Dampfreiniger

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Ratgeber zu Dampfreiniger

Saubere Wohnungen ohne Chemie

Stärken

  1. umweltfreundliches Reinigen ohne Chemie
  2. die meisten Geräte sind durch verschiedene Aufsätze multifunktional einsetzbar
  3. lösen Schmutz, Kalk & Fett
  4. effiziente Reinigung mit wenig Wasser

Schwächen

  1. gelöster Schmutz muss bei manchen Einsätzen mit extra Lappen aufgewischt werden
  2. hoher Stromverbrauch

Reinigen mit Wasserdampf: dank kleiner Dampfente schnell & unkompliziert. (Bildquelle: amazon.de)

Normalerweise geben Sie bei der Bodenreinigung mit Eimer und Schrubber ein Reinigungsmittel ins Wasser. Im Unterschied dazu kommen Dampfreiniger ganz ohne Chemie aus, nur in Ausnahmefällen werden zusätzlich Reiniger eingesetzt. Stattdessen übernimmt allein der heiße Dampf in Kombination mit dem entsprechenden Dampfdruck die Reinigung. Die Geräte werden daher immer beliebter. Beim Anlösen von Schmutz sind die Dampfreiniger top, aber beim sauberen Wegwischen gibt es Defizite. Bei manchen Einsätzen ist ein Nachwischen mit dem Lampen notwendig.

Auf den richtigen Einsatzzweck kommt es an

Dampfreiniger für den Haushalt arbeiten mit einem relativ niedrigen Druck von 3 bis 5 bar, der jedoch in vielen Fällen für den Wohn- und Sanitärbereich ausreicht. Die Geräte eignen sich vor allem für glatte Flächen aus Stein, Fliesen und PVC, bei Holzböden hingegen ist Vorsicht angesagt. Die Oberflächen sollten auf jeden Fall optimal verlegt und versiegelt sein, da ansonsten die Gefahr droht, dass sie aufquellen. Am besten probieren Sie zunächst an einer nicht sichtbaren Stelle die niedrigste Dampfstufe aus.

Dampfreiniger, egal welche Bauart und Form, werden vorrangig im Sanitärbereich und in der Küche eingesetzt. Im Wohnbereich lassen sich hingegen neben den robusten Hartböden auch Teppiche und Polster gut mit ihnen auffrischen. Auch hier sollten Sie vorher an einer verdeckten Stelle prüfen, ob das Möbelstück oder der Teppich den Einsatz von Wasserdampf verträgt.

Skepsis ist gegenüber der immer wieder behaupteten besonderen Allergikereignung angesagt. Die Fachmagazine weisen darauf hin, dass der heiße Dampf nur bei intensiver Bestrahlung wirksam gegen Bakterien und Co ist; die Desinfektionswirkung der Geräte ist in der Praxis demnach nicht wirklich gegeben. Matratzen sollten Sie zum Beispiel nicht mit einem Dampfreiniger behandeln. Es reicht, wenn die Matratze regelmäßig gelüftet wird und Sie den Matratzenbezug waschen. Allerdings ist der Verzicht auf scharfe Reiniger für sehr empfindliche Menschen durchaus von Vorteil und auch umweltfreundlicher.

Bodendampfreiniger haben eine hohe Flächenleistung und lohnen sich bei häufigem Einsatz. (Bildquelle: amazon.de)

Das Allround-Talent: Der klassische Bodendampfreiniger

Das breiteste Einsatzspektrum bieten Ihnen die optisch einem Staubsauger nicht unähnlichen Bodengeräte. Ausgestattet mit einem langen, flexiblen Schlauch sowie idealerweise mit einem reichhaltigen Zubehör an Spezialdüsen und -bürsten, lassen sich mit ihnen nahezu alle Flächen sowie schwer zugängliche Stellen innerhalb der Wohnung reinigen, darunter auch zum Beispiel Fenster und Spiegeloberflächen.

Dabei lohnt es sich, mehr Geld in ein Zweikessel-Modell (siehe Ratgeber: Funktionsarten und Sicherheit) zu investieren, da diese energieeffizienter und auch komfortabler zu handhaben sind. Auf Dauer rechnen sich die Geräte bei größeren Flächen beziehungsweise häufigem Einsatz. Einige Modelle lassen sich ferner mit einem Dampfbügeleisen sowie einem entsprechenden Bügeltisch zu einem perfekten Bügelsystem kombinieren – speziell für größere Haushalte mit zahlreichen Familienmitgliedern eine attraktive Option.

