Das Wichtigste auf einen Blick:
- dienen der Erweiterung des Netzwerkes
- leiten Datenpakete gezielt an das Zielgerät weiter statt ins gesamte Netzwerk
- geringer Stromverbrauch
- bei einfachem Heimgebrauch keine Konfiguration vonnöten
Wie werden Netzwerk-Switches getestet?
Fachmagazine wie c't und PC Magazin testen Switches überwiegend einzeln; direkte Vergleichstests sind selten. Die Bewertung richtet sich nach folgenden Kriterien:- Anzahl und Art der Ports: Einfache Heimmodelle bieten 4 bis 8 Ports; professionelle Geräte deutlich mehr. Switches, die viele Ports zu einem fairen Preis bieten, werden gelobt. Wichtig auch: Unterstützt der Switch Gigabit-Ethernet (1 GbE) oder bereits 2,5-Gigabit-Ethernet (2,5 GbE)?
- QoS (Quality of Service): Verteilt der Switch Bandbreite intelligent, wenn mehrere Geräte gleichzeitig aktiv sind? Günstige Switches bieten diese Funktion oft nicht.
- Stromverbrauch: Da Switches dauerhaft laufen, fließt der Energieverbrauch in die Bewertung ein. Gute Modelle bleiben auch bei voll belegten Ports unter 5 Watt.
- Aufstellbarkeit und Montage: Bohrungen für die Wandmontage und gute Standfestigkeit werden positiv bewertet; für Serverräume ist Rack-Montage relevant.
Managed Switches wie dieser von Linksys richten sich an Netzwerkadministratoren und bieten umfangreiche Konfigurations- und Sicherheitsfunktionen. (Bildquelle: amazon.de)
Aktuelle Standards: Gigabit, 2,5 GbE und PoE
Wer heute einen Switch kauft, sollte auf aktuelle Übertragungsstandards achten:- Gigabit-Ethernet (1 GbE): Für Heimnetzwerke ist das weiterhin der Standard. Ältere 100-Mbit-Geräte sollten nicht mehr neu gekauft werden.
- 2,5-Gigabit-Ethernet (2,5 GbE): Zunehmend in Mittelklasse-Switches und Heimgeräten verfügbar. Sinnvoll, wenn der Router ebenfalls 2,5 GbE unterstützt (z. B. Fritz!Box 6690 oder aktuelle ASUS-Router). Für NAS-Systeme und schnelle Netzwerkspeicherübertragungen ein deutlicher Gewinn.
- PoE (Power over Ethernet): Switches mit PoE-Unterstützung speisen angeschlossene Geräte wie IP-Kameras, WLAN-Access-Points oder VoIP-Telefone direkt über das Netzwerkkabel mit Strom – kein separates Netzteil nötig. Immer häufiger auch im Heimbereich relevant.
Kompakte, unkonfigurierbare Switches wie der D-Link DGS-105E eignen sich gut für Heimnetzwerke. (Bildquelle: amazon.de)
Managed vs. Unmanaged: Was brauche ich?
Unmanaged Switches sind plug-and-play: einstecken und loslegen, keine Konfiguration nötig. Für Heimnetzwerke ist das in den meisten Fällen ausreichend. Managed Switches bieten darüber hinaus eine Administrationsoberfläche mit VLAN-Unterstützung, Port-Priorisierung, Zugriffsrechten und Überwachungsfunktionen. Das ist vor allem in Unternehmensumgebungen oder bei größeren Heimnetzwerken mit mehreren Segmenten sinnvoll.Eine Mittelkategorie sind Smart Switches (auch Web Managed Switch): Sie bieten grundlegende Konfigurationsmöglichkeiten wie VLAN und QoS, ohne den vollen Funktionsumfang und die Komplexität eines Profi-Managed-Switch.






















