Funktionen zu erkunden. Für 348 Euro ist sie bei Amazon zu erwerben.
Fuji FinePix HS20EXR
Superzoomkamera mit dreifacher Bildstabilisierung
Bei der FinePix HS20 setzt Fuji auf das hochwertig vergütete Fujinon-Objektiv mit 30-fach optischem Zoom und einer Anfangsbrennweite von 24 Millimetern, das gleichermaßen gut für Tele- und Weitwinkelaufnahmen geeignet ist. Ferner punktet die auf der CES 2011 vorgestellte Bridgekamera mit einer dreifachen Bildstabilisierung und sollte deshalb bei allen Lichtbedingungen ausgesprochen scharfe Bilder produzieren können.Der FinePix HS20 hat der Hersteller zudem den neu entwickelten EXR-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 16 Megapixeln spendiert, der mithilfe der im Trend liegenden BSI-Technologie gefertigt wird. Lichtempfindliche Dioden des Chips werden von der Rückseite her belichtet, wodurch er selbst bei schwachem Umgebungslicht satte Bilder produzieren kann. Im Zusammenspiel mit dem leistungsstarken Triple-Core-EXR-Bildprozessor sollte der Back-Side-Illuminated-Sensor außerdem eine sehr hohe Serienbildgeschwindigkeit von acht Bildern pro Sekunde ermöglichen, wobei eine maximale Auflösung von 16 Megapixeln erreicht wird.
Im Vergleich zum Vorgängermodell fällt der eingebaute Blitz zwar etwas klein aus, dafür wurde jedoch der manuelle Zoomring etwas griffiger. Ein mechanischer Bildstabilisator wiederum sorgt neben einem digitalen Verwacklungsschutz für eine hohe Schärfe im starken Telebereich, die bei Aufnahmen ohne Stativ besonders wichtig ist. Diese Technologie arbeitet mit einem beweglich platzierten Bildsensor und kommt oft bei DSLR-Kameras zum Einsatz.Das Gerät liefert neben JPEG-Bildern auch unkomprimierte RAW-Aufnahmen und kann in Full-HD mit Stereoton filmen, während der Autofokus nicht mehr als 0,16 Sekunden braucht, um auf das bewegliche Motiv scharfzustellen. Damit qualifiziert sich die Kamera als erstklassiges Instrument für Sport- und Naturfotografen, die eine genaue Fokussierung und eine schnelle Reaktionszeit zu schätzen wissen.
Als Nachfolgerin der erfolgreichen HS10 solle die HS 20 laut Fuji die Ausstattung und die Bildqualität einer Spiegelreflexkamera bieten, ohne kompliziert in der Bedienung zu sein. Im Handel erschient die 430 Euro teure Kamera im April 2011.