Dampfbesen und 2-in-1-Kombigeräte

Die flexible und schnelle Art Hartböden zu pflegen: der Dampfmopp. (Bildquelle: amazon.de)

Wenn Sie hingegen lediglich (Hart)-Böden mit heißem Dampf reinigen möchten, sollten Sie zu einem sogenannten Dampfbesen (Dampfmopp) greifen. Bei ihnen ist die komplette Technik sowie der Wassertank im Stiel untergebracht, die Reichweite ist dementsprechend kleiner als bei einem klassischen Bodendampfreiniger.

Dank eines Durchlauferhitzers sind Dampfbesen meist sofort betriebsbereit und zudem sparsam. Außerdem schwören nicht wenige auf das bequeme Handling der Geräte, das – ähnlich wie bei den entsprechenden Staubsaugermodellen – einfacher und schonender für den Rücken sei: Die Geräte sind leicht und sehr wendig und erlauben ferner eine aufrechte Körperhaltung. Sehr praktisch sind auch 2-in-1-Besenmodelle. Sie führen einen kleinen Handdampfreiniger mit sich. Bei Bedarf kann das Einsatzspektrum durch verschiedene Düsen und Aufsätze erweitert werden. Sodass Sie nicht nur Böden, sondern auch Armaturen, Waschbecken, Toilette sowie Backöfen, Dunstabzugshauben, Grillroste und Fenster reinigen können. Die Dampfleistung entspricht dabei meist der eines klassischen Handdampfreinigers (Dampfente).

Der leichte, kleine Klassiker: Die sogenannte Dampfente

Größter Vorteil der Handdampfreiniger ist ihre leichte Handhabung: Sie bringen nur wenig Gewicht auf die Waage und lassen sich dementsprechend ohne größere körperliche Mühen einsetzen – beliebt sind sie etwa zur Reinigung von Bädern oder Küchen. Ein kleiner Wassertank kann dabei durchaus von Vorteil sein – die Geräte haben zwar eine geringere Reichweite, sind dafür aber leicht.

Dampfsauger: Teuer, aber ein Allrounder, der nicht nur wischt, sondern Dreck & Flüssigkeiten aufsaugt. (Bildquelle: amazon.de)

Dampfsauger

Sämtliche genannten Gerätetypen haben leider einen großen Nachteil: Sie lösen zwar Schmutz und Fett (mehr oder weniger) effektiv, nehmen ihn aber nicht sorgfältig genug auf. Bodengeräte sowie Stielmodelle setzen nämlich lediglich Tücher ein, die auf der Düse angebracht werden. Und deren Saugfähigkeit ist, wie Tests belegen, meist suboptimal.

Für größere Flächen ist daher ein Dampfsauger meist die bessere Wahl. Sie ähneln technisch den Bodengeräten, sind aber mit einer zusätzlichen Aufsaugfunktion ausgestattet. Allerdings ist dabei unbedingt auf eine hohe Gesamtleistung zu achten, da die Zusatzfunktion sehr energieintensiv ist. Gute Geräte weisen eine Leistungsaufnahme von 3.000 Watt auf, die sicherstellt, dass während des Betriebs weder die Dampf- noch die Saugfunktion schwächelt.

Tests

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Sortiert nach Popularität und Aktualität
    • askGeorge.com

    • Vergleichstest
    • Erschienen: 02/2019
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    Handdampfreiniger

    Testbericht über 4 Dampfenten

    zum Test

    • staubsauger-berater.de

    • Einzeltest
    • Erschienen: 11/2018
    • Mehr Details

    Leifheit CleanTenso Dampfreiniger

    Testbericht über 1 Dampfreiniger

    Im Test: Leifheit CleanTenso

    zum Test

    • staubsauger-berater.de

    • Einzeltest
    • Erschienen: 10/2018
    • Mehr Details

    Kärcher Dampfreiniger SC 3 EasyFix

    Testbericht über 1 Mehrzwecksauger

    Im Test: Kärcher SC 3

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