Das Wichtigste auf einen Blick:
- Schneiden in Tests in der Regel sehr gut ab
- Ideal zum unkomplizierten Zurückschneiden von kleineren Sträuchern
- Akku-Gras- und Strauchscheren zunehmend beliebter als manuelle Modelle
- Erleichtern Handhabung: ergonomische Form und gummierte Griffe
- Oft mit Teleskopstiel verlängerbar
Häufig mit Bestnoten bewertet: die Gras- und Strauchschere Isio-Set (3. Generation) von Bosch. (Bildquelle: amazon.de)
Akku-Gras- und Strauchscheren im Test: Meist hervorragende Ergebnisse
Gras- und Strauchscheren sind nützliche Gartengeräte, deren Einsatzbereiche sich leicht unterscheiden lassen. Die meisten Hersteller setzen mittlerweile auf Kombigeräte, die sich sowohl für das Schneiden von Gras als auch von Sträuchern eignen. Solche Modelle besitzen jeweils ein Grasscherenmesser und ein Strauchscherenmesser, die je nach Bedarf gewechselt werden können. Mit der Grasschere erreichen Sie Stellen, an denen ein Rasenmäher schwer oder gar nicht hin kommt, etwa um Aufstellpools, Spielgeräte, entlang von Mauern oder zwischen Bodenplatten sowie an der Rasenkante. Strauchscheren sind ideal zum unkomplizierten Zurückschneiden von kleineren Sträuchern.Das klingt einfach – und ist es meist auch. Dennoch kann das Schneiden von überstehenden Halmen mit einer Grasschere mühsam werden, vor allem wenn die Klingen nicht mehr scharf sind oder der Öffnungsmechanismus schwergängig wird. Deshalb werfen auch Garten- und Heimwerkermagazine einen genauen Blick auf die Qualität von Rasen- und Strauchscheren und kommen oftmals zu sehr guten Bewertungen. Im Fokus der Tests steht besonders die Schnittqualität, aber auch Ausstattung und Bedienkomfort spielen eine wesentliche Rolle. So schneidet etwa das akkubetriebene Isio-Set (3. Generation) von Bosch in mehreren Tests sehr gut ab. Gründe dafür sind das exzellente Schnittbild, der einfache Wechsel der Schneidwerkzeuge sowie das Antiblockiersystem (ABS), mit dem sich auch stärkere Zweige problemlos schneiden lassen. Neben dem Isio haben sich in den letzten Jahren weitere Modelle etabliert, darunter die Bosch EasyShear und AdvancedShear 18V sowie Geräte von Einhell, Makita, Wolf-Garten und Worx, die in Tests regelmäßig gute bis sehr gute Bewertungen erzielen.
Im Trend: Akku-Gras- und Strauchscheren gewinnen an Beliebtheit
Manuelle Rasenscheren punkten mit ihren Vorteilen: leichter Umgang, einfache Handhabung und präzise Schnitte – und vor allem mit einem geringen Preis. Das Besondere bei diesen Modellen ist, dass der Griff im 90-Grad-Winkel zu den Klingen steht. So schneiden Sie nicht seitlich, sondern führen die Schere in der Regel von oben nach unten – ähnlich wie bei einer Gartenschere. Dadurch gelingt es Ihnen, Halme über die gesamte Schneidfläche kraftvoll und sauber zu durchtrennen.
Grasschere mit Stiel für eine bequemere Handhabung beim Rasenschneiden: das Akku-Grasscheren Set ClassicCut von Gardena. (Bildquelle: amazon.de)
Der große Vorteil von Geräten mit Akkuantrieb ist ihre vollautomatische Funktion, durch die das Schneiden fast ohne Kraftaufwand gelingt und Sie wesentlich schneller fertig sind als mit manuellen Rasenscheren. Zudem reduzieren diese Modelle die Belastung der Hände deutlich und bieten dank beidseitig geschliffener Messer noch mehr Arbeitskomfort. Sie führen die Schere einfach entlang der Schnittkante, ohne weitere Handbewegungen, was ein präzises Ergebnis sicherstellt. Zusätzlich lässt sich bei den meisten Akkugeräten das Messer schnell und oftmals werkzeuglos wechseln, sodass aus der Grasschere im Handumdrehen eine Strauchschere wird. Die Geräuschentwicklung liegt bei den meisten Modellen im Bereich von 68 bis 72 dB(A) und ist damit deutlich angenehmer als bei größeren Gartengeräten wie Rasenmähern oder Heckenscheren.
Hersteller verbauen in ihren Akku-Grasscheren meist leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus. Die gängigen Spannungen reichen von 3,6 Volt bei kompakten Leichtgewichten wie dem Bosch Isio über 7,2 Volt für den Alltagseinsatz bis hin zu 18 Volt für besonders kraftvolle Modelle. Welche Spannung für Sie passend ist, hängt vom geplanten Einsatz ab – denn mit höherer Voltzahl steigt auch die Kraft der Schere. Für vielseitige Anwendungen im Garten reicht häufig der Einstiegsbereich; dicke Äste durchtrennen Sie damit zwar nicht, aber für feine Arbeiten ist das meist vollkommen ausreichend. Höhere Voltzahlen bedeuten allerdings neben mehr Leistung auch einen oft höheren Anschaffungspreis. Die Anschaffungskosten für Akku-Kombigeräte liegen je nach Ausstattung und Leistung zwischen ca. 40 und 200 Euro.
Wichtig: Achten Sie darauf, ob der Akku fest verbaut oder wechselbar ist. Fest verbaute Akkus verlieren nach mehreren hundert Ladezyklen spürbar an Kapazität und lassen sich in der Regel nicht durch den Nutzer ersetzen, was oft einen frühzeitigen Gerätewechsel nötig macht. Geräte mit austauschbarem Akku sind daher nachhaltiger und langlebiger. Viele Hersteller – darunter Einhell (Power X-Change), Bosch (ProCORE 18V / Power for All), Gardena, Makita und Ryobi – bieten zudem herstellerübergreifende oder gerätebaukastenartige Akku-Systeme an, bei denen ein Akku mit mehreren Gartengeräten kompatibel ist. Das reduziert langfristig die Kosten und den Lageraufwand erheblich.
Ausstattung: Mehr Komfort und Sicherheit im Fokus
Wenn Sie eine Schere mit längerer Akkulaufzeit bevorzugen, empfiehlt es sich, auch auf eine ergonomische Form und gummierte Griffe zu achten, die schnelle Ermüdung verhindern. Eine Antihaftbeschichtung der Messer sorgt zudem für weniger Reibung und verhindert, dass Pflanzenteile an den Klingen haften bleiben, was Buchsbaum und anderen Pflanzen zugutekommt.Viele Akku-Rasenscheren bieten außerdem die Möglichkeit, sie an einem Teleskopstiel zu führen, wodurch das Bücken entfällt. Dabei sollten Sie jedoch berücksichtigen, dass sich die Schnittexaktheit zu Gunsten des Komforts leicht verschlechtern kann. Für die Sicherheit sorgen Devices wie Sicherheitsschalter und Schutzbügel, die verhindern, dass Sie beim Arbeiten unabsichtlich mit den Klingen in Kontakt kommen.
Überprüfen Sie vor dem Kauf zudem, ob Akku(s) und Ladegerät im Set enthalten sind oder extra gekauft werden müssen. Häufig erklären sich dadurch Preisunterschiede. Ein Gerät ohne Akku und Ladestation ist oft günstiger als ein Komplettset. Besitzt Ihr Wunschmodell Systemakkus, können Sie Kosten sparen, wenn Sie bereits andere Gartengeräte des Herstellers nutzen.
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